Du stirbst ständig? Mortal Shell II zeigt sich künftig auf Wunsch etwas gnädiger. Du marschierst dagegen durch Gegner und Bosse, als wären sie nur auf dem Weg zum nächsten Quell der Wiederkehr falsch abgebogen? Dann dreht das Spiel den Spieß einfach um. Der neueste Patch für Mortal Shell II führt einen experimentellen adaptiven Schwierigkeitsgrad ein, der sich dynamisch an deine Leistung anpasst.
Doch auch abseits davon hat sich einiges getan: Beschworene Grishas und Genessa wurden etwas eingebremst, während Sariel endlich die Aufmerksamkeit bekommt, die er dringend nötig hatte. Die bislang stark fehlerbehaftete Hülle war in der Praxis teilweise kaum sinnvoll spielbar. Mit den überarbeiteten Fähigkeiten funktioniert Sariel nun deutlich zuverlässiger und macht endlich richtig Spaß. Dazu kommen weitere Balance-Änderungen, Verbesserungen am Kampfsystem, Performance-Optimierungen und jede Menge Fehlerbehebungen.
Adaptiver Schwierigkeitsgrad passt Mortal Shell II an deine Leistung an
Die mit Abstand spannendste Neuerung des Updates ist der experimentelle adaptive Schwierigkeitsgrad. Die optionale Funktion analysiert, welche Gegner du besiegst und an welchen Stellen du stirbst. Anschließend wird die Stärke der Gegner entsprechend angepasst.
Spielst du besonders erfolgreich und überstehst zahlreiche Begegnungen ohne zu sterben, werden die Gegner nach und nach stärker. Sie erhalten mehr Lebenspunkte, verursachen höheren Schaden und verfügen über einen höheren Bruchwiderstand. Dadurch halten sie länger durch und lassen sich schwerer ins Wanken bringen.
Interessant ist vor allem, dass die Anpassung nicht beim normalen Schwierigkeitsgrad endet. Wer dauerhaft erfolgreich bleibt, kann Mortal Shell II damit deutlich schwerer machen, als es ursprünglich vorgesehen war. Solange du weiter gewinnst, können sich auch deine Gegner weiter steigern.
Wer häufig stirbt, bekommt dagegen Unterstützung
Der adaptive Schwierigkeitsgrad funktioniert auch in die andere Richtung. Hast du größere Probleme, reduziert das Spiel nach und nach Schaden, Lebenspunkte und Bruchwiderstand der Gegner.
Zusätzlich greift eine Obergrenze für den Schaden einzelner Angriffe. Bei voller Gesundheit sollst du dadurch nicht mehr durch einen einzigen Treffer ausgeschaltet werden können.
Eine wichtige Ausnahme gibt es allerdings: Im Nachtmodus kann Mortal Shell II weiterhin schwerer, aber niemals leichter werden. Außerdem zeigt das Spiel aktuell noch nicht an, wann und wie stark der Schwierigkeitsgrad angepasst wurde. Diese Rückmeldung soll später verbessert werden.
Die Funktion ist standardmäßig deaktiviert und lässt sich jederzeit unter Spiel > Spieleinstellungen > Adaptiver Schwierigkeitsgrad ein- oder ausschalten. Wer Mortal Shell II weiterhin mit der vorgesehenen Standardbalance spielen möchte, muss also nichts verändern.

Parieren und Riposten werden verbessert
Auch am Kampfsystem wurde weiter gearbeitet. Aufeinanderfolgende Paraden mit dem Unendlichen Siegel erhalten während der Ausholbewegung ein größeres Zeitfenster. Dadurch können jetzt komplette Angriffsserien pariert werden, statt lediglich den ersten Treffer zuverlässig abzufangen.
Nach einer Riposte können außerdem Statuseffekte bereits auf Gegner angewendet werden, während diese noch dabei sind, wieder aufzustehen.
Änderungen an Waffen, Gegenständen und Balance
Der Patch nimmt sich außerdem einiger kleinerer Ärgernisse und Balance-Probleme an. Verlorene Düsteressenz soll nach dem Tod zuverlässiger platziert werden, sodass sie sich leichter wieder einsammeln lässt.
Beschworene Grisha können nicht mehr versehentlich von eigenen Projektilen getroffen werden und frieren beim Einsatz von Smerts Wunder nun gemeinsam mit der Umgebung ein. Gleichzeitig wurde ihre Angriffshäufigkeit reduziert.
Zerbrechliche Tarsteine gewähren beim Zerstören jetzt wie vorgesehen Tarkerne. Der Düstergebundene Stein verliert keine Haltbarkeit mehr, wenn Düsteressenz von der eigenen Leiche zurückgeholt wird. Außerdem wurde ein möglicher Lebenspunkte-Exploit mit Blutegel-Stapeln beseitigt.
