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Yakuza: Like a Dragon

Veröffentlicht am 18.11.2020 von Soul-1

Yakuza: Like a Dragon (PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series) Test / Review

Willkommen im neuen Kapitel von Yakuza

Yakuza ist vielleicht eines der am härtesten erkämpften Serien von Fans. Die Geschichte von Kazuma Kiryu mag zwar zu Ende sein, aber die Welt von Yakuza geht weiter und diesmal mit einem neuen Protagonisten.

Viele Veteranen sahen den Umstieg auf RPG rundenbasierten Kampfsystem als eine zu große Änderung, aber entgegen vieler Erwartungen entpuppt sich Yakuza: Like a Dragon als ein erfolgreicher soft Reboot!

Das Ryu Ga Gotoku Studio hat es geschafft trotz der Änderungen die Yakuza DNA beizubehalten. Der größte Unterschied ist der neue Protagonist Ichiban Kasuga.

Wir machen einen möglichst spoilerfreien deep-dive in Yakuza: Like a Dragon und schauen genau an warum es Veteranen und Neulingen begeistert!

Yakuza: Like a Dragon (PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series) Test / Review

Ein Neuanfang

Ichiban Kasuga der Yakuza

Die Geschichte fängt in Kamurocho vor dem Ende des Jahres 2000 an. Ichiban Kasuga ist als Waisenkind im Soapland Shangri-La (Yakuza 1!) aufgewachsen und hat ab einen Zeitpunkt seine Hoffnungen verloren und weichte vom richtigen Weg ab. Durch ein wichtiges Erlebnis ist er dann der Arakawa Yakuza Familie beigetreten.

Im Prolog werden wichtige Charaktere eingeführt und führt dann zu einem schicksalhaften Mord das Kasuga Ichiban ins Gefängnis führt. Yakuza Veteranen werden diesen Teil der Geschichte bekannt vorkommen!

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Ichiban Kasuga der Ex-Häftling: 18 Jahre Später

Frisch aus dem Gefängnis wird er von einem Straßenpolizisten, der den Mord nachverfolgen möchte: Adachi Koichi. Mithilfe von Adachi kommt Kasuga zurück nach Kamurocho. Die 18 vergangenen Jahre treffen hart. Alles das er vorher gekannt hatte, hat sich komplett geändert. Selbst sein damaliges Heim ist komplett verlassen und heruntergekommen. Die Arakawa Familie hat sich ebenfalls stark geändert und der berühmten Tojo Familie ist ebenfalls etwas Unglaubliches passiert.

Um dem allen auf den Grund zu gehen, versucht er seinen alten Patriarch Arakawa zu kontaktieren doch die normalen Wege haben sich als nutzlos ergeben. Und hier kommt Adachi ins Spiel!

Zusammen schaffen Sie es Kasuga dazu zu bringen Arakawa zu treffen, doch das Resultat war alles andere als erwartet.

Ichiban Kasuga der Obdachlose in Yokohama

Nach dem Treffen wacht er halbtot im Müll aufgefunden und von Obdachlosen gerettet. Ohne Anhaltspunkte außer einem halben gefälschten Geldschein muss sich Kasuga der Realität stellen, dass er alles verloren hat und neu Anfangen muss. Warum und weshalb er ausgerechnet in Yokohama gelandet ist, wird mit der Zeit aufgedeckt. Gleichzeitig lernt er auch die Schattenseite kennen, in die eine japanische, koreanische und chinesische Mafia in einen Machtkampf verwickelt sind. Überraschenderweise ist die Mafia Atmosphäre weniger ausgeprägt und das kommt davon das Kasuga eine eher niedrige Position in der Yakuza hatte.

So gesehen ist der Hauptcharakter viel näher am Zivilisten als sein Vorgänger. Er kennt zwar die Regeln, aber abgesehen von seiner eigenen Familie ist er innerhalb des Yakuza Zirkels komplett unbekannt. Der Vorteil liegt darin, dass seine Situation viel näher an den Serien Neulingen ist und somit den Einstieg in die Welt von Yakuza: Like a Dragon stark erleichtert.

Veteranen können sich hingegen auf viele Parallelen freuen. Wie immer sind einige Wendungen an jeder Ecke vorprogrammiert und die Wahrheit ist alles andere als es erscheint.

