Darts VR 2: BullsEye · Test
Veröffentlicht am 09.04.2026 von Andreas Erber
Intro
Mit Darts VR 2: Bullseye erwartet euch eine VR-Umsetzung eines klassischen Kneipensports, die auf den ersten Blick simpel wirkt, aber schnell deutlich mehr Tiefe entfaltet, als man vermuten würde. Statt eines reinen Party-Games bekommt ihr hier eine Mischung aus realistischer Simulation und unterhaltsamen Arcade-Elementen. Gerade in der virtuellen Realität zeigt sich schnell, wie anspruchsvoll Dart wirklich sein kann, wenn jede kleine Bewegung eurer Hand direkten Einfluss auf die Flugbahn hat. Die große Stärke des Spiels liegt dabei in seiner Zugänglichkeit, gepaart mit einem erstaunlich hohen Skill-Ceiling, das euch langfristig motivieren kann.
Hinter dem Spiel steht das VR-orientierte Entwicklerstudio Gamitronics Studio, das sich bereits mit interaktiven Virtual-Reality-Erfahrungen einen Namen gemacht hat. Mit Darts VR 2: Bullseye verfolgt das Team klar das Ziel, ein möglichst authentisches, aber gleichzeitig unterhaltsames Darts-Erlebnis zu schaffen. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf realistischer Physik, sondern auch auf kompetitiven Elementen wie Ranglisten, Turnieren und Online-Duellen.
Man merkt dem Spiel an, dass hier nicht einfach nur ein kurzer Zeitvertreib entstehen sollte, sondern ein Titel, der sich sowohl für schnelle Sessions als auch für ernsthafte Wettkämpfe eignet.
Kurze inhaltliche Einleitung
Eine klassische Story sucht ihr hier vergeblich, was bei einem Sportspiel aber auch kaum überrascht. Stattdessen konzentriert sich Darts VR 2: Bullseye vollständig auf seine Spielmodi und die daraus entstehenden Erlebnisse.
Ihr tretet in bekannten Varianten wie „501“ oder „Around the World“ an, verbessert eure Fähigkeiten und messt euch entweder mit der KI oder mit anderen Spieler:innen online. Der Fokus liegt klar auf Wettbewerb und persönlicher Verbesserung.
Für etwas Abwechslung sorgen kreativere Modi wie ein Zombie-Modus, in dem ihr nicht auf Punkte, sondern auf Ziele und Gegner werft. Das bringt eine angenehm lockere Arcade-Note ins Spiel und sorgt dafür, dass sich das Gesamtpaket nicht zu trocken anfühlt.
Gameplay & Steuerung
Das Gameplay ist das absolute Herzstück und gleichzeitig die größte Stärke des Spiels. Geworfen wird mit den PS VR2 Sense Controllern, und das fühlt sich erstaunlich natürlich an. Ihr nehmt den Dart virtuell in die Hand, visiert euer Ziel an und lasst im richtigen Moment los. Genau dieser Moment entscheidet über Erfolg oder Misserfolg.
Die Physik spielt dabei eine zentrale Rolle. Winkel, Geschwindigkeit und Timing greifen perfekt ineinander, sodass sich jeder Wurf nachvollziehbar anfühlt. Gerade zu Beginn werdet ihr einige Fehlwürfe erleben, doch genau daraus entsteht der Reiz. Mit jeder Runde werdet ihr besser, entwickelt ein Gefühl für die Bewegungen und trefft immer präziser.
Neben klassischen Darts-Regeln bietet das Spiel auch moderne Features wie Online-Multiplayer, Turniere, Ranglisten und verschiedene Fun-Modi. Diese Mischung sorgt dafür, dass sowohl Gelegenheitsspieler:innen als auch ambitionierte Spieler:innen langfristig beschäftigt werden.
Motion Sickness?
Ein großer Pluspunkt ist die sehr hohe VR-Verträglichkeit. Da ihr euch im Spiel kaum fortbewegt und statisch vor der Dartscheibe steht, bleibt das Erlebnis angenehm ruhig. Die Bewegungen beschränken sich auf eure Arme, wodurch typische VR-Probleme wie Schwindel oder Übelkeit kaum auftreten.
Selbst intensivere Modi verändern daran nur wenig. Insgesamt gehört Darts VR 2: Bullseye zu den Titeln, die sich auch für VR-Neulinge gut eignen.
Grafik & Sound
Grafisch setzt das Spiel auf klare, funktionale Umgebungen, die ihren Zweck hervorragend erfüllen. Die Dartscheiben sind gut lesbar, die Umgebungen übersichtlich gestaltet und die Effekte bewusst zurückhaltend eingesetzt, um die Konzentration nicht zu stören.
Je nach Modus verändert sich die Präsentation leicht. Während klassische Matches eher nüchtern und realistisch wirken, bringen Arcade-Varianten deutlich mehr Farbe und Dynamik ins Spiel.
Akustisch liefert das Spiel eine solide Leistung ab. Jeder Treffer wird mit einem satten Soundfeedback belohnt, was das Treffergefühl zusätzlich verstärkt. Unterstützt wird das Ganze durch räumliches 3D-Audio, das die Immersion angenehm abrundet.
Fazit
Darts VR 2: Bullseye ist ein Paradebeispiel dafür, wie gut einfache Spielideen in der virtuellen Realität funktionieren können. Was auf dem Papier unspektakulär wirkt, entpuppt sich in der Praxis als motivierendes und erstaunlich tiefgehendes Spielerlebnis.
Vor allem das realistische Wurfgefühl sorgt dafür, dass ihr immer wieder eine Runde starten wollt, um euch weiter zu verbessern. Gleichzeitig lockern die zusätzlichen Modi das Geschehen auf und verhindern, dass das Spiel zu eintönig wird.
Wer eine große Story oder cineastische Inszenierung erwartet, wird hier nicht fündig. Wer aber Lust auf ein präzises, zugängliches und langfristig motivierendes VR-Spiel hat, bekommt hier ein rundes Gesamtpaket, das genau das liefert, was es verspricht.
Pro
- sehr realistisches und befriedigendes Wurfgefühl
- intuitive und präzise Steuerung
- viele Spielmodi inklusive Multiplayer
- kaum Motion Sickness und somit ideal für VR-Einsteiger:innen
Contra
- Präsentation ist eher zweckmäßig
- Langzeitmotivation ist abhängig vom eigenen Ehrgeiz
- Zusatzmodi wirken teilweise weniger ausgearbeitet
- zusammengefasst bietet das Game einfach zu wenig für eine klare Kaufempfehlung
- zu wenig verschiedene Kulissen und alternative Umgebungen
Wertung
7.0Gut
Kaufempfehlung
30%Nicht für Jeden geeignet
Getestet wurde Darts VR 2: BullsEye auf PS5 von Andreas Erber. Das Spiel lag uns zum Zeitpunkt von unserem Test in Version1.000.004 vor. Das Test Exemplar / der Review Code für Darts VR 2: BullsEye wurde uns von PressEngine kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!







































