Review

Aggelos

Veröffentlicht am 05.05.2019

Aggelos

Entfessle einen Sturm aus Macht der Elemente und Schwertkünste

Kämpfe dich durch die Welt von Aggelos. Metroidvania-Lite ist wohl eine bessere Beschreibung für das Genre von Aggelos. Die Frage ist natürlich wie immer der Focus. Aggelos konzentriert sich auf die präzisen Eigenschaften eines Action Spiels im Gameplay und Gegner Design. Das besondere? Magie und Schwertkünste können ungeniert Eingesetzt werden. Wie Aggelos das hinbekommt und dabei noch gut abschneidet, erfährt ihr in diesem Review. Und wer weiß? Vielleicht wird der eine oder andere Tip euch eventuell helfen.

Aggelos

Pro

  • Voller Einsatz aller Fähigkeiten zu fast jederzeit
  • Tolles Audiovisuelles Retro Gefühl
  • Schwierigkeitsgrad Knautschzone durch Gegenstände

Contra

  • Oberflächliche RPG-Elemente
  • Steiler Schwierigkeitsanstieg in Wellen
  • Keine detailierte Karte

Story: Biete dem Verräter die Stirn und rette die Welt

Helden sind nicht allgegenwärtig. Sie erscheinen erst, wenn die Welt sie braucht. Valion, ein ehemaliger Krieger kämpfte für die Welt von Lumen. Doch aus unbekannten Gründen hat er sich gegen die Welt gewendet und hat sich entschieden mit den Kräften der vier Elemente ein Tor in die Dunkelheit aufzubrechen.

Unser Hauptcharakter ist ein junger Mann von irgendwo im nirgendwo. Wie es der Zufall will. Findet er die Prinzessin des Königreichs während eines Kidnapping Versuchs vom Valions Handlanger. Mit einem Messer bewaffnet schreitet unser Held ein. Nach einem epischen Kampf zwischen Gut und Böse siegt unser mutiger Protagonist.

Die Prinzessin ist wieder sicher im Schloss. Aber wer hätte vorhersehen können das unser Held zu etwas größerem bestimmt ist. Genauso wie Valion, ist es ihm möglich die vier Elemente zu sammeln und ihn als einziger die Stirn zu bieten.

Die Reise unseren Helden zu den unterschiedlichsten Ecken der Welt und in jedes davon erwartet ihn einer der vier Elemente.

Eine tiefe Story ist hier zwar nicht zu erwarten und mehr als Mittel zum Zweck anzusehen.

Im Gameplay sieht es hier bei Aggelos schon anders aus.

Aggelos

Gameplay & Steuerung

Die Steuerung ist extrem einfach gehalten. Neben den Richtungstasten sind vier weitere Tasten im Gebrauch. Am Anfang sogar nur zwei. Denn je weiter der Fortschritt im Spiel, desto mehr Fähigkeiten werden gefunden. Nicht selten sind sie maßgeblich für das Weiterkommen wichtig.

Die Fähigkeiten unterscheiden sich auf zwei weisen. Zum einen lernt unser Held einfach Kampfähigkeiten mit der Waffe und können jederzeit (mit leichten Einschränkungen) eingesetzt werden.

Zum anderen gibt es elementare Fähigkeiten. Es sind wundersame Magie mit verschiedenen Funktionen. Sobald das erste in den Händen liegt, schaltet sich die Magie frei. Drei Container sind am Anfang bereitgestellt. Weitere können im Laufe des Abenteuers ergattert werden. Was ist das gute an der Magie? Sie füllt sich mit jeden gelungenen Angriff auf!

Tip #1: Neu erlernte Magie Fähigkeiten werden oft beim Boss benötigt.

Tip #2: Setze sie großzügig ein. Vor allem bei Boss kämpfen kommen sie zur Geltung.

Vorhin erwähnte Upgrades können gefunden oder gekauft werden. Bei der Lebensenergie ist es das gleiche Spielchen. Unter Ausnahme die Bosse hinterlassen Container die sie erhöht. Im Gegensatz zu anderen Spielen stellen die Herze keinen festen, sondern Prozentuellen Wert dar. Womit wir hier zu den RPG-Elementen kommen.

Level Ups erhöhen die Basiswerte, wobei es nach eigener Erfahrung vernachlässigt werden kann. Das Wichtige beim Gegner erledigen ist das Geld. Denn mit dem Geld können zum großen Teil wichtige Gegenstände erworben werden. Wie z. B. Rüstung und Waffen die maßgeblich die Werte steigern. Sogar Magie Container sind käuflich. Also immer schön das Geld aufheben bevor es nach kurzer Zeit verschwindet. Denn jeder Cent zählt.

Tip #3: Ausrüstung und Waffen sind extrem Wichtig und sollten primär vor allen anderen Gegenständen gekauft werden.

Apropos Ausrüstung und Waffen. Die meisten gekauft werden müssen. Es gibt auch die eine oder andere Ausnahme, bei der ihr es euch verdienen müsst.

Tip #4: Führt die Quest mit der Banane zu Ende. Die Belohnung ist immens.

Wie bereits erwähnt führt die Reise zu den vier Elementen. Dementsprechend richten sich die Gegner Designs nach den Bereichen.

