Ghost of Yōtei: Most Wanted im Kurztest – Samurai-Action mit Roguelike-Suchtfaktor

Veröffentlicht am 21.10.2026 um 12:45 Uhr

Ghost of Yōtei: Most Wanted im Kurztest – Samurai-Action mit Roguelike-Suchtfaktor
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Ghost of Yōtei: Most Wanted im Kurztest – Samurai-Action mit Roguelike-Suchtfaktor
Ghost of Yōtei: Most Wanted im Kurztest – Samurai-Action mit Roguelike-Suchtfaktor

Mit Most Wanted bekommt Ghost of Yōtei einen neuen Spielmodus, der sich voll und ganz auf eine der größten Stärken des Spiels konzentriert: das hervorragende Kampfsystem. Statt durch die offene Spielwelt zu reisen, Nebenmissionen zu erledigen oder der Geschichte zu folgen, geht es hier direkt zur Sache. Gegner besiegen, neue Fähigkeiten freischalten, stärker werden und die nächste Herausforderung meistern.

Sucker Punch kombiniert die bekannte Samurai-Action mit einem Roguelike-Konzept, bei dem wir verschiedene Kopfgeldaufträge absolvieren. Dabei kämpfen wir uns durch mehrere Gegnerwellen, stellen uns gefährlichen Minibossen und treffen schließlich auf bekannte Mitglieder der Yōtei Six. Mit zunehmendem Fortschritt steigen auch die Herausforderungen. Wer sich bis zum Ende durchkämpft, darf schließlich Lord Saito gegenübertreten.

Neue Fähigkeiten sorgen für Abwechslung

Das Herzstück von Most Wanted ist die Charakterentwicklung während der einzelnen Durchläufe. Nach erfolgreichen Kämpfen erhalten wir neue Fähigkeiten und Verbesserungen, mit denen sich unsere Spielfigur immer weiter verstärken lässt.

Zusätzlicher Schaden, verbesserte Waffen, stärkere Paraden, defensive Boni oder besondere Effekte wie Gift und Blitz eröffnen zahlreiche Möglichkeiten. Besonders interessant wird es, wenn sich mehrere Verbesserungen sinnvoll kombinieren lassen. So entstehen im Laufe eines Durchgangs teilweise ziemlich mächtige Builds, mit denen selbst größere Gegnergruppen ordentlich aufgemischt werden können.

Dabei bleibt das System angenehm übersichtlich. Wir müssen uns nicht erst stundenlang mit komplizierten Mechaniken beschäftigen, sondern können direkt loslegen und verschiedene Kombinationen ausprobieren.

Vier Charaktere und ein alter Bekannter

Für zusätzliche Abwechslung stehen mit Atsu, Oyuki, Nagato und Jin Sakai insgesamt vier spielbare Charaktere zur Verfügung. Sie unterscheiden sich unter anderem durch ihre Waffen, Werkzeuge und Fähigkeiten.

Besonders erfreulich ist die Rückkehr von Jin Sakai, dem Protagonisten aus Ghost of Tsushima. Er bringt seine vier bekannten Kampfhaltungen mit, die sich deutlich vom Waffensystem aus Ghost of Yōtei unterscheiden. Das sorgt für eine willkommene Abwechslung und dürfte insbesondere Fans des Vorgängers freuen.

Allerdings sollte man keine vier komplett unterschiedlichen Kampfsysteme erwarten. Die Charaktere greifen größtenteils auf bekannte Mechaniken zurück, setzen durch ihre Ausrüstung und Fähigkeiten aber unterschiedliche Schwerpunkte.

Faire Progression und jede Menge freischaltbare Inhalte

Ein wichtiger Bestandteil von Most Wanted ist die dauerhafte Charakterentwicklung. Während eines Durchgangs sammeln wir Mon, die anschließend in neue Techniken, Waffenverbesserungen, Charms und weitere Freischaltungen investiert werden können.

Selbst wenn ein Durchlauf scheitert, war die investierte Zeit deshalb selten umsonst. Mit jedem Versuch kommen wir unserem nächsten Upgrade ein Stück näher.

Ich habe inzwischen einige Stunden mit Most Wanted verbracht und hatte durchaus meinen Spaß dabei, Gegner reihenweise zu zerlegen und nach und nach neue Fähigkeiten und Verbesserungen freizuschalten. Besonders positiv finde ich die faire Progression. Es gibt wirklich jede Menge freizuspielen, ohne dass sich der Fortschritt unnötig langwierig oder frustrierend anfühlt.

