Review

GreedFall: The Dying World · Test

Veröffentlicht am 04.05.2026 von Soul-1

Titelbild von GreedFall: The Dying World (PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S)

Der Nachfolger zu Spiders größtem Erfolg

Das französische Studio Spiders ist für einige vielleicht ein etwas skurriler Name, doch immer wieder findet man deren Spiele bei den Händlern auf dem Regal. Darunter The Technomancer, Steelrising und der erfolgreichste Titel GreedFall.
The Technomancer liegt bei mir zwar noch versiegelt rum, aber Bound by Flame war mein erstes richtiges Aufeinandertreffen mit dem Entwicklerstudio von Anfang bis zum Ende des Abenteuers. Letztendlich kam der Eindruck, dass das Gameplay die größte Schwäche war und im Gegenzug ist die Story viel besser ausgefallen.
GreedFall war eine große Überraschung und hat bei vielen Anklang gefunden. Doch GreedFall: The Dying World geht beim Kampf wieder in eine andere Richtung. Außerdem ist es kein Sequel, sondern ein Prequel. Vielleicht liegt da ein besonderer Gedanke hinter dieser Entscheidung?
Schafft es sich dem Erfolg vom Vorgänger anzuschließen oder hat es Schwierigkeiten, sich in dieser neuen Form durchzusetzen?

GreedFall 2 oder nicht?
Auf der offiziellen Seite und bei Spiders wird es GreedFall 2 genannt. Allerdings wurde anscheinend bei der endgültigen Veröffentlichung auf die “2” verzichtet.
Als Besitzer von Spiders und deren IPs hat Nacon das letzte Wort und anscheinend hat man sich gegen die Sequel-Bezeichnung entschieden.


Der Schwanengesang von Spiders? Schicksalstag 29. April 2026
Wie bereits im Februar bekannt war, ist der Publisher Nacon in die Insolvenz gegangen und hat händeringend versucht, einen Käufer für den Entwickler Spiders zu finden.
Leider wurde bis zum 29. April kein Käufer gefunden und deshalb für immer geschlossen wurde. Der kommende DLC mit der exklusiven Quest wird am 14. Mai noch über Nacon veröffentlicht und damit endet leider wohl die Geschichte vom Entwicklerstudio Spiders.

Das 2008 gegründete Studio war ursprünglich ein sehr effektives Studio mit ca. 30 Mitarbeitern, ein Spiel nach dem anderen entwickelt. Nebenbei haben sie am Anfang die Portierungsarbeiten für Sherlock Holmes Vs. Jack the Ripper (XB360) und The Testament of Sherlock Holmes (PS3, XB360) für den Publisher Focus Interactive übernommen. Diese Kooperation blieb auch bei den hauseigenen Spielen erhalten, bis hin zu GreedFall.
Nach dem Erfolg von GreedFall wurde Spiders von Nacon gekauft (Preis ist nicht bekannt) und wuchs dann auf über 90 Mitarbeiter an, die in zwei Teams aufgeteilt wurden. Unter Nacon erschienen letzten endes Steelrising und GreedFall: The Dying World.
Das Ende von Spiders bedeutet nicht unbedingt das Ende von GreedFall heißen. Allerdings ist die Zukunft ungewiss, da das Schicksal in den Händen von Nacon bzw. beim eventuellen Käufer liegt.

Ein anderes Kampfsystem
Die Änderung ist so stark, dass dies gleich am Anfang angesprochen werden muss. Anstatt dem mehr Action lastigen Kampfsystem vom Vorgänger wurde auf ein “Star Wars: Knights of the Old Republic” System umgestellt mit Anpassungsmöglichkeiten. Es gibt also kein aktives Ausweichen und Parieren mehr.

Allerdings gibt es auch Einstellungen, die Cheats ähnlich sind. Es ist tatsächlich möglich, Unverwundbarkeit einzuschalten und das ohne "Zeitersparnis" DLC.
Wer also das Kampfsystem vom ersten Teil gut fand, der wird sich hier auf etwas Neues einstellen müssen.

Screenshot von GreedFall: The Dying World

Teer Fradee, Seuche und Kidnapping

Die Geschichte fängt damit an, dass der Hauptcharakter/in ein Einwohner von Teer Fradee ist, also das Gegenteil vom ersten Teil, der gerade das Alter erreicht, das zum Erwachsen werden Ritual zu initiieren.