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Evolution! Team Ichiban!

Yokohama ist das Hauptaugenmerk von Yakuza: Like a Dragon und es wird die meiste Zeit dort verbracht. Ab diesem Zeitpunkt weicht es stärker von dem typischen Kiryu Formel ab und bringt eine neue Team-Dynamik die es bisher nur begrenzt gegeben hat.

Gleichzeitig macht der Charakter Kasuga Ichiban einen riesigen Unterschied. Es ist bekannt das Yakuza schon immer aus zwei unterschiedliche Seiten bestehen, die im Konflikt zueinander standen. Mit dem stoischen Kiryu war es witzig ihn in schrägen Situationen wiederzufinden, doch im Vergleich zum extrem ernsten Mafia Geschichte war es ein extremer Kontrast.

Kasuga Ichiban zeigt sich als komplettem Gegenteil mit lockerem Einstellung. Für ihn ist es keine Probleme unter Getränke Automaten nach Geld zu suchen, per Fahrrad Dosen aufzusammeln und vieles mehr. Es ist absolut bemerkbar, dass die Schreiber diesmal durch seine offene Persönlichkeit viel mehr Freiheit haben. Die typischen witzigen Nebenquests und Mini-Spiele zeigen eine offenere Seite von Yakuza.

Hinzu kommt noch das Kasuga immer in seiner kunterbunten Gruppe unterwegs ist und sich alle mit Ideen und Kommentaren gut ergänzen. Weiterhin hat jedes Gruppenmitglied seine eigene Nebengeschichte, das sich mit dem langsam besseren Verhältnis aufschließt.

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Zwischenfazit Story

Wer befürchtet das Yakuza mit Yakuza: Like a Dragon komplett anders geworden ist kann aufatmen. Unter dem neuen heiteren Charakter Kasuga finden immer noch Geschichten aus dem Untergrund statt.

Der Genrewechsel wurde bewusst durchgeführt damit neue Möglichkeiten eröffnet werden und es ist wesentlich bemerkbar. Ja, Kooperationen gab es schon in den vorherigen Teilen, aber die waren nur in einzelnen Segmenten. Hier sind sie wie eine Einheit und nahezu jederzeit dabei, sei es Kämpfe oder in der Story.

Die verschiedenen Gegner zeigen sich ebenfalls als sehr gut ausgearbeitet und hinterlassen nahezu keine Lücken. Man erfährt, wer sie sind, was sie motiviert und gibt ihnen genügend Zeit sich beim Spieler zu etablieren. Etwas verwirrend sind momente in Szenen bei denen nach Kämpfen Nebencharaktere verschwinden. Es kommt nicht oft vor aber es wäre schön wenn beim nächsten Mal daran gedacht wird sie besser zu implementieren.

Gleichzeitig zeigt sich die Story von Yakuza: Like a Dragon als vielleicht die größte Achterbahnfahrt in der Geschichte dieser Reihe. Einige Momente werden garantiert Fans ein Lächeln herauskitzeln, aber es gibt auch welche die einen einfach verblüffen, da sie stark den Weg der zukünftigen Teile weisen wird.

Nachdem die letzte Szene abgespielt worden ist, kann ich mit Zuversicht sagen, dass ich mich mehr als je zuvor auf den nächsten Teil freue. Yakuza ist mit Ichiban Kasuga und seinen Freunden in guten Händen!

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Gameplay & Steuerung

Yakuza JRPG

Viele Bestandteile des Gameplays sind beibehalten und wurden angepasst. Es gibt kein HEAT mehr! Im Austausch dafür hat es einiges dazugewonnen. Bis zu 4 Charaktere können gleichzeitig kämpfen, viele Kampfstile als Jobs, neue Angriffe mit Skills die nicht Umgebungsbedingt sind, Team Angriffe, Beschwörungen die einmal im Kampf mit Geld eingesetzt werden können.

Einige der alten HEAT Angriffe sind sogar noch im Spiel als Skills verfügbar, Kasuga hat beispielweise eines das Umgebungsbedingte Angriffe ausführt.

