Review

Teenage Mutant Ninja Turtles: The Cowabunga Collection · Test

Veröffentlicht am 04.10.2022 von Soul-1

Titelbild von Teenage Mutant Ninja Turtles: The Cowabunga Collection (PC, PS4, PS5, Switch, Xbox One, Xbox Series)

Zurück zu den ersten Teenage Mutant Ninja Turtles Spielen

Der Anfang Teenage Mutant Ninja Turtles Spiele war eine ziemlich turbulente Zeit mit unterschiedlichen Ideen. Von den Labyrnth ähnlichen ersten Spiel auf NES gefolgt von den allseits bekannten Beat'em Ups für Arcades und Konsolen, abgeschlossen mit Kampfspiele und einem Metroidvania auf dem Game Boy.

Doch bei dieser Kollektion sind die Spiele nicht die einzige Attraktion, denn der Entwickler Digital Eclipse bringt eine ganze Reihe von neuen Features, die nach meinem Wissen zum ersten Mal eingeführt wurden.
Das richtige Highlight liegt bei den Design Dokumenten die Konami aus ihren Archiven freigelegt haben.

In dieser Kollektion sind es sage und schreibe 13 Spiele und entspricht eine historisch komplette Kollektion bis zur 16-Bit Generation. Wir gehen langsam alle eines nach dem anderen durch! Doch davor gehen wir noch auf die Basis Features und extra Inhalte ein.

Screenshot von Teenage Mutant Ninja Turtles: The Cowabunga Collection

Ein neuer Gold-Standard für Retro Collection Features?

Die TMNT: The Cowabunga Collection ist eine Mischung aus Klassikern aus der 8-Bit Generation bis hin zu 16-Bit. Man kann sich über die 13 Titeln streiten, doch wo dieses Spiel komplett punktet ist bei den zusätzlichen Features. Während die vorherigen Konami Kollektionen bereits nicht schlecht war, setzt diese hier einen richtig drauf.

Bevor wir zu den einzelnen Spielen kommen ist es wichtig auf sie einzugehen. Die rückspul Funktion ist wieder mal dabei und ein guter Teil der Anleitungen und Verpackungen ist ebenfalls vorhanden. Am markantesten sind die Design-Dokumente von einem Teil der Spiele wie die SNES Version von Turtles in Time und ein Großteil davon ist sogar übersetzt!

TMNT: Tournament Fighters (SNES) ist zwar ebenfalls dabei, aber leider ist nicht alles übersetzt. Weiterhin wurde dabei jetzt endlich ein Mysterium gelöst. Innerhalb der Design-Dokumente von TMNT haben wir es jetzt schwarz auf weiß, dass es sich bei Aska ursprünglich um Mitsu handelt. Einer Charakterin aus dem dritten Turtles Film. Man kann jedoch davon ausgehen, dass es kurzfristig geändert wurde, weil der Film ein Flop war.

Ein weiteres maßgebliches Feature ist schon etwas Verrücktes, denn alle Spiele haben komplette Aufnahmen vom Durchspielen ohne Schaden zu nehmen und man kann jederzeit einmalig einsteigen. Weiterhin sind die Aufnahmen in 30 Sekunden Abständen abgesichert, d.h. man kann sogar vorspulen. Bei 13 Spielen kann man also mit ca. 13 Stunden an Aufnahmen rechnen, nimmt man die japanischen Versionen hinzu, liegt es ca. bei 20 Stunden reinem Filmmaterial.

Noch mehr Bonus Funktionen

Keine Lust auf die Eingabe von Cheat Codes? Bei jedem Spiel gibt es eine weitere Änderungsfunktion, die bei jedem Spiel anders ist. Dadurch ist es zum ersten Mal offiziell möglich, die drei Boss Charaktere in TMNT: Tournament Fighters (MD) zu spielen.

Screenshot von Teenage Mutant Ninja Turtles: The Cowabunga Collection

Das Digital Eclipse Lösungsbuch

Digital Eclipse hat hier wirklich alle Register gezogen. Als ob alles vorher genannte noch nicht genug wäre, haben die Entwickler auch noch ein digitales Lösungsbuch eingebaut. Dort werden fast alle Cheats aufgeführt und noch wichtiger ist die Tatsache, dass es eine vollständige Karte von Teenage Mutant Ninja Turtles (NES) und Teenage Mutant Ninja Turtles III: Radical Rescue (GB) beinhaltet.

Bei einigen Spielen sieht man den Publisher ULTRA. Dies war tatsächlich nur Konami unter einem anderen Label, weil Nintendo zu dem Zeitpunkt jedem Publisher nur eine begrenzte Anzahl von Spielen zugewiesen hat. Dementsprechend haben alle zusätzliche Labels geschaffen.