Die Insel befindet sich inmitten einer Ankunft von fremden Ländern, die einige Probleme mit sich bringen. Aktuell ist bekannt, dass sich außerhalb der Insel eine gefährliche Seuche sich verbreitet. Haben die Fremden vielleicht diese mitgebracht?

Abgesehen davon gibt es typische Problematiken wie z.B. der Einsatz von fremder Technologie, Abbau von Ressourcen und schwindendes Wild.

Bevor es zum Ritual kommt, müssen der Hauptcharakter, seine Freunde Nilan und Sheda Lösungen zu diesen Themen finden. Doch dies ist nur der Prolog.

Das eigentliche Abenteuer fängt damit an, dass der Hauptcharakter und seine Freunde entführt werden. Es ist unbekannt weswegen, jedoch wurden an ihnen anscheinend medizinische Versuche während der Seefahrt durchgeführt.
Am Zielort angekommen werden die Helden gerettet und wie es der Zufall will, findet sich ein Team mit dem Ziel die Teer Fradee einheimischen nach Hause zu bringen. Jedoch entpuppt sich dieses Abenteuer mehr als nur eine einfache Reise nach Hause. Sie ist gefüllt mit Herausforderungen und Intrigen.

Screenshot von GreedFall: The Dying World

Weite Welt und ausgebaute Charaktere
Wie immer zeigt sich die Stärke des Entwicklers Spiders in der Geschichte, den Charakteren und dem Aufbau der Weltgeschichte. Es gibt zwar vielleicht ein oder zwei Stellen, wo die Augen sich verdrehen, aber das hält sich zum Glück in Grenzen.
Für Spieler, die in diesen Teil einsteigen, gibt es am Anfang gleich einen Crashkurs mit einem Freund des Hauptcharakters. Die Fraktionen und der Zustand der Welt wird einem gleich verdeutlicht. Teer Fradee war sozusagen glücklicherweise außerhalb der Sprengzone, doch durch das Entdecken wurde die Idylle auf eine Weise auseinandergerissen. Auf eine gewisse weise versteht man, warum man einige bewohnte Insel in Ruhe lässt und den Kontakt nicht aufnimmt.

Weiterhin wird eine komplizierte Welt dargestellt, bei der die Fraktionen im Konflikt sind und gleichzeitig auch noch Konflikte innerhalb der Fraktionen, beispielsweise durch Ideologien. Es wurde darauf geachtet, dass die Akteure alle ihre eigenen Beweggründe haben. Sie agieren also oft nicht nur, um einfach Böse zu sein.

Beim Hauptcharakter ist man einigermaßen bereits gebunden an existierenden Moral und Werte und bietet keine extreme Entscheidungen. Vielleicht ist es der Nachteil eines Prequels, denn die Zukunft ist ja mit dem Vorgänger bereits in Stein gemeißelt.

Screenshot von GreedFall: The Dying World

Charakter Missionen
Alle in der Gruppe haben ihre eigenen besonderen Nebenmissionen, die in drei Phasen erledigt werden. Gefühlt sind diese wie Hauptmissionen, bei denen es darum geht, die persönlichen Umstände der einzelnen Charaktere zu erfahren.
Eine brillante Idee, ihnen mehr Rampenlicht zu schenken und gleichzeitig hochwertigen Inhalt zu bieten. Allerdings hat es einen Nachteil. Nach dem Annehmen einer Charakter Mission bleibt dieser eine Pflicht-Einheit bis die jeweilige Phase abgeschlossen ist.

Man muss also beim Fortschreiten der Kampagne darauf achten, nicht inmitten einer Mission zu sein. Es sei denn man möchte sowieso den Charakter im Team haben.

Die unterschiedlichen Regionen
Innerhalb der Kampagne reist man neben Teer Fradee zu Uxantis, Peren und Olima. Also drei Regionen die auf der Weltkarte relativ weit voneinander entfernt sind, mit unterschiedlicher, aber trotzdem ähnlicher Atmosphäre. Die größte Diskrepanz liegt natürlich zwischen Teer Fradee und den drei anderen. Man findet sich also über das Spiel in einer westlich gesinnten Kultur. Wer also auf etwas asiatisches hofft, dem muss ich gleich enttäuschen.

Trotzdem bekommt man noch einiges an Abwechslung.