Ein weiterer ganz großer Vorteil am rundenbasierten Kampfsystem sind Gegner die nicht auf deine Angriffe reagieren (Super Armor). Schusswaffen stellen ebenfalls kein Problem mehr dar. In früheren Teilen waren Schusswaffen eines der größten Quelle vieler Frustrationen, denn sie konnten nicht abgewehrt werden und man verfiel in einen Teufelskreis bei dem man aufsteht nur, um wieder niedergeschossen zu werden. Jetzt sind sie ganz einfache Angriffe.

Es gibt sogar einen Story-Grund warum es rundenbasiert ist. Protagonist stellt von Anfang an klar, dass er ein Dragon Quest Fan, eines der erfolgreichsten und ältesten JRPG in Japan und weltweit, ist und so die Welt für ihn aussieht.

Die Basis für das Kampfsystem ist ein traditionelles rundenbasiertes System, das immer den nächsten aktiven Charakter anzeigt. Es stehen normale Angriffe, Abwehr, Skills, Gegenstände, Poundmates Beschwörungen und Flucht.

Beim Erhöhung der Stufe wird der Charakter komplett geheilt, das vor allem nützlich innerhalb von Dungeons.

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Charaktere, Charakterskills und Jobs

Die Charaktere bestehen aus zwei Teilen. Sie haben ihre hauseigenen Skills die von Jobs unabhängig sind die Standard Skills die über die Jobs und somit auch alle anderen sie lernen kann.

Dazu kommt auch noch das alle Jobs ihre eigenen Stufen haben unabhängig von der Charakterstufe. Mit steigenden Stufen werden neue Skills und Status Bonusse freigeschaltet. Richtung Stufe 50 sind dann alle Skills (und ultimative Skills) freigeschaltet und danach kommen alle 5 Stufen nur noch Status Bonusse.

Jeder Charakter hat mindestens einen exklusiven Anfangsjob mit exklusiven Skills und Waffen.

Dann gibt es die Standardjobs die im Job Trailer zu sehen ist: Breakdancer, Koch, Host, Musiker, etc. Es ist jedoch nicht alle von Anfang an verfügbar. Um etwas mehr Abwechslung zu bringen, gibt es Barrieren, die für jeden die Jobs beschränken. Bei Kasuga ist es sein Level und Persönlichkeitsstatus, bei anderen ist es die Bindungsstufe (Beziehungsstufe) anstatt Persönlichkeitsstatus. Weibliche Charaktere haben zwar weniger Jobs, aber dafür ein komplett separates Set.

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Job Unterschiede

Das sind die Jobunterschiede: Waffen, Skills, Kostüm und Statuspunkte. Als Beispiel für eines der mächtigen unterstützenden Jobs für die Damen: Idol.

Sie haben zwar nicht viele Skills für den Angriff und richten auch nicht viel Schaden an, aber dafür hat sie zwei große Vorteile. Die normalen Angriffe regenerieren TP und sie kann alle gleichzeitig heilen! Idol ist eines der wenigen Jobs die TP Regenerationsfähigkeit haben. Wie man schon an der Beschreibung sehen kann sind die traditionellen RPG Klassen in einem komplett neuen Look das sich auf das 20. Jahrhundert angepasst ist.

Andererseits gibt es zum Beispiel hybrid Klassen wie Tänzer die Angreifen und ein wenig Unterstützung als Nebeneffekt haben. Die Enforcer sind die typischen Tanks und können Gegner in Wut versetzen und somit die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Das Besondere am Job System ist, das sie sehr gut in Zusammenhang mit New Game+ funktioniert und die Wiederspielbarkeit erhöht. Viele werden sich früh auf eine Team-Komposition festlegen und von Anfang bis zum Ende durchziehen.

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Die Yakuza Unterschiede zu anderen Rundenbasierten RPG Kampfsystemen

Eines vorab, die größte Änderung von Yakuza: Like a Dragon liegt im Kampfsystem das von Echtzeit Action zum klassischen rundenbasiertem RPG System übergeht mit einem Hauch Echtzeit Element. Dazu gehören

• Dynamisches Kampffeld in der Position des Kampfes, bei dem sich die Charaktere zufällig auf dem Feld bewegen, teilweise vergleichbar mit Skies of Arcadia bloß mit echtem Einfluss. Gegner, die im Weg stehen werden deine Angriffe blockieren.