Screenshot von Teenage Mutant Ninja Turtles: The Cowabunga Collection

Onlinefunktion

Vier Spiele haben eine Online Funktion TMNT: The Arcade Game (Arcade), TMNT: Turtles in Time (Arcade), TMNT: Hyperstone Heist und TMNT: Tournament Fighters (SNES), inklusive Rollback Netcode.

Nach eigener Erfahrung hat Hyperstone Heist gut funktioniert, während Tournament Fighters schon ein wenig bemerkbarer war. Bei den restlichen beiden habe ich es nie geschafft in ein Spiel reinzugehen, da es keine Verbindungsfilter gibt und es jedes Mal unspielbar war.

Teenage Mutant Ninja Turtles (NES)

Screenshot von Teenage Mutant Ninja Turtles: The Cowabunga Collection

Über die Geschichte gibt es nicht viel zu schreiben und beläuft sich auf die typische Entführung von April und Meister Splinter. Ein besonderes Anzeichen, das es sich um eine Umsetzung der 1987 Cartoons ist, ist die Tatsache, dass Splinter am Ende wieder zum Mensch wird.

  • Gameplay & Steuerung

Ein experimentelles Spiel wie Castlevania: Simon’s Quest, mit einem Labyrinth artigen Leveldesign. Das Ziel ist es den richtigen Weg zu finden, dabei bewegt man sich auf der Weltkarte und erledigt pseudo Levels, die entweder woanders hinführen oder wichtige Objekte beinhalten. Es ist wichtig zu erwähnen, dass die Aufstellung der Gegner sich beim hin und Rückweg unterscheiden.

Am Ende der ersten Karte kommt es dann zum berühmten Schwimm Level, wo man Bomben innerhalb einer bestimmten Zeit entschärfen muss. Glücklicherweise taucht diese Art von Level nur einmal auf.

Letztendlich ist noch zu erwähnen, dass bei bestimmten Gegnern Verbrauchswaffen aufgesammelt werden kann. Eines davon ist der Bumerang, welches möglicherweise sogar das Beste ist, da man sie beim Rückflug wieder aufsammeln und quasi unendlich einsetzen kann.

  • Die Turtles und Rettung

Alle vier Turtles haben ihre separate Lebensenergie und Angriffe. Donatello verursacht den größten Schaden und hat die größte Reichweite, ist aber dafür ziemlich langsam. Leonardo ist sowas wie ein Kompromiss zwischen Schnelligkeit und Reichweite. Innerhalb der Levels kann man Pizza auffinden, die, die Lebensenergie wieder auflädt.

Geht mal ein Turtle K.O., dann ist es möglich einen pro Mission zu retten.

  • Grafik & Sound

Was einem sofort auffällt, ist das komplett willkürliche Gegnerdesign mit nicht identifizierbaren fliegenden Gegnern, Feuer Monster und Männer mit Kettensäge. Sieht es aber schlecht aus? Nicht wirklich, abgesehen von Rocksteady, Bebop und Shredder erkennt man halt nicht viel. Die Turtles sehen wiederum gut erkennbar aus.

Bei der Musik sollte man nicht viel Abwechslung erwarten, da es ca. nur 3 Musikstücke für Levels gibt. Die Musik ist nicht sonderlich gut, aber es sind richtige Ohrwürmer dabei.

  • Zwischenfazit

Teenage Mutant Ninja Turtles ist ein klassisches knallhartes Spiel, das nur wenig Rücksicht auf den Spieler nimmt und genauso wie die Castlevania Spiele Meisterung erwartet. Als Besitzer des NES Spiels muss ich zugeben, dass ich es nie geschafft habe es durchzuspielen. Doch mithilfe der TMNT: The Cowabunga Collection hat dieser Kindheitsalptraum endlich ein Ende.

Ist es ein gutes oder schlechtes Spiel? Weder noch. Insgesamt liegt es ganz gemütlich im mittelmäßigen Bereich.

6/10

Teenage Mutant Ninja Turtles (Arcade)

Screenshot von Teenage Mutant Ninja Turtles: The Cowabunga Collection

Über die Story lässt sich nicht viel schreiben. Es fängt damit an, dass April von Shredder entführt wird und die Ninja Turtles müssen ihm das Handwerk legen.

  • Gameplay & Steuerung

Auch wenn es heute nicht mehr so bekannt ist, Konami war damals extrem berühmt für ihre simplen Arcade Beat’em Ups. Dies ist auch hier der Fall und natürlich ist es auch ein richtiger Münzenfresser. Das Spiel ist ziemlich eindeutig auf vier Spieler ausgelegt, da man immer gegen eine größere Menge an Gegnern bekämpft. Als Solospieler muss man also extrem darauf aufpassen, nicht umzingelt zu werden.