Zwischenfazit Story

Wie erwartet, zeigt sich die Story als besonders robust mit Detailverliebtheit. Es ist zwar nicht so “gigantisch” wie z.B. Mass Effect, aber das muss es auch nicht. Der kleine Maßstab wird durch Details ausgeglichen und bietet dadurch immer noch ein unterhaltsames Abenteuer.
Die Anzahl der Nebenmissionen hält sich zwar in Grenzen, jedoch in Kombination mit den Charakter Missionen merkt man, dass man hier für Qualität statt Quantität entschieden hat.
Durch die verschiedenen Entscheidungen bietet es anscheinend einiges an Wiederspielbarkeit.
Mit der Welt von GreedFall hat sich Spiders ein sehr gutes Fundament aufgebaut, das hoffentlich in Zukunft noch weitergeführt wird.

Screenshot von GreedFall: The Dying World

Gameplay & Steuerung

Das Kern-Gameplay ist relativ schlicht gehalten. Man bewegt sich durch die Welt, geht zum nächsten Ziel und sammelt Gegenstände ein. Auch der Kern unterscheidet sich stark von asiatischen RPGs und richtet sich eher an westliche Klassikern wie KOTOR oder Dragon Age mit Entscheidungsmöglichkeiten.
Doch durch den Zusatz von RPG Elementen werden Einschränkungen eingeleitet, mit diesen Begrenzungen entstehen Momente, in denen Entscheidungen getroffen werden müssen, die sich nach dem Können und teilweise der Zusammensetzung der Crew richten.
Eine Neuausrichtung der Fähigkeiten gibt es als ein Gegenstand, aber das ist wohl eher dazu da, sich neu zu orientieren, nachdem man später neue Fähigkeiten bekommt.


Beim Kampfsystem sieht es da schon ein wenig anders aus. Eines vorab, ich kenne mich nicht wirklich mit Dragon Age oder KOTOR aus, doch deren Kampfsysteme waren wenigstens noch einigermaßen einfach zu verstehen. Bei diesem Teil ist es so als würde man KOTOR und typische MMORPG/MOBA Elemente verbinden, d.h. Neben den taktischen Eingaben kommt auch noch Timing und Reichweite hinzu.
Die Steuerung ist mehrfach belegt, weshalb es am Anfang zu Verwirrung kommen könnte.

Screenshot von GreedFall: The Dying World

Abenteuer und RPG Elemente
Es handelt sich hier zwar um ein quasi Open World, aber im Grunde genommen geht es darum, von einer Mission zur nächsten zu gehen. Der Punkt liegt darin, wie man diese erledigt. Je nach Charakteraufbau ist es möglich sich reinzuschleichen, diplomatisch vorzugehen oder einfach auf rohe Gewalt zu setzen. Letzteres ist wohl die einfachste Option, ob es eine gute ist, sei mal dahingestellt.
Bei diesen Entscheidungen hat der Hauptcharakter exklusive unterschiedliche Fähigkeiten wie z.B. Diplomatie, Survival, usw.
Survival ermöglicht beispielsweise das Anziehen von Kostümen, während Diplomatie je nach Skillstufe eine gewisse Prozent an Chance hat, jemanden erfolgreich zu überreden. Spieler, die keine Freunde von RNG sind, werden sich vielleicht nicht so darüber freuen. Nach eigener Erfahrung war bei Diplomatie mit einer 65% Chance die Erfolgsrate relativ hoch.

Dann gibt es auch noch Mechanik und anderes, die z.B. sich auf das Crafting auswirken. Man merkt jedenfalls, dass es sich nicht um ein Spiel handelt, das mehrere Durchgänge mit verschiedenen Methoden bietet.
Allerdings muss ich hier zugeben, dass das hier mit den vielen Elementen vielleicht etwas zu übertrieben hat und für einige den “Eurojank” ins Gedächtnis rufen.
Das Sammeln von Material hat zwar seinen Sinn, aber je nachdem wie man spielt, könnte das Ganze eine komplette Nebensächlichkeit werden.
Apropos Aufsammeln, leider hat das Spiel einen “Detektiv Modus” das ungefähr mit Batman Arkham Asylum angefangen hat. D.h. der Bildschirm verwandelt sich in einen Grauton, der Charakter bewegt langsamer und die aufsammelbaren Objekten bekommen einen goldenen Glanz. Eine interessante Idee, aber leider bringt es das Spieltempo extrem runter.
Weiterhin gibt es einige Momente bei den Missionen wo, meiner Meinung nach, die Abenteuer Skills zu oft integriert wird. Beispielsweise kann man mit Survival Fährten lesen. Beim Fehlschlag bleibt als einzige alternative im markierten Radius der Missionsanzeige auf dem Radar durchzukämmen. Zwar ist die fährte einigermaßen auch ohne den Skill Lösung schaffbar, doch eine alternative wäre hier vielleicht nicht schlecht gewesen.