• Perfekte Deckung (Kreis-Taste bei PS4). Bei der Eingabe der Deckungstaste vor dem Angriff des Gegners wird der Schaden reduziert und ein Teil der physischen Statusänderungen werden verhindert, beispielsweise das Verbluten. Bei Multitreffer Angriffen muss die Taste mehrmals betätigt werden. Außerdem verhindert es ein hinfallen des Charakters, wobei es in sehr seltenen Fällen zum Vorteil ist.

• Gegner die zu Boden geschickt worden sind anfällig für spezielle Bodenangriffe, die immer einen kritischen Treffer verursachen.

• 2 Spezialeingabetypen bei Skills. Entweder die Viereck-Taste Mashen oder Timing basiert mit der Dreieck-Taste.

• Automatischer Einsatz von Gegenständen die auf der Straße liegen. Ein klassisches Element der Yakuza Reihe. Schilder, Leitkegel, Fahrräder, usw. werden automatisch benutzt, wenn sie in der Nähe sind.

Vieles davon sind sehr gute Ideen, aber bei einige könnten in der Ausführung noch ausgebessert werden:

• Dynamischen Kampffeld und Pathfinding

Das dynamische Kampffeld ist quasi der typische Kampf auf der Straße doch diesmal gibt es ein automatisiertes Pathfinding auf einem Feld, das viele Hindernisse haben kann. In sehr seltenen Fällen musste sogar das Spiel mit eiem Teleport eingreifen, da eines der Charaktere den Weg nicht finden konnte.

Ich konnte öfters beobachten wie die Charaktere nutzlos die Gegenstände auf dem Feld in Richtung Hindernis treten.

• Zufallsbedingte Bewegung

Durch die zufälligen Bewegungen ist es unmöglich 100% strategisch vorzugehen. Im schlimmsten Fall wartet man einfach ab wie sich die Gegner im „Ruhezustand“ bewegen und betet dabei, dass sie dann in der richtigen Position sind.

• Aktive und Flächendeckende Skills

Die Timing basierten Skills sind davon nicht betroffen, aber das Mashing stellt sich als ein Problem für Barrierefreiheit dar. Es wäre schön, wenn in Zukunft dafür eine alternative geboten wird.

Flächendeckende Skills sind Angriffe die potenziell mehrere Gegner gleichzeitig Treffen. Doch es gibt keine Anzeichen vor dem Angriff wer im Visier steht. In diesem Fall kommt es ganz auf eine persönliche Schätzung an.

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Das alles hört sich schlimmer an als es tatsächlich ist und sind eher kleinere Probleme die sich nicht allzu sehr sich auf das gesamte System auswirken.

Wiederum hat die eine oder andere Mechanik ein zusätzliches Lob verdient:

• Perfekte Deckung

Es setzt sich ab von vielen anderen traditionellen RPGs bei denen nur strategisch gedacht werden muss. Hier hat man eine Hand im aktiven Geschehen, bei dem die eigenen Fähigkeiten ein Bonus erbringt. Die Balance hat sich zu keinem Zeitpunkt so angefühlt das die Perfekte Deckung Pflicht ist, d.h. es ist 100% dazu da einem das Leben zu erleichtern.

Mir hat die Mechanik besonders gut gefallen und finde es sogar wünschenswert etwas Ähnliches für die Angriffe einzuführen, denn es gibt dem Spieler ein besseres Gefühl die Kämpfe zu beeinflussen.

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• Knockdown

Yakuza Veteranen kennen die Momente, an dem die Gegner zu Boden geworfen werden und dann mit einem speziellen Angriff oder Heat nachgesetzt werden kann. Die Mechanik ist zurück und hat sogar eine größere Rolle. Bestimmte Angriffe treffen stark genug zu, um sie für eine kurze Zeit auf die Matte zu schicken. Ist ein Verbündeter im nächsten Zug drankommt kann dann ein spezieller normaler Angriff automatisch ausgeführt werden, dass ein garantierter kritischer Treffer ist. In anscheinend zufälligen Momenten setzen Verbündete sogar kostenlos mit einem schwächeren Angriff kostenlos nach.