Genau diese Mischung aus schnellen Kämpfen und regelmäßigen Belohnungen motiviert dazu, immer wieder eine weitere Runde zu starten. Man möchte schließlich noch die nächste Fähigkeit ausprobieren, eine neue Verbesserung kaufen oder einfach sehen, wie weit man mit einem anderen Build kommt.

Frei wählbarer Schwierigkeitsgrad für jeden Spielertyp

Besonders erfreulich ist, dass Most Wanted die bekannten Schwierigkeitsgrade des Hauptspiels übernimmt. Von Locker und Einfach über Mittel und Schwer bis hin zu Tödlich ist für jeden Anspruch etwas dabei. Wer es besonders individuell mag, kann im benutzerdefinierten Modus sogar einzelne Einstellungen wie die Aggressivität der Gegner, das Timing beim Parieren oder den erlittenen Schaden separat anpassen. Auf Tödlich reichen dagegen oft schon ein bis zwei Treffer, um einen Kampf zu entscheiden. Das Beste daran: Sämtliche Belohnungen und Trophäen lassen sich auch auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad freischalten. Niemand wird also gezwungen, sich durch besonders schwere Herausforderungen zu kämpfen, nur um alle Inhalte zu erhalten. So können Einsteiger entspannt Gegner zerlegen, während erfahrene Samurai auf höheren Stufen ordentlich gefordert werden.

Anspruchsvolle Kämpfe, aber wenig echte Überraschungen

Auf höheren Schwierigkeitsgraden kann Most Wanted durchaus fordernd werden. Größere Gegnergruppen, Fernkämpfer und besonders starke Gegner verlangen gutes Timing und einen überlegten Einsatz der verfügbaren Fähigkeiten. Wer unvorsichtig angreift, kann einen erfolgreichen Durchgang schnell wieder verlieren.

Allerdings hat der Modus auch seine Grenzen. Viele Gegner, Bosse und Umgebungen kennen wir bereits aus dem Hauptspiel. Die unterschiedlichen Fähigkeiten sorgen zwar für spielerische Abwechslung, verändern aber nicht grundlegend den Ablauf der einzelnen Kämpfe.

Nach mehreren Stunden können sich die Durchgänge deshalb etwas wiederholen. Wer ein besonders umfangreiches Roguelike mit ständig neuen Überraschungen erwartet, dürfte auf Dauer etwas mehr Vielfalt vermissen.

Most Wanted möchte aber auch gar kein vollständig eigenständiges Spiel sein. Vielmehr bietet der Modus eine unkomplizierte Möglichkeit, das Kampfsystem von Ghost of Yōtei ohne größere Ablenkungen zu genießen.

Fazit – Perfekt für schnelle Samurai-Action zwischendurch

Most Wanted ist eine gelungene Ergänzung zu Ghost of Yōtei und genau das Richtige für alle, die vom hervorragenden Kampfsystem einfach nicht genug bekommen können. Die Kombination aus schnellen Gefechten, wechselnden Fähigkeiten und dauerhaften Verbesserungen funktioniert gut und sorgt für einen motivierenden Spielfluss.

Ich hatte in meinen bisherigen Spielstunden jedenfalls viel Spaß damit, mich durch Gegnerhorden zu kämpfen, neue Builds auszuprobieren und immer weitere Upgrades freizuschalten. Besonders die faire Progression und die große Menge an freispielbaren Inhalten gefallen mir. Es gibt regelmäßig etwas Neues zu entdecken oder zu verbessern, sodass auch kürzere Spielsitzungen belohnt werden. Ein weiterer Pluspunkt ist der frei wählbare Schwierigkeitsgrad, der sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Spielern gerecht wird, ohne Belohnungen oder Trophäen an besonders schwere Herausforderungen zu knüpfen.

Etwas mehr Abwechslung bei den Gegnern und Schauplätzen hätte dem Modus sicherlich gutgetan. Auch die einzelnen Durchläufe könnten sich stärker voneinander unterscheiden. Das ändert aber wenig daran, dass Most Wanted seinen eigentlichen Zweck sehr gut erfüllt.

Wer einfach nur schnell ein paar Runden kämpfen, Gegner zerlegen und dabei seinen Charakter verbessern möchte, ist hier genau richtig. Dafür muss man weder viel Zeit einplanen noch sich großartig mit neuen Spielmechaniken beschäftigen. Einfach starten, kämpfen und Spaß haben.

Most Wanted erfindet Ghost of Yōtei nicht neu, liefert aber einen unterhaltsamen Grund, auch nach dem Ende der Hauptgeschichte immer wieder zum Katana zu greifen.

Hier findet ihr unseren ausführlichen Test des Spiels: