Diablo IV: Lord of Hatred · Test
Veröffentlicht am 04.05.2026 von Andreas Erber
Das zweite DLC bringt noch mehr Inhalte und viele Spielstunden mit!
Mit Diablo IV: Lord of Hatred liefert Blizzard Entertainment das zweite große Add-on nach Vessel of Hatred und gleichzeitig den erzählerischen Höhepunkt der sogenannten Age of Hatred-Saga. Nach dem ohnehin schon sehr umfangreichen Hauptspiel und der ersten Erweiterung fühlt sich dieses DLC weniger wie ein Zusatz und mehr wie ein finales Kapitel an, das die bisherigen Handlungsstränge konsequent zusammenführt. Der Umfang ist dabei bemerkenswert, denn statt kleiner Ergänzungen erwartet euch eine vollwertige Kampagne, neue Klassen, eine komplett neue Region und tiefgreifende Systemänderungen. Wer bereits eure Reise durch Sanktuario aus dem Hauptspiel kennt und sich durch die Ereignisse von Vessel of Hatred gekämpft hat, bekommt hier die direkte Fortsetzung, die erzählerisch deutlich stärker auf ein großes Finale hinarbeitet.
Hinter dem Spiel steht erneut Blizzard Entertainment, genauer gesagt das bekannte Team 3, das bereits für die modernen Diablo-Ableger verantwortlich ist. Das Studio hat in den letzten Jahren viel Kritik, aber auch viel Lob für seine Arbeit an Diablo IV bekommen. Während das Hauptspiel mit seiner düsteren Atmosphäre und dem starken Kampfsystem überzeugte, wurde insbesondere das Endgame mehrfach überarbeitet. Mit Lord of Hatred merkt man deutlich, dass Blizzard aus Feedback gelernt hat. Viele Systeme wirken durchdachter, strukturierter und vor allem stärker auf Langzeitmotivation ausgelegt. Gleichzeitig bleibt das Studio seiner DNA treu und setzt weiterhin auf schnellen, befriedigenden Looten und eine düstere Inszenierung, die sich klar an den Wurzeln der Reihe orientiert.
Die Region Skovos erwartet euch!
Die Handlung setzt direkt nach den Ereignissen von Vessel of Hatred ein. Mephisto, der Herr des Hasses, rückt endgültig ins Zentrum des Geschehens. Neyrelle kämpft weiterhin damit, seine Macht zu kontrollieren, während sich seine Verderbnis unaufhaltsam über Sanktuario ausbreitet. Spieler:innen reisen diesmal in die neue Region Skovos, eine uralte Inselgruppe mit tiefen Wurzeln in der Geschichte der Menschheit. Diese Gegend ist nicht nur optisch abwechslungsreich, sondern auch erzählerisch stark aufgeladen. Hier kulminieren die Konflikte rund um Himmel, Hölle und die Ursprünge der Welt.
Im Vergleich zum Hauptspiel wirkt die Geschichte fokussierter und weniger fragmentiert, während sie gleichzeitig die offenen Fäden aus den vorherigen Inhalten sinnvoll zusammenführt.
Gameplay & Steuerung
Spielerisch bleibt sich Diablo IV treu, erweitert aber seine Systeme an entscheidenden Stellen. Herzstück sind die zwei neuen Klassen, darunter der Paladin, der mit klassischen Lichtfähigkeiten punktet. Die zweite neue Klasse, oft als Warlock beschrieben, bringt zusätzliche Optionen und erweitert die Vielfalt spürbar.
Das Kampfsystem fühlt sich weiterhin direkt, schnell und extrem befriedigend an. Die Steuerung auf der PS5 funktioniert gewohnt präzise und ist optimal auf Controller ausgelegt. Besonders im Endgame merkt ihr jedoch die größten Veränderungen. Neue Systeme, überarbeitete Progression und zusätzliche Aktivitäten sorgen dafür, dass der gesamte Spielverlauf strukturierter und motivierender wirkt.
Verwaltung des Inventars und Item-Systeme wurden sinnvoll angepasst. Neue Inhalte wie zusätzliche Aktivitäten lockern den Spielfluss auf und sorgen für Abwechslung. Insgesamt fühlt sich das Gameplay dadurch runder und moderner an als noch zum Release des Hauptspiels.
Grafik & Sound
Optisch bleibt Lord of Hatred auf dem hohen Niveau des Hauptspiels, legt aber in Details noch einmal nach. Die Region Skovos bietet eine deutlich andere Atmosphäre als bisherige Gebiete, mit rauen Küsten, antiken Ruinen und düsteren, von Magie durchzogenen Landschaften. Die Inszenierung der Zwischensequenzen ist erneut ein Highlight. Blizzard zeigt hier, warum sie seit Jahren zu den besten Studios gehören, wenn es um cineastische Präsentation geht. Lichtstimmungen, Effekte und Charaktermodelle wirken hochwertig und stimmig.
Soundeffekte und Musik bleiben ebenfalls auf Top-Niveau. Die Klangkulisse unterstreicht die düstere Stimmung perfekt, während die Leistung der Sprecher die Story glaubwürdig transportieren. Gerade die Präsenz von Mephisto wird durch Sound und Inszenierung enorm verstärkt.
Fazit
Diablo IV: Lord of Hatred ist kein gewöhnliches DLC, sondern ein massiver Ausbau des Spiels, der sich wie ein finales Kapitel anfühlt. Blizzard gelingt es, die bisherigen Inhalte sinnvoll zu bündeln und gleichzeitig neue Impulse zu setzen. Die stärkste Seite ist klar die Kombination aus Story, neuen Klassen und überarbeitetem Endgame. Gerade Spieler:innen, die nach dem Hauptspiel oder dem ersten DLC vielleicht etwas Motivation verloren hatten, finden hier deutlich mehr Struktur und Langzeitmotivation. Ganz perfekt ist das Ganze nicht. Kleine Schwächen in der Story und gelegentlich überladene Systeme zeigen, dass Blizzard manchmal etwas zu viel auf einmal will. Dennoch überwiegen klar die positiven Aspekte. Wenn ihr allgemein Diablo IV mögt oder gar Fan der Reihe seid, kommt ihr an diesem DLC nicht vorbei. Es ist die bisher kompletteste und rundeste Version des Spiels. Ganz großes Kino und somit auch eine ganz klare Kaufempfehlung!
Pro
- starke, fokussierte Story ...
- zwei neue Klassen mit viel hoher Vielfalt
- neue Region Skovos mit frischem Setting
- viele sinnvolle Verbesserungen in allen Bereichen
- hochwertige Inszenierung und Soundkulisse
Contra
- ... mit kleinen Schwächen in manchen Abschnitten der Story
- teilweise können die komplexen Systeme überfordern
- nicht jede neue Aktivität und Verbesserung zündet gleich gut
Wertung
9.5Hervorragend
Kaufempfehlung
100%Absoluter Pflichtkauf
Getestet wurde Diablo IV: Lord of Hatred auf PS5 von Andreas Erber. Das Spiel lag uns zum Zeitpunkt von unserem Test in Version1.107.000 vor. Das Test Exemplar / der Review Code für Diablo IV: Lord of Hatred wurde uns von Activision Blizzard kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!











