Währenddessen setzt ein Knockdown bei den eigenen Charakteren die Perfekte Deckung aus.

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Zwischenfazit Kampfsystem

Ein extrem guter Neuanfang für die Zukunft von Yakuza! Das Job-System bietet sehr viele Kompositionsmöglichkeiten die über mehrere Spieldurchgänge ausprobiert werden können. Ebenso ist das Kampfsystem sehr einfach gestaltet und bietet genügend Interaktivität das man immer voll dabei ist.

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Open World Yokohama

Zwar bekommt man kurz zwei Versionen von Kamurocho zu sehen, jedoch wird die meiste Zeit in der neuen Stadt Yokohama verbracht die aus mehreren Bezirken bestehen die nach und nach freigeschaltet werden.

Wie immer sind die interessanten Orte auf der Karte erkenntlich markiert. Wer immer noch Probleme hat, die Läden wiederzuerkennen kann mit der Viereck-Taste eine kurze Infobox aufrufen.

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Zufallskämpfe sind immer noch da. Hier ein kleine Zusammenfassung über die Orte und Änderungen zum Vorgänger:

Bezirke und Gefahrenstufe

Jeder Bezirk kann als ein separater Bereich angesehen werden. Das kommt davon, dass dort andere Gegner auftauchen mit anderen Stufen auftauchen. Unten links über der Mini-Karte sind kleine Karos zu sehen, die den Gefahrengrad anzeigt, je höher, desto stärker sind die Gegner.

Nach persönlicher Erfahrung war Chinatown brandgefährlich. Mein erster Besuch wurde mit einem verlieren eines Kampfes begrüßt. Das war eines der seltenen Momente bei dem ich einen Kampf keine Chance hatte und somit einen weiten Bogen umgehen musste bis die eigenen Stufen vergleichbar hoch waren.

Gegenstände und Tresore

Die Schließfächer sind hingegen eine Sache der Geschichte und wurde in zwei Teilen vereinfacht: Normale Gegenstände und Tresore.

D.h. das Auffinden von Gegenständen wurde um zwei Schritte vereinfacht und können beim Finden sofort eingesetzt werden. Die Tresore sind da etwas spezifischer und sind in zwei Klassen unterteilt: Silber und Gold.

Die Silbertresore haben ein Universal Schlüssel, die in der Hauptstory automatisch vergeben wird. Goldtresore brauchen jeweils Goldschlüssel die an bestimmten Orten erhältlich und somit komplett optional sind.

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Restaurants und Erholungspunkte

Da man am Anfang ein Obdachloser ist, dauert es eine Weile bis man sich die Restaurants sich überhaupt leisten kann. Kostenlose Erholungspunkte sind extrem begrenzt auf Dungeons und zwei Punkten in Yokohama.

Der eigentliche Zweck für Restaurants ist nicht unbedingt die Erholung. Zum einen das Sammeln der Informationen zu den Speisen. Zum anderen die zeitbegrenzte Bonusse bei bestimmten Speisekombinationen. Darunter gehören erhöhter Angriff, erhöhte Erfahrungspunkte und vieles mehr.

Die Speisekombinationen sind Geheim und die einfachste Art und Weise sie ausfindig zu machen ist einfach die komplette Speisekarte zu bestellen.

Was ebenfalls für das Speisen im Restaurant spricht, sind die Verbesserung der Charakterbindungen und in einigen Fällen exklusive Gespräche zwischen den Charakteren.

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Läden für Konsumgegenstände und Ausrüstung

Wie in einer normalen Stadt haben die Läden ein unterschiedliches Inventar. Einige sind Essen zum Mitnehmen, andere sind Drogerien oder Apotheken. Bei Ausrüstungen stechen die Preisunterschiede heraus.

Mit viel Glück konnte ich unter einem Getränkeautomaten eine goldene Platte finden und es für 100000 Yen verkaufen und konnte damit dann in den Erotikshop Waffen kaufen. Dazu gehörten ein „Hitachi Magic Wand“ Massage Vibrator das gerne in spezielle japanische Videos eingesetzt wird und eine andere Waffe für Adachi die ich hier nicht wirklich erwähnen möchte…

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Romantikwerkstatt

Der einzige Platz in dem neue Waffen gebaut und verstärkt werden können. Beim Besiegen von Gegnern oder erledigen von Missionen wird man mit Material belohnt. Teilweise sind sie auch in Läden käuflich.

