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Operation Wolf Returns: First Mission VR - Kurztest

Veröffentlicht am 15.11.2023 um 22:49 Uhr

Operation Wolf Returns: First Mission VR ist die neueste Erfahrung des im Jahre 1987 erschienenen Spielhallenklassiker "Operation Wolf Returns: First Mission". Der kultige Rail Shooter wandert nach so langer Zeit auf das PlayStation VR2- und Meta Quest 2-System zurück. Operation Wolf Returns kann mit einem frischen Look überzeugen und ist bis dato einer der besten Rail Shooter für die virtuelle Brillen.

Was ist eigentlich ein "Rail Shooter"?

Ein Rail Shooter ist eine Unterkategorie des Shoot ’em up. Die Kontrollmöglichkeiten werden hierbei auf das Kontrollieren einer virtuellen Waffe beschränkt, da die Spieler:innen keine direkte Kontrolle über den Weg seines Spielcharakters ausüben können. Das Sichtfeld der Spieler:innen wird vom Spiel vorgegeben.


Story:

Vor einigen Monaten ist eine neue Verbrecherorganisation aufgetaucht. Sie handelt nicht nur mit Waffen und Drogen, sondern hat auch eine neue Superwaffe entwickelt. Nachdem sie mehrere Stützpunkte der vom geheimnisvollen General Viper angeführten Organisation entdeckt haben, werden zwei Agenten vor Ort entsandt, um mehr über diese Waffe herauszufinden und die Geiseln zu befreien, die in den umliegenden Lagern festgehalten werden.

Das Spielprinzip ist recht einfach. In Schießbuden-Manier können Spieler:innen auf alles schießen, was sich bewegt und bedrohlich wirkt. Gerade für Menschen, welche Probleme mit Motion Sickness haben, dürften sich mit diesem Titel recht gut anfreunden können. Die Wahrscheinlichkeit an Übelkeit leiden zu müssen ist äußerst gering. Die Kamera ist stets fixiert und als VR-Nutzer schwenkt man mit der Brille ganz einfach umher und hält Ausschau nach Feinden, versperrte Geiseln und Munitionslabeln. Anstrengend sind da höchstens die hoch fliegenden Hubschrauber und die gleichzeitigen Aktionen wie dem Schießen, Nachladen und Ausweichen vor feindlichen Kugeln. Trotz aller Einfachheit gibt es also sehr viel zu beachten.

Wichtig in einem VR-Shooter sind natürlich die einfache Handhabung und die möglichst latenzfreien Eingaben. All dies ist in Operation Wolf Returns für die VR2 (unser Testmuster) und Meta Quest gegeben. Die Eingabetasten reagieren recht schnell und zuverlässig und auch die Nutzung der vielen verschiedenen Waffen macht richtig Laune.
Eine punktgenaue Präzision beim Anvisieren der Gegner ist stets gegeben. Die Waffen werden mit dem linken Analogstick ausgewählt, der Wechsel erfolgt in Sekundenschnelle und zum Nachladen muss die Waffe nur kurz gesenkt werden. Eine Fummelei mit der anderen Hand ist somit nicht notwendig. Auch das Werfen der Granaten ist mit einem simplen Druck auf die L- oder R-1 Taste festgelegt. Für einen präzisen Wurf muss lediglich der Controller bewegt werden, eine punktierte, weiße Linie zeigt die Flugbahn an.
Falls eure Gesundheit durch feindliche Treffer geschwächt wurde, kann diese mit dem gedrückt halten der Quadrattaste wieder aufgefüllt werden. Den Gesundheitsstatus erfragen Spieler:innen, in dem sie auf die virtuelle Armbanduhr blicken. Die Steuerung ist also in jederlei Hinsicht einfach gehalten. Es müssen keine komplizierten Tastenkombinationen einstudiert werden.

Damit den Rail Shooter-Fans da draußen nicht langweilig wird, bieten die Entwickler:innen zusätzlich einen Überlebensmodus an. Darin müssen Spieler:innen gegen immer stärker werdenden Gegnerwellen ankämpfen.

Kleine Info am Rande:
Operation Wolf Returns: First Mission ist nicht nur als ein neues VR-Abenteuer bekannt. Das ursprüngliche Game für den normalen TV erschien bereits Ende September 2023. Seit dem 26. Oktober 2023 dürfen sich VR-Besitzer:innen über dieses actiongeladene VR-Shooter-Abenteuer freuen. Mittlerweile gibt es sogar eine physische Disk-Version. Doch Vorsicht, die Preise sollten immer wieder kontrolliert werden. Aktuell ist die digitale Version günstiger. Zu beachten ist jedoch, dass nur die Disk Version weiterverkauft werden dürfen.

Grafisch bietet das VR-Game einen wunderschönen Comic-Look. Das Leveldesign mag für manche allerdings etwas zu bunt erscheinen, aber genau dieser Grafik-Stil spiegel die Spielhallen-Version wieder.
Soundtechnisch klingen vor allem die Soundeffekte klar und bombastisch zugleich. Die Schusswechsel und Granateinschläge hüllen die Spieler noch weiter in das Geschehen ein. Der Soundtrack wurde passend zum Setting gewählt und unterstützt die feuerreichen Gefechte.

Features:

  • Die Neuinterpretation des Kult-Actionspiels, das 1987 als Arcade-Automat erschien
  • Zusätzliche Sprachausgabe in parodistischer Manier
  • Ein Gameplay, das ganz auf Nonstop-Action ausgerichtet ist
  • Eine actionreiche Kampagne mit vielen verschiedenen Umgebungen und Bosskämpfen
  • Überlebensmodus (Kampf gegen Gegnerwellen)
  • Ein vielfältiges Waffenarsenal (Uzi, Pumpgun, Granatwerfer …)


Fazit:

Operation Wolf Returns: First Mission VR gehört zwar zu den simplen Schießbuden-Games, die es im VR-Bereich bereits zu genüge auf dem Markt gibt, doch kann dieser Shooter im Comic-Look durchaus überzeugen. Allen voran ist die Performance stabil und das Game kommt einem alternativen Spielmodus und einer spannenden Kampagne daher. Einen Koop-Modus wie in der 2D-Version gibt es leider nicht. Die comicartige Inszenierung sieht nicht nur gut aus, sondern erzeugt zusammen mit den Explosionseffekten ein Feuerwerk, welches in VR einfach fantastisch rüberkommt. Die Soundeffekte sind über die Kopfhörer ganz ordentlich und dürften beispielsweise mit den neuen PlayStation Link Produkten (PULSE Explore Wireless-Ohrhörer, PULSE Elite Wireless-Headset) durch die planaren Magnettreibern noch besser klingen. Planare Magnettreiber findet man im Übrigen sonst eher im Profisegment und erzeugen einen sehr gleichmäßigen, präzisen Klang. Der Soundtrack ist passend für den Rail Shooter gewählt und heizt die sonst schon hitzigen Gefechte noch weiter an. Operation Wolf Returns: First Mission VR ist ein gelungenes VR-Upgrade für das ehemalige Schießbuden-Game. Dieser Rail Shooter ist ein Pflichtkauf für VR-Besitzer:innen und Action-Fans mit schnellen Reflexen