Screenshot von GreedFall: The Dying World

Einstellungsmöglichkeiten beim Kampfsystem
Wie am Anfang bereits erwähnt, lassen sich die Kämpfe zwar nicht überspringen, aber dafür gibt es Einstellungen, die es entweder erschweren oder erleichtern. Die Einstellung für Unverwundbarkeit ist beispielsweise nur für direkten Schaden. Statusänderungen wie Bluten oder Gift haben trotzdem ihre Wirkung. Weiterhin lässt sich der erhaltene Schaden und der ausgeteilte Schaden ändern.
Es sollte also möglich sein, alle Kämpfe in einen Spaziergang umzuwandeln.

Kampfsystem Auswahl
Da das Spiel für lange Zeit in Early Access war hat man sich wohl Entschieden dem Spieler drei generelle Kampfsystem Einstellungen zu bieten. Taktisch, Semi-Taktisch und Solo mit hoher automatisierung.

Screenshot von GreedFall: The Dying World

Das Kampfsystem

Die gute Nachricht ist, dass es sich hier um ein geschlossenes Ökosystem handelt, d.h. Man braucht keine extra Gegenstände, um Ressourcen zu erholen. Eigentlich ist es sogar sehr einfach gestaltet, denn alle Charaktere haben sozusagen nur AP, also Fähigkeitenpunkte und Cooldown. Normale Angriffe laden die Anzeige auf und wenn sie voll ist, erholt sich ein Punkt. Im klassischen Sinn ist es ähnlich wie bei Kampfspielen mit den Spezial Anzeigen.
Wie erwähnt ist das Kampfsystem taktischer gestaltet und hat sogar einen Pausen-Modus wie bei KOTOR, in der man beispielsweise die folgenden Aktionen aufstapeln kann. Es wird also sehr viel Kontrolle geboten und man kann es sogar als Mikromanagement bezeichnen.

Im Gegensatz zu KOTOR gibt es aber noch Echtzeit- Elemente wie z.B. das Ausweichen von Reichweite-Angriffe die markierte Stellen anzeigen. Weiterhin gibt es auch noch Angriffe, die den Charakter auf den Boden schleudern. Das führt wiederum Timing als Element ein, denn ein gut gezielter Angriff könnte beispielsweise einen menschlichen Gegner daran hindern, einen starken langsamen Angriff auszuführen.

Zwischenfazit Kampfsystem

Ehrlich gesagt bin ich kein Freund vom Kampfsystem. Während sowas wie KOTOR noch einigermaßen einfach und übersichtlich war, geht dieses System vielleicht ein wenig zu sehr in Richtung volle Kontrolle mit Komplexität. Ich kann mir gut vorstellen, dass vor allem Fans des Vorgängers einen leichten Schleudertrauma bekommen, da es sozusagen das absolute Gegenteil ist.
Allerdings bietet die tiefere Kontrolle den Spieler das Kampffeld im Sekundentakt zu beherrschen. Es hat also alles seine Vor- und Nachteile, wobei dieses System mehr in Richtung Nische geht.
Bei der standard Einstellung fand ich die Kämpfe ein wenig zu lang, doch das lässt sich glücklicherweise ändern. Mit erhöhten Schaden auf beiden Seiten ist es beispielsweise möglich das zu beschleunigen ohne zu viel an der Balance zu bewegen.

