Review

Hunt: Showdown

Veröffentlicht am 20.02.2020 von Makes87

Hunt: Showdown

12 Jäger auf Beutejagd, Angst vor dem Permadeath in einer tödlichen Welt, willkommen bei Hunt: Showdown

Hunt: Showdown war schon länger als Early Access Spiel auf anderen Plattformen verfügbar. Im September 2019 entschlossen sich dann die Entwickler von Crytek das Spiel als 1.0 zu veröffentlichen. Seit dem 18.02. ist das Spiel nun in der Version 1.2 auch auf der PS4 verfügbar. Mit Hunt: Showdown erwartet euch einer der besten Multiplayer Shooter des Jahres 2019, sowie eins der ersten PvPvE Spiele, die es nun auf die PS4 geschafft hat. Ob die PS4 Version überzeugen kann und was Hunt: Showdown eigentlich ist, erfahrt ihr in diesem Review.

Hunt: Showdown

Pro

  • Frische PvPvE Multiplayer Erfahrung / guter Gameplay Mix
  • Immersive Spiel Atmosphäre durch Sounds und Setting
  • Nicht perfekte, aber durchaus gelungene Umsetzung der PC Version
  • Zusätzliche Freischaltung von Hintergrund Stories zu Monstern usw.

Contra

  • Menü für Konsolensteuerung könnte noch verbessert werden
  • Noch relativ überschaubarer Content(Beutejagd ohne Solo Modus)
  • Schwerer Einstieg(trotz Tutorial und Schutz bis Level 10)
  • Ladezeiten/Texturnachlade Fehler

Beutejagd im tödlichen Louisiana

Hunt: Showdown spielt in Louisiana Ende des 19. Jahrhunderts, allerdings werden die sumpfigen Gebiete von allerlei Monstern heimgesucht. Sobald ihr einen Jäger ausgewählt habt, könnt ihr auf Beutejagd gehen. Bewaffnet mit zwei Waffen und verschiedenen Ausrüstungsgegenständen, ist eure Aufgabe nun einen Boss zu finden und zu verbannen. Durch eure Schattenkraft, erkennt ihr wo sich die nächsten Hinweise befinden, aktiviert ihr einen Hinweis verkleinert sich der Bereich wo das Monster stecken könnte. Nach drei Hinweisen habt ihr das Kopfgeldziel gefunden. Aber eventuell solltet ihr nicht gleich das Gebäude stürmen, denn mit euch wollen 11 andere Jäger, Solo, 2er oder 3er Teams auch das Kopfgeld. So solltet ihr erstmal schauen und lauschen ob das Gebiet sicher ist und ihr nicht direkt in die Arme von feindlichen Jägern läuft.

Habt ihr geschafft das Monster zu erledigen, so müsst ihr noch warten bis es verbannt ist, um die Beute aufzusammeln. Mit oder ohne Beute in der Tasche könnt ihr schauen wo auf der Karte sich der nächste Exit Punkt befindet, dort müsst ihr noch 30 Sekunden warten, die Kopfgeldjagd verlassen und so euren Jäger inkl. Beute und Ausrüstung zu retten. Als Belohnung winken Geld und Erfahrungspunkte für eure Blutlinie. Auf der Blutlinie könnt ihr bis Level 100 verschiedene Ausrüstungen, Waffen und passive Fähigkeiten freischalten. Habt ihr es geschafft mit euerem Jäger zu fliehen so wird dieser gelevelt, dadurch könnt ihr dem Jäger nun mehr passive Fähigkeiten zuweisen.

Vor jeder Beutejagd könnt ihr an euerer Ausrüstung feilen, also mit verdienten Geld neue Waffen, Ausrüstung kaufen oder einen von 4 angebotenen Jägern rekrutieren. Diese Level 1 Jäger kommen mit zufälligen Waffen und Ausrüstung, die eurem Blutlinien Level entsprechen. Für eine erfolgreiche Jagd, solltet ihr immer etwas Ausrüstung zum Heilen, sowie ein Messer für den Nahkampf dabei haben, wenn also euer rekrutierter Jäger dies nicht hat, dann heißt es kaufen und ausrüsten. Solltet ihr also mal euren Jäger bei einer Beutejagd verlieren, so findet ihr immer einen Neuen im Shop zum Rekrutieren, eure angelegte Ausrüstung inkl. Jäger ist aber für immer verloren. Das geht auch schneller als ihr denkt, denn neben den 11 anderen Jägern, lauern in der Welt allerhand Gefahren, ein Fehler könnte dazu führen, dass euch auch kleinere KI-Gegner zum Verhängnis werden. Seid ihr etwa zu laut, macht ihr die ganze Umgebung auf euch aufmerksam, so kann es schnell passieren, dass ihr nicht nur Grunts (zombieartige Gegner) bekämpfen müsst, sondern euch giftige Bienen der Hive(ein menschlich gewordener Bienestock) verfolgen, währenddessen ihr von einem anderen Grunt angezündet werdet. Es gibt viele verschiedene Arten von KI-Gegnern, für Abwechslung und Spannung neben dem PVP und der Beutejagd ist also gesorgt.

Hunt: Showdown

Gameplay & Steuerung

Hunt: Showdown ist ein First Person Shooter, größtenteils werdet ihr also mit zum Setting passenden Waffen KI und menschliche Gegner bekämpfen, aber auch der Nahkampf ist eine Option die ihr nutzen solltet. Dabei werden zwei verschiedene Steuerungsmodi und viele Anpassungen für Feinheiten, wie z.B. horizontale/vertikale Zielgeschwindigkeit mit und ohne Scope usw., angeboten. Auch einen Autoaim gibt es, der ist allerdings nicht so stark wie genreüblich auf der Konsole. Insgesamt fühlt sich die Steuerung zwar passend an, kommt aber natürlich nicht an das Konsolen Gunplay eines COD oder Destiny ran.

