Review

Awesome Pea 2

Veröffentlicht am 03.06.2020 von Tobias Creter

Awesome Pea 2

Die hüpfende kleine Erbse ist wieder da!

Mit Awesome Pea 2 schickt der Indieentwickler PigeonDev erneut die Awesome Pea (geniale Erbse) durch 25 Levels im Old-School Gameboy Look. Wie auch der Vorgänger ist Avesome Pea 2 ein klassischer Platformer, der komplett monochrom in grün gehalten wurde, um damit an den ersten Gameboy zu erinnern. Für Teil 2 verspricht der Entwickler mehr tödliche Fallen und sammelbare Münzen in gefährlichen Dungeon. In diesem Test erfahrt ihr, ob das Spiel auch heute noch zeitgemäß ist und ob sich der Kauf lohnt.

Awesome Pea 2

Zu große Gier führt oft in den Tod

Greedy Pea, die gierige Erbse ist zurück und möchte auf dem Weg durch die 25 neuen Levels möglichst viele Goldmünzen sammeln. Das war es im Prinzip auch schon zur Handlung aber mehr braucht ein Oldschool-Platformer ja auch eigentlich nicht. Nach einem kurzen Einführungslevel kommt ihr auch direkt auf die Karte zur Levelauswahl, wo weitere 24 Levels auf euch warten. Aber die müsst ihr natürlich immer erst durch den Abschluss des vorherigen Levels freischalten. Einmal geschaffte Levels können jederzeit erneut gespielt werden, um fehlende Münzen zu sammeln oder die eigene Bestzeit zu schlagen.

Awesome Pea 2

Gameplay & Steuerung

In Awesome Pea 2 sind die insgesamt 25 Levels relativ linear aufgebaut und bieten leider auch etwas wenig Abwechslung. Klar, es gibt unterschiedliche Fallen, Gegnertypen und Hindernisse aber nach ein paar Levels wiederholt sich das schon Gesehene einfach etwas zu oft. Ziel ist es immer einfach nur den Ausgang zu erreichen und wenn man möchte, kann man unterwegs fleißig Münzen sammeln. Viele davon sammelt man aber eigentlich automatisch ein, da sie sowieso auf dem Weg liegen, denn wie schon gesagt, es gibt wenig Abzweigungen oder alternative Routen.

Die Steuerung von Awesome Pea 2 ist schnell erklärt: Greedy Pea lässt sich nach links und rechts bewegen und er kann springen. Außerdem beherrscht er einen Doppelsprung und kann sich durch manche Böden nach unten durchfallen lassen. Klingt einfach? Im Prinzip ist es das auch aber es kommt eben sehr stark auf das richtige Timing an, denn die Feine und Hindernisse erfordern schon einiges an Geschick und Übung, insbesondere wenn man sich zum Ziel gesetzt hat alle Goldmünzen zu sammeln. Eine Kollision mit irgendeinem gefährlichen Objekt bedeutet den sicheren Tod und führt euch sofort zurück zum Anfang des Levels. Checkpoints gibt es leider nicht und so kann eine schwere Passage durchaus frustrierend werden.

Awesome Pea 2

Grafik & Sound

Der Grafikstil von Awesome Pea 2 ist ja ganz bewusst sehr reduziert gewählt und bringt auch das Gameboy-Feeling von früher gut rüber. Der Röhrenmonitor-Effekt lässt sich übrigens auch abschalten, ich empfand das nach kurzer Zeit als angenehmer für die Augen, auch wenn dadurch natürlich etwas von der Retrooptik verloren geht. Die Animationen sind zwar sehr simpel aber passen zum Spiel. Auch der Soundtrack erinnert stark an die monotonen MIDI-Klänge der frühen 90er. Nur was früher normal war, empfand ich in der heutigen Zeit leider relativ schnell als störend und nervig. Das mag aber Geschmackssache sein. Schade fand ich nur, dass man die Musik nicht getrennt von den Soundeffekten einstellen kann. Also entweder beides an oder die totale Stille. Die wenigen Bildschirmtexte sind in vielen Sprachen verfügbar.

Awesome Pea 2

Pro

  • coole Gameboy Retro-Grafik
  • solider Old-School Platformer

Contra

  • etwas nerviger Soundtrack
  • einige frustrierende Stellen (Trial & Error)
  • keine Checkpoints
  • kurze Spieldauer

Fazit

Im Test stellte sich Awesome Pea 2 als solider hardcore Platformer heraus, der sich mit seinem monochrom grünen Gameboy Grafikstil von anderen Genrevertretern abhebt. Leider bietet die sehr kurze Kampagne mit 25 Levels nur wenig Abwechslung und noch weniger Wiederspielwert. Hier wurde Potential verschenkt, denn grundsätzlich ist Awesome Pea 2 ein spaßiges Oldschool Jump & Run und hätte durch ein wenig mehr unterschiedliche Gameplayelemente, wie zum Beispiel Spezialfähigkeiten oder versteckte Geheimnisse ein richtig gutes Spiel sein können. Doch leider beherrscht Greedy Pea nur einen Doppelsprung und das war auf Dauer etwas eintönig. Zudem dürfte der hohe Schwierigkeitsgrad Gelegenheitsspieler eher abschrecken. Es gibt keine Checkpoints und der kleinste Fehler bedeutet einen Neustart. Einige Stellen sind daher etwas frustrierend, da sie zu sehr auf Trial & Error basieren. Wer den ersten Teil mochte, der kann auch hier bedenkenlos zuschlagen, denn im Prinzip bekommt ihr hier einfach nur 25 neue Levels. Für den günstigen Preis ist das ok, schade nur, dass nicht auch ein paar echte Neuerungen in die Fortsetzung kamen.

Getestet wurde Awesome Pea 2 auf PS4 von Tobias Creter. Das Spiel lag uns zum Testzeitpunkt in Version 1.0 vor.

Das Test-Exemplar / der Review-Code für Awesome Pea 2 wurde uns von Sometimes You kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!