Die kommen alle hier zum Einsatz, um starke Waffen zu erstellen, die stärker sind und mehr Sonderfunktionen haben als im normalen Handel. Häufig kommt es vor das die Waffen aus der Werkstatt für eine lange Zeit benutzt werden können.

Durch persönliche Finanzhilfen können weitere Ausrüstungen freigeschaltet werden.

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Host Clubs und Romanzen

Kiryus lange Tradition hat mit Yakuza: Like a Dragon ein Ende gefunden. Die Host-Clubs gibt es zwar noch, aber die sind nur für Erholung und Bindungsverbesserung unter den Männern da.

Die Romanzen kehren wiederum extrem verkürzt wieder zurück und sind an die Persönlichkeit von Kasuga gebunden. Diesmal sind die potenziellen Romanzen bei normalen Charakteren hinter der Theke zu finden. Beispielswiese beim Arbeitsamt, Berufsschule oder in der Romantikwerkstatt. Leider hat hier ein starker Rückschritt stattgefunden und die Charaktere sind teilweise extrem oberflächlich mit wenigen Zeilen Text. Ich hatte sogar das Gefühl das sie viel zu schnell passieren, sodass es nicht mehr richtig nachvollziehbar ist, wann die Romanze überhaupt passiert ist.

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Nebenquests und Nebenstory

Die Welt von Yakuza hat schon immer vor Nebenquests und Nebenstories gestrotzt. Diesmal ist es nicht anders. Es sind viele witzige (wie z.B. ein Wildpinkler) und dramatische dabei.

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Teilzeitheld

Seit Yakuza 3 gab es einen Schrein mit Clown bei dem verschiedene Meilensteine belohnt werden. In diesem Spiel ist es zusammen mit den Minimissionen als eine xxx eingepackt. Dann kommen noch zwei weitere Kategorien hinzu:

• Hilfe: Finde Gegenstände, Insekten und Material und liefere sie aus oder bringe wichtige Gegenstände zu Personen in Not.

• Rettung: Bekämpfe bestimmte Gegner oder rette Leute, die über das Teilzeitheld-Netz nach Hilfe rufen. Dies ist nicht zufallsbedingt und es sind feste Kampfmissionen bei dem festgesetzte Gegner auftauchen.

Spieler, die alles gerne vervollständigen werden hier eine ganze Weile zu tun haben.

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Glücks- , Arcade- und Minispiele

Wie immer sind Glücks- und Minispiele wieder dabei mit Poker, Blackjack, traditionelle japanische Glückspiele (wie z.B. Koi Koi das ebenfalls in Sakura Wars ist), Baseball, Darts, Golf, Karaoke, etc.

Seit Yakuza 4 wurden größere Minispiele eingeführt die teilweise ihre eigenen Spiele sein könnten. Aprorpos eigene Spiele, die Arcadespiele sind wiedermal dabei und zwar beispielsweise Fantasy Zone, Virtua Fighter 5 Final Showdown, Virtua Fighter 2, Virtua Fighter 2.1, usw.

Ein wesentliches Minispiel sind die Quiz in der Berufschule die mit den verschiedenen Themen deine Persönlichkeit stark beim Aufstufen helfen.

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Drachenkart

Der Name ist eine Anspielung auf den Titel des Spiels „Like a Dragon“, denn es ist der japanische übersetzte Titel der Yakuza Reihe. Das damalige RC Rennen ist jetzt mit einem echten Rennspiel ersetzt.

Der Spieler hat am Anfang eine Auswahl von 3 Karts die mit Geld aufgerüstet werden können. Später werden weitere Karts freigeschaltet die gekauft werden können. Leider ist lediglich ein Ranking und kein Multiplayer verfügbar.

Im Drachenkart Minsipiel finden alle Rennen in Yokohama statt, indem die verschiedenen Straßen zu Rennstrecken umgebaut werden.