Zwischenfazit Gameplay

Ich bin kein Spieler der klassischen RPGs wie Baldur’s Gate, Icewind Dale, etc. aber ich weiß das es ein besonderes Genre ist, das seltener bei neuen Spielen zu sehen ist. GreedFall: The Dying World geht genau in diese Richtung mit einer Brise von Spiders Feingefühl.
Man kann sich darüber streiten, ich finde, es ist eher im Mittelmaß und wird nicht so anfängerfreundlich bzw. So leicht ergreifend sein wie der Vorgänger. Ich schätze mal, es ist einfach ein Fall gewesen, bei dem die Entwickler ihrer Berufung nachgegangen sind und das kann ich nur respektieren.
Es ist nicht möglich, komplett pazifistisch durchs Spiel zu gehen, aber Kämpfe liefern im Vergleich zu den Missionen relativ wenig Erfahrungspunkte. Es gab aber die eine oder andere Stelle bei dem es zwei Skillchecks bzw. Item und gefolgt von einem Skillcheck und das hat mir nicht wirklich gefallen.
Abgesehen davon erschien mir alles als relativ gut. Durch die individuellen Einstellungen vom Kampfsystem kann es quasi zu einem Abenteuerspiel umgewandelt werden. Es entfällt halt leider trotzdem ein Spaßfaktor für alle, die das Kampfsystem vom Vorgänger geliebt haben.

Screenshot von GreedFall: The Dying World

Grafik & Sound

Optisch lässt sich eigentlich nichts kritisieren. Neben den verschiedenen größeren Regionen mit kleinen Dörfern gibt es auch noch größere Städte wie Olima und Peren. Es wurde nicht gekleckert. Das Design wurde vom Vorgänger behalten und man erlebt expandierende und industrialisierende Bewegungen in einer Zeit vor den Dampfmaschinen mit einem im Schatten stehenden Kern an Fantasy.
Bei Musik und Sounddesign gibt es nichts Auffälliges zu berichten, d.h. Sie haben dort ebenfalls gute Arbeit geleistet. Ein besonderes Lob bekommen sie bei der Sprachausgabe. Es gibt überdurchschnittlich viele Gespräche, die alle vertont sind und die (englischen) Sprecher zeigen eine gute Leistung, die die Details der Charaktere hervorhebt.

Screenshot von GreedFall: The Dying World

Fazit

GreedFall: The Dying World ist ein Spiel, das für den einen oder anderen ein besonderes Erlebnis werden kann. Wer eine gute Story und eine unterhaltsame Welt erwartet, der wird hier höchstwahrscheinlich fündig. Beim Gameplay wird es wohl eher das Interesse von klassischen RPGs und Dragon Age zu sich ziehen. Im Notfall lassen sich glücklicherweise die Kämpfe stark erleichtern, da man den Schaden in beide Richtungen skalieren und sogar direkte Angriffe des Gegners auf null setzen kann. Im vergleich zu Bound by Flame ist es um längen besser.
Für viele wird wohl der Spaß daran liegen, die Welt und ihre Charaktere zu erkunden und zu erleben. Nebenbei kann man dabei Material einsammeln und versteckte Kisten öffnen. Es lohnt sich also, auf Entdeckungsreise zu gehen.
Das Spiel liegt preislich angemessen bei 59,99€ bzw. 69,99€ als Deluxe Edition und bietet einiges an Inhalt. Es wird also kein kurzes Abenteuer.
Spiders Studio Fans werden sicherlich mit diesem Spiel eine interessante Zeit haben. Fans von klassischen RPGs sollten einen Blick auf dieses Spiel werfen.

Insgesamt ist GreedFall: The Dying World kein absolutes Muss, aber trotzdem noch ein überdurchschnittliches Spiel auf seine eigene Art, das vor allem für Feinschmecker von weniger bekannten Titeln interessant sein kann.

Pro

  • Guter Story Aufbau
  • Ausgebaute Charaktere mit Sondermissionen
  • Relativ große Welt mit achtsamen Design
  • Fast jederzeit zugänglicher Schnelltransport
  • Großzügige Einstellungen für Kämpfe
  • Mikromanagement ist im Kampf durch Pausensystem möglich
  • Teilweise alternative Lösungsansätze

Contra

  • Kampfsystem ist komplett anders als der Vorgänger
  • Könnte bei Fans vom Vorgänger ein großes Contra sein
  • Teilweise gestaffelte Hindernisse bei alternativen Lösungen
  • Steuerung ist doppelt belegt

Wertung

Testergebnis:75%

7.5Gut

Kaufempfehlung

75% Kaufempfehlung

75%Empfehlenswert

Getestet wurde GreedFall: The Dying World auf PS5 von Soul-1. Das Test Exemplar / der Review Code für GreedFall: The Dying World wurde uns von MSM.digital kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!