Neben den normalen Angriffen gibt es Spezialangriffe, die sofort einen Fußsoldaten erledigen, außer Raphael, der nach vorne rollt und einen Fußfeger ausführt. Mit diesem Spiel wurde auch zum ersten Mal in TMNT die Sprungangriffe eingeführt bei dem man in ca. einem 45° Winkel schnell nach unten tritt (in Kampfspiel Lingo wird sowas auch Divekick genannt).

Zusätzlich gibt es noch einen zufallsbedingten Angriff, bei dem die Fußsoldaten geworfen werden und sofort K.O. gehen. Dies ist nur eine Vermutung, jedoch kam es mir so vor das die Wahrscheinlichkeit vom Wurf bei Raphael viel höher war.

Anscheinend hat man nach dem ersten Spiel etwas dazu gelernt und anstatt viele neue Gegner zu erschaffen, wurden dafür viele Footclan Soldaten mit unterschiedlichen Farben und Waffen eingeführt. Eine Änderung, die sich bis heute mit Shredder’s Revenge gehalten hat.

Die Bosse haben es alle in sich, wobei es offensichtlich ist das die ersten noch einigermaßen Anfänger freundlich sind.

  • Grafik & Sound

Da es um einen Arcade Titel handelt, ist sie von der Grafik her den damaligen aktuellen Konsolen meilenweit voraus gewesen. Dabei wurden sogar Originalstimmen für den einen oder anderen Moment verwendet wie z.B. Roadkill Rodney oder das Lachen from Shredder.

Die Animationen erscheinen ziemlich aufwendig. Am auffälligsten sind die Fußsoldaten mit ihrer ulkigen Bewegung, bei dem jeder Schritt übertrieben wird. Beim Endkampf gegen Shredder sieht man eine kleine Hommage an die Original Eastman & Laird Comics, indem er seine Maske nach hohen Schaden verliert.

Bei der Musik lässt sich ebenfalls nicht viel tadeln. Es wird hier gerne die TMNT Musik in verschiedenen Remix Fassungen geboten. Aber auch die originellen Musikstücke stehen dem nichts hinterher. Von allen Musikstücken ist wohl die von Krang am markantesten, da es sich nicht nach einer Boss-Musik anhört.

  • Zwischenfazit

Teenage Mutant Ninja Turtles: The Arcade Game ist für die heutigen Verhältnisse schon etwas altbacken, da man sich klassisch durchprügelt. Die eigentliche Stärke des Spiels liegt eindeutig im Multiplayer, das für eine 4 Spieler Couch Party sicherlich eine spaßige Stunde bieten kann. Für Solospieler wird es eher um die Herausforderung gehen.

Insgesamt ein leicht überdurchschnittliches Spiel, aber es schafft nicht den Schritt in die Kategorie der guten Spiele.

7/10

Teenage Mutant Ninja Turtles II: The Arcade Game (NES)

Screenshot von Teenage Mutant Ninja Turtles: The Cowabunga Collection

Da es ein fast direkter Port ist, hat es natürlich auch die identische Story. Abgesehen davon ist es ein Port, das sich aus Gameplay Gründen sehen lassen kann, abgesehen davon das es von 4 Spielern auf 2 runtergesetzt worden ist.

  • Gameplay & Steuerung

Es übernimmt zwar alle Levels und Gegner, jedoch hat man sich hier zum Ziel gesetzt noch mehr zu bieten als ein reiner Port. Die Balance wurde neu überarbeitet und es wurden zwei brandneue Levels hinzugefügt, mit exklusiven Gegnern.

Der erste Level wurde übrigens ebenfalls leicht erweitert.

Auch die stärkeren Spezialangriffe wurden übernommen und Raphael diesmal den gleichen Angriff wie seine Brüder. Dies kommt vielleicht davon, dass der zufallsbedingte Wurf aus dem Spiel entfernt worden ist.

Da es hier sich nicht um einen Münzenfresser handelt, wurde natürlich ein neues Continue System eingeführt, dass sich durch bestimmte Meilensteine bei den Punkten wieder steigert.

Natürlich haben die zwei zusätzlichen Levels ihre Vor- und Nachteile, schließlich bedeutet es, dass das Spiel schwieriger geworden ist und der zweite neue Boss ist ohne Zweifel richtig tödlich.

Es wird richtig das Spiel auf die normale Weise durchzuspielen und das sogar zu zweit. Glücklicherweise gibt es ein Stage Select Cheat, mit dem man ungefähr wieder dort anfangen kann, wo einem das jähe Ende gegrüßt hat.