Waffen wie Raketenwerfer, Maschinengewehr, Blitz, Booster, usw. bringen das typische vom Kartgenre ins Spiel. Im Gegensatz zu den üblichen Kartrennspielen haben die Charaktere einen Lebensbalken das bei Anfahren gegen die Wand oder Angriffen sich reduziert. Dann sind da noch die Drachenringe, die eindeutig eine Andeutung auf SEGA’s Maskottchen Sonic ist. Beim Einsammeln der Ringe erholt sich die Lebensanzeige und der Kart bekommt kleine Verbesserungen. Wenn die Lebensenergie leer ist, verliert man die Ringe wie in Sonic.

Für ein Minispiel ist es ziemlich Robust aufgebaut und man kann nur hoffen das in Zukunft noch mehr damit gemacht wird. Mit mehreren Turnieren und Strecken liegen hier einige Stunden Spielzeit Potenzial vor.

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Verwaltung

Angefangen mit „ Ichiban Pralinenladen“ das traditionelle Reiskekse herstellt, muss Kasuga die Besitzerin vor dem Ruin ihres Familiengeschäfts retten. Das Endziel ist Platz 1 im Yokohama Aktienmarkt zu sein.

Das Grundprinzip davon ist es einen Selbstläufer Geschäft aufzustellen und Profit zu erhöhen. Es fängt mit dem Pralinengeschäft an und je weiter man die Ränge hochklettert desto mehr Geschäfte lassen sich kaufen.

Alle Geschäfte lassen sich aufrüsten unter der Bedingung das sie mit einer Belegschaft von 3 die Anforderungen erreichen. Sonst häufen sich die Fehler und das schneidet dann in den Profit ein.

Die richtige Herausforderung liegt darin die richtige Belegschaft einzustellen. Ein Teil davon ist bereits im Verwaltung Minispiel zu finden. Weitere sind einfach so oder bei Nebenquests in Yokohama aufzufinden.

Der Anfang ist ziemlich leicht, doch Richtung 1. Platz spitzt es sich durch die höheren Anforderungen zu. Ein Angestellter hat drei Statuspunkte und eine Geschäftsstärke. Passt das Geschäft zum Charakter bekommt derjenige einen kleinen Bonus.

Die Statuspunkte können über das aufstufen erhöht werden.

Der größte Kampffeld in der Verwaltung ist das Aufsichtsratzimmer. Bis zu 4 Angestellt können dort Teilnehmen um die Aktienhalter in einem Zeitbegrenzten verbalen Kampfzu überzeugen. Die Elemente der Teilnehmer ist extrem wichtig da es eine Dreiecksbeziehung gibt dass den einen schwächer oder stärker macht. Ebenso muss vorsicht auf die Farbe der Sprechblasen genommen werden. Treffe es mit dem falschen und du verschwendest Ausdauer um die Verteidigung zu durchbrechen. Benutze das richtige und es ist nach einem Treffer weg und der Gegner ist Reif für den Angriff.

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New Game+

Im New Game+ wird so gut wie alles beibehalten und es warden 2 weitere Schwierigkeitsgrade freigeschaltet die jeder Zeit im Spiel gewechselt werden kann. Am Ende der Story liegt man ca. bei Stufe 55 solange man wenig kämpft. Mit dem nächst höheren Schwierigkeitsgrad liegt die Empfehlung bei 50+ und das nächstgelegene bei 70+. Je höher, desto besser die Belohnung. So gesehen sind sie optimal für das Aufstufen zum Maximum.

Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Jobs ebenfalls ihre Stufen beibehalten und die anderen Jobs benutzen.

Zwischenfazit Gameplay

Yakuza: Like a Dragon verbindet traditionelles rundenbasiertes JRPG das immer seltener wird mit Yakuza Inhalt und es ist mindestens zu 90% gut umgesetzt. South Park: Der Stab der Wahrheit wäre das einzige vergleichbare Spiel, da es innerhalb einer Stadt stattfindet in der aktuellen Zeit.

Abgesehen von wenigen Kleinigkeiten ist es ein Waschechtes exzellentes RPG das sehr gut mit den anderen rundenbasierten Giganten in gleicher Höhe steht.