Neben dem Hauptmodus Beutejagd, gibt es auch einen Modus der eher an ein Battle Royale erinnert: Quickplay. Anders als in der Beutejagd könnt ihr hier keinen Jäger verlieren sondern gewinnen. Ihr bekommt nur einen mittelmäßig ausgerüsteten Jäger gestellt, könnt Waffen und Gegenstände aufsammeln. Das Ziel ist es 4 Rifts zu schließen, die ihr über eure Schattenkraft orten könnt. So wird die Karte mit jedem geschlossenen Rift kleiner und wer als erster 4 gesammelt hat, ist für alle sichtbar. Seid ihr der letzte Überlebende, dürft ihr den Jäger mit Ausrüstung behalten und mit auf Beutejagd nehmen.

Hunt: Showdown

Grafik & Sound

Die Monster, die bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Maps, die Waffen, die Jäger, ah einfach alles in Hunt: Showdown ist einfach fantastisch und passend zu Lore gestaltet worden. Auch Grafisch braucht sich die PS4 Version nicht hinter der PC Version zu verstecken, auch wenn auf meiner PS4 Pro teilweise Texturen zu spät geladen wurden.

Das was Hunt: Showdown auch schon in der PC Version ausmacht sind die ausgezeichneten Sounds. Alles in der Welt hat passende Sound wie z.B. das Tentakel Monster im Sumpf, Äste auf die ihr treten könnt usw.. Alles in der Welt erzeugt Geräusche, reagiert auf euch und ihr macht mit jedem Schritt Geräusche. So lässt sich nicht nur euere Position, sondern auch die von gegnerischen Jägern relativ gut orten. Kommt ihr etwa Raben zu nahe, fliegen diese in eine bestimmte Richtung, Hunde im Käfig bellen um nur zwei von vielen Beispielen zu nennen. Ihr solltet versuchen euch eher ruhig durch die Welt zu bewegen um eure Position nicht zu verraten und Überraschungsangriffe von Gegnern zu vermeiden.

Hunt: Showdown

Fazit

Hunt: Showdown bietet einen relativ frischen Multiplayer Ansatz. Auch wenn ihr nicht auf menschliche Gegner in einer Runde trefft, müsst ihr immer auf der Hut sein, denn alles in Hunt will euren Jäger ins Grab schicken. Das macht auch die Spannung von Hunt: Showdown aus, euer stetig verbesserter Jäger, könnte mit paar Fehlern schon für immer verloren sein. Frust kommt meistens dabei nicht auf, das Spiel bietet viele Möglichkeiten dies zu verhindern. Selbst wenn ihr einen Jäger verliert könnt ihr direkt einen Neuen kaufen und auch euer allgemeines Level, die Blutlinie, wird nicht beim Tod zurückgesetzt und sorgt für Motivation weiterzuspielen. Das entschleunigte Gameplay passt perfekt zur Atmosphäre, hier geht es nicht nur darum wer nach dem Springen direkt Headshots verteilt, sondern eher taktisch zu Handeln. Die Waffen Handhabung inkl. Nachladen ist nämlich eher langsam, daher sollte jeder Schuss gut überlegt sein. Die bereits erwähnte Atmosphäre wird dabei nicht nur durch das Waffenhandling erzeugt, Crytek hat es geschafft die Sounds, Monsterdesign, Umgebungen passend zur Lore zu gestalten.

Da zwischen den Runden Sachen, verkauft, gekauft und sortiert werden müssen, verbringt ihr relativ Zeit im Menü. Das ist allerdings gerade am Anfang relativ unübersichtlich und mit einem Controller zudem nicht gut genug zu bedienen. Technisch gesehen läuft die PS4 Version zwar rund aber die Ladezeiten sind relativ lang und auch spätes nachladen der Textur trüben etwas das Gesamtbild.

Mit der PS4 Version hat Crytek nun auch ein Tutorial hinzugefügt, dies war auch dringend nötig, denn der Einstieg in Hunt: Showdown ist etwas schwerer als in gewöhnlichen Multiplayer Shooter. Gerade für Solo Spieler gibt es neben dem optionalen Quickplay Modus, nur die Möglichkeit im normalen Modus alleine gegen Zwei oder mit zufälligen Partner anzutreten. Neben dem Hauptmodus und Quickplay Modus, gibt es bis jetzt nur 2 Maps und 3 verschiedene Kopfgeldziele. Hier muss Crytek schnell passende aber auch abwechslungsreiche Maps und neue Bosse hinzufügen um für Abwechslung zu sorgen. Zum Zeitpunkt des Reviews, haben die Entwickler aber bereits mehr Content, u.A. eine neue Map und Solo PvE Modus, angekündigt.

Hunt: Showdown sorgt noch mit einem relativ unverbrauchten Setting und spannenden PvPvE Gameplay für frischen Wind. Der Einstieg mag etwas schwer sein, wer sich aber darauf einlässt, den erwarten viele spannende Stunden Beutejagd.

Getestet wurde Hunt: Showdown auf PS4 von Makes87. Das Spiel lag uns zum Testzeitpunkt in Version 1.2 vor.

Das Test-Exemplar / der Review-Code für Hunt: Showdown wurde uns von Koch Media kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!