Aggelos Karten Design ist eine komplettes nahezu nahtloses Design mit Übergängen. Das Speichern ist begrenzt auf die speziell platzierten Monolithen die gleichzeitig für Heilung sorgen. Fündige Abenteurer werden später die Teleportation Fähigkeit finden und Geschwind in der Welt bewegen sobald die Speicherpunkte aktiviert sind.

Der Schwierigkeitsgrad ist am Anfang gar nicht so schwer. Doch schnell wird es klar, dass es kein Zuckerschlecken wird. Gegenstände wie Kräuter die sich bei ausgelaufener Lebensenergie sich automatisch aktiviert oder Tränke (nur einmal im Inventar) die bei Notfällen manuell verwendet werden helfen hier noch etwas aus.

Tip #5: Das Bosco Dorf bietet kostenlose Kräuter nach Verwendung und günstige große Tränke.

Tip #6: In der Nähe des Eingangs vom Tempel sollte immer Speicherpunkt sein.

Platforming und Kämpfe sind gut durchdacht im Design. Die wenigen Frust Momente tauchen auf, wenn die Ausrüstung zu schwach ist und die Gegner dadurch zum einen viel aushalten und zum anderen mächtig austeilen. Es ist wahrscheinlich möglich das Spiel nur mit der Grundausrüstung durchzuspielen. Aber das ist mir doch eine Nummer zu groß. Stattdessen empfehle ich euch immer die aktuell beste Ware in den Händen zu halten.

Wem es nicht schwer genug ist, der kann noch einen Schritt weitergehen und sich den Hard Mode zur Brust nehmen.

Anmerkung bezüglich der Switch Joycons: Die Steuerung auf der Switch mit den Joycons war bei mir nicht gerade optimal. Bei etwas chaotischeren Eingabe Sequenzen kamen die eine oder andere Eingabefehler. Vor allem bei diagonalen Eingaben.

Ein optimales Spiel Erfahrung blieb nach persönlicher Ansicht, also leider aus. Teilweise sogar Haarsträubend, aber das ist ein Sache der Hardware und nicht wirklich Teil des Spiels.

Aggelos

Grafik & Sound

16-Bit Retro ist hier das Thema und Aggelos setzt hier auf klassische Sprites. Trotz der Retro Grafik wurde hier auf Details geachtet. Ratespiele was ein Sprite darstellen sollte fällt hier, also glücklicherweise aus. Es wurde hier also auf die Stärken dieser Grafik Entscheidung geachtet und die schwächen ausgewichen. Übergroße Bosse profitieren durch detaillierte Designs.

Verschiedene Ausrüstungen spiegeln sich beim Charakter wider, welches ein nettes zusätzliches Detail ist. Der Vorteil davon ist ganz klar. Der Fortschritt und Wachstum wird klar sichtbar. Von einfachem Dolch und Kleidung zur mächtigen oder sogar legendären Aggelos Ausrüstung.

Die Musik setzt auf Chiptunes und setzt somit das Retro Feeling akustisch fort. Mit Ausnahme von ein oder zwei unauffälligen Musikstücken, kann sich das der Soundtrack hören lassen.

Thematisch sind die Bereiche musikalisch kategorisiert. D. h. Dörfer, wichtige Bereiche, Tempel, usw. haben ihre feste Musik. Hört sich zwar nur nach einem kleinen Detail an, entpuppt sich aber als ein sehr gutes navigatorisches Werkzeug. Denn durch die Übergänge des Soundtracks lässt den Spieler hören, ob man am richtigen Ort ist.

Aggelos

Fazit

Frust gab es bei Aggelos nur kaum. Meistens in Verbindung mit den stärkeren Gegnern die nicht nur mehr aushalten und austeilen, sondern auch noch zusätzlich komplexere Bewegungsmuster ausführen. Wird sogar eine zu schwache Ausrüstung in dieses Cocktail hinzugefügt… Ein nicht allzu tolles Erlebnis. Außer vielleicht für Hardcore Spieler die es gerne Schwer haben.

Die Entscheidung die beste Ausrüstung als optionale Quest abzustempeln fand ich etwas narrativ enttäuschend.

Aggelos ist zum größten Teil gut durchdacht. Die Levels, Gegner und Fähigkeiten bilden ein gutes Metroidvania das im Gameplay stark punktet. Vor allem, wenn es um die Charakter Fertigkeiten geht.

Nicht alle Spiele geben dem Spieler die Möglichkeit alle Fähigkeiten zu nahezu jederzeit auszuschöpfen. Da meist die Ressourcen fehlen oder nicht leicht genug zu beschaffen sind. Dies ist nicht der Fall bei Aggelos.

Die Spieldauer für den ersten Durchgang auf normalem Schwierigkeitsgrad lag bei mir ca. auf 7 Stunden mit einer Vollständigkeit von 87 %. Weniger erfahrene Spieler im Action Genre können locker mit einer höheren Spieldauer rechnen.

Es sieht gut aus und hört sich gut an. Das Gameplay punktet sehr gut in vielen Bereichen. Nehmen wir das alles mit dem Budget Preis zusammen ergibt sich ein phänomenaler Eindruck.

Anmerkung zur Platform: Aggelos is aktuell auf PC und Switch erhältlich. PS4 und Xbox One sollen noch folgen.

Getestet wurde Aggelos auf Switch von Soul-1. Das Spiel lag uns zum Testzeitpunkt in Version 1.00 vor.

Das Test-Exemplar / der Review-Code für Aggelos wurde uns von PQube Ltd kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!