Wie immer ist das Spiel randvoll mit Inhalten. Der erste Durchgang alleine, mit den auf der Karte verzeichneten Nebenquests, ca. 60 Stunden gedauert. Dazu gehörte der Kampf auf Platz 1 im Verwaltung Minispiel und das erste Turnier des Drachenkarts.

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Grafik & Sound

Im Makro Bereich sieht es fantastisch aus. Das Stadtbild ändert sich stark über Tag und Nacht das sie in der Atmosphäre sich komplett voneinander abheben. Die vielen Fußgänger bringt die Stadt ins Leben ohne das bei der PS4 Pro spürbar Probleme bekommt was bei Yakuza 6 nicht der Fall war.

Die Qualität der Texturen ist gemischt. Gesichter der Charaktere haben Stellen, bei dem es leicht verschwommen ist, dafür sieht die Kleidung detailliert Top aus. Ebenso macht die Umgebung aus der Ferne eine gute Figur, jedoch schwinden die Details, wenn man mit sich mit der Kamera nähert. Aus unbekannten Gründen war eines der Nebenquests mit einem Käfig extrem auffällig wie die eine bekannte Tür aus Final Fantasy 7 Remake. Wobei es glücklicherweise ein seltener Fall ist.

In Sachen Animationen kann man auch nicht klagen, die Angriffe und die Reaktion der Gegner sehen kraftvoll aus. Das einzige das etwas langweilig ist, ist die Standardisierung der Jobs und ihre Angriffe. Das bedeutet, dass alle Charaktere die gleichen Angriffsanimationen benutzen und an Individualität verlieren.

Bei den Ohren mangelt es ebenfalls nicht. Es sind sehr gute Musikstücke dabei und als Bonus kann man sogar Musikstücke aus anderen Spielen von SEGA finden, darunter auch das legendäre Daytona Lied.

Doch die größte Stärke im Audiobereich ist wie immer die Sprachausgabe, die seit Judgement in Japanisch und Englisch verfügbar ist.

Bei der japanischen Sprachausgabe wurde der heißblütige und loyale Kasuga Ichiban fabelhaft dargestellt und bringt die dramatischen Szenen zusammen mit der Animation extra Wucht. Die Yakuza Reihe war schon immer bekannt für das Drama und es führt die hochklassige Tradition weiter.

Performance

Auf der PS4 Pro lief das Spiel komplett ohne Probleme und die Ladezeiten liegen mit ca. 10 Sekunden im Standard. Es gibt keine Zweifel das mit der nächsten Generation der Konsolen dabei einen großen Vorteil haben, da die Taxis häufig länger geladen werden müssen. Die spezifische Xbox Series X Version läuft auf eine höhere Auflösung und 60 FPS. Die höhere Framerate ist am interessantesten für Drachenkart, da es ein Rennspiel ist.

Pro

  • Ergreifende dramatische Geschichte
  • Unterhaltsames Gameplay
  • Bis zum Rand mit Inhalten gepackt
  • Toller Soft Reboot das die Serie erfrischt

Contra

  • Kampfsystem könnte noch kleinere Verbesserungen vertragen

Fazit

Yakuza: Like a Dragon ist ein fabelhaftes soft Reboot das seinen Vorgängern alle Ehre macht und mehr. Mit dem Genre Wechsel wurde einiges geändert/entfernt, dafür ist ebenfalls vieles hinzugekommen. Insgesamt war es eine gute Entscheidung und Ausführung. Spieler die von damaliger Action Gameplay abgehalten worden sind, bekommen diesmal ein leicht zu verstehendes Gameplay mit mindestens genauso viel Vielfalt.

Kasuga Ichiban und seine Freunde stehen den anderen Protagonisten in nichts nach und überzeugen mit ihren Geschichten und Persönlichkeiten.

Als Vollpreistitel überzeugt es in jeder Hinsicht mit einer sehr unterhaltsamen Story, gutem Gameplay und eine ganze Menge an Inhalt. Ich kann Yakuza: Like a Dragon nur jeden ans Herz legen!

Getestet wurde Yakuza: Like a Dragon auf PS4 von Soul-1. Das Spiel lag uns zum Testzeitpunkt in Version 1.02 vor.

Das Test-Exemplar / der Review-Code für Yakuza: Like a Dragon wurde uns von Koch Media kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!