Auch die Laufangriff-Animation von Axt und Dolch wurde überarbeitet.
Sariel und Genessa bekommen mehrere Anpassungen
Besonders viele Änderungen gibt es bei den Hüllen Sariel und Genessa.
Sariels Dornenhagel funktioniert nun zuverlässiger in Innenräumen, bevorzugt anvisierte Gegner und kann auch bewegliche Ziele treffen. Die Fähigkeit Marterung benötigt zudem keine vollständig aufgefüllte Pein mehr. Leiden verteilt seinen Schaden nun auf sämtliche verfluchten Gegner und versieht bislang nicht verfluchte Ziele zusätzlich mit dem Fluch.
Bei Genessa wurde die Augmentation angepasst. Damit sollen ein unbegrenzter Aufbau von Entschlossenheit sowie das endlose Beschwören Gläubiger Klone verhindert werden. Zusätzlich wurden verschiedene optische Probleme ihres Obsidianschattens korrigiert.

Gegner, Bosse und Spielwelt werden weiter poliert
Der Patch verbessert außerdem mehrere Gegner und Begegnungen. Beim Verlorenen Kind wurde beispielsweise die Kollision überarbeitet, damit Spieler nicht mehr im Boss stecken bleiben oder unfreiwillig durch die Arena geschleudert werden.
Die rasenden Angriffe der Harpy treffen jetzt korrekt, während das Verfluchte Kind über den Beschwörungsstein zusätzliche Gegnertypen herbeirufen kann. Grisha-Jäger behalten ihre Waffen, wenn du in ihr Lager zurückkehrst, und sogar die Fledermäuse sind wieder am Sumpf-Quell der Wiederkehr in der Anfangsregion anzutreffen.
Und für alle, die sich daran gestört haben: Die Schafe sollten im Stehen jetzt nicht mehr flackern. Prioritäten müssen schließlich sein.
Verbesserungen an Story, Benutzeroberfläche und Audio
Auch bei Dialogen und Präsentation wurde nachgebessert. Ruk bezeichnet Genessa nicht mehr fälschlicherweise als Vorbote und erscheint nun korrekt an Kartenstationen. Zhirelle hat zusätzliche Dialoge zur Korruption in der Markfestung erhalten und mehrere fehlerhafte oder überlappende Gesprächsabläufe wurden korrigiert.
Im Schnellreisemenü besitzen kleinere Quellen der Wiederkehr nun eigene Symbole. Die aktuell ausgewählte Option im Pausenmenü wird deutlicher hervorgehoben und Schadenszahlen können jetzt Werte von bis zu 9.999 statt maximal 999 anzeigen.
Beim Sound gibt es ebenfalls Feinschliff. Der Schwarzmarkt erhält eine eigene Klangkulisse, störende Stimmen durch Wände wurden korrigiert und die Musiklautstärke wurde an mehreren Stellen angepasst.
Mehr Performance und bessere Beleuchtung
Die Entwickler haben außerdem weiter an der technischen Seite von Mortal Shell II gearbeitet. Volumetrischer Nebel soll bei niedrigen Beleuchtungseinstellungen nicht mehr übermäßig dicht erscheinen. Sturmwolken, Betäubungslichteffekte und Droegs Explosionen wurden hinsichtlich ihrer Performance optimiert.
Darüber hinaus gibt es Verbesserungen am Beleuchtungssystem des Spielercharakters sowie eine gleichmäßigere Ausleuchtung in Zhirelles Raum.
Auf der PlayStation 5 gibt es zudem eine praktische Änderung: System-Pop-ups pausieren Mortal Shell II nicht mehr automatisch. Dadurch lässt sich unter anderem die Screenshot-Funktion problemlos verwenden.
Zahlreiche Bugs und Absturzursachen beseitigt
Abseits der größeren Änderungen enthält das Update eine umfangreiche Liste an Fehlerbehebungen. Unter anderem wurden Probleme mit der Spinnen-Passage im Zitadellen-Anbau, Bärenfallen, Aufzügen und verschiedenen Kollisionsabfragen korrigiert.
Auch ein Fehler in NG+ rund um Beutelkopfs Quest wurde behoben. Spieler sollen beim Verlassen von Verliesen nicht mehr durch den Boden fallen und in bestimmten Gebieten nicht mehr in der Geometrie stecken bleiben.
Weitere Fixes betreffen Bossarenen, beschworene Grisha, Genessas Trainerin, den Malborn-Nachwuchs, verfluchte Gegner sowie verschiedene Animationen und kosmetische Probleme der Hüllen.
Abgerundet wird der Patch durch mehrere Absturzbehebungen, allgemeine Optimierungen und Verbesserungen der Lokalisierung.