  • Grafik & Sound

Überraschenderweise hat die Rationalisierung der Grafik einen positiven Nebeneffekt, denn durch die reduzierten Animationen hat man die überzogene Gangart der Fußsoldaten normalisiert. Es ist zwar nur eine kleine Änderung, hat aber einen großen Effekt auf die komplette Atmosphäre.

Der Soundtrack wurde ebenfalls überraschend gut umgesetzt und hat kein bisschen an atmosphärische Qualität verloren. Die zwei neuen Tracks sind eher gemischt, während Central Park ok ist, überzeugt die Dojo-Musik mit einem sehr markanten Beat, das den Japan inspirierten Level begleitet.

  • Zwischenfazit

Auf Makro Stufe sind sich die beiden Spiele extrem ähnlich, doch die Anpassungen machen einiges aus. Dazu kommen auch noch die zwei neuen Levels und ein neuer Boss ersetzt eine Wiederholung von vorherigen Bossen.

Für NES Verhältnisse ist es ein guter Beat’em Up, wobei nach heutigen Standards es eher knapp an der guten Wertung vorbeigeht.

7.5/10

Teenage Mutant Ninja Turtles III: The Manhattan Project

Screenshot von Teenage Mutant Ninja Turtles: The Cowabunga Collection

Konami’s TMNT Beat’em Up Abschiedsspiel vom NES und ist ca. einen Monat nach dem Arcade release von Turtles in Time erschienen. Weiterhin wurde nie eine PAL Version veröffentlicht, es ist unbekannt warum. Doch wichtig ist nur, dass man es jetzt auf den aktuellen Konsolen ebenfalls verfügbar ist.

Bei TMNTIII: The Manhattan Project handelt es sich um ein exklusives NES Titel, bei dem die Entwickler von Konami es so voll gespickt haben wie möglich. Zwar sind es auf dem Blatt genauso viele Levels wie der Vorgänger, aber diese sind hier vergleichsweise viel länger. Es ist auch gleichzeitig das einzige Spiel, das fast die 2-Stunden-Marke bei der Demo erreicht.

  • Story

Die Turtles genießen gerade ihre Ferien auf dem Strand nur wiedermal von Shredder gestört zu werden. Diesmal hat er nicht nur April entführt, sondern ganz Manhattan, indem er daraus eine fliegende Insel gemacht hat!

  • Gameplay & Steuerung

Das Spiel übernimmt zum größten Teil das Gameplay von Vorgänger, mit einigen grundlegenden Änderungen. Die alten Spezialmanöver gibt es nicht mehr, dafür gibt es neue, die kurz unverwundbar sind und Lebensenergie kosten.

Zusätzlich ist es jetzt möglich, die Fußsoldaten wie im „The Arcade Game“ auf Befehl (Unten + Angriff) einzusetzen. Letztendlich ist es sogar möglich über Cheat Codes den Schwierigkeitsgrad einzustellen, um das Ganze für alle etwas angenehmer zu machen. Beim leichten Schwierigkeitsgrad braucht man beispielsweise nur ein Treffer für einen Fußsoldaten.

  • Punkte und Leben

Im Gegensatz zu den vorherigen Beat’em Ups ist es jetzt wichtig darauf aufzupassen, wie man den Gegner erledigt. Erledigt man sie mit den normalen Angriffen, dann bekommt man die volle Punktzahl. Bei Würfen und Sprungangriffen gibt es einen Punkt Malus, wobei beim Wurf es Bonuspunkte gibt, wenn der geworfene einen anderen mit sich reißt.

Warum sind die Punkte wichtig? Sie sind gleichzeitig dafür da, mehr Leben zu ergattern. Die ersten zwei bekommt man bereits jeweils nach, 50000 Punkten. Danach verdoppelt sich die benötigte Anzahl.

  • Gegner

Die neu eingeführte Tradition der kunterbunten Fußsoldaten wird hier weitergeführt. Sie kommen in sehr viel unterschiedlichen Varianten und unterschiedlichen Angriffen, sodass zu keiner Zeit Langweile aufkommt.

Natürlich dürfen andere klassische Gegner wie Mousers nicht fehlen. Ganz neu sind die normalen Steinsoldaten, die ein wenig mehr aushalten.

  • Bosse

Die Arbeit, die in die Bosse eingegangen ist, sollte man nicht unterschätzen. Insgesamt sind es 13 Bosse, inklusive Mini-Bosse. Darunter Slash, Super Shredder und mehr. Alle wiederkehrenden Bosse wurden ebenfalls komplett überarbeitet.

Interessanterweise machen Groundchuck und Dirtbag ihr Debut und wurden dann später in Shredder’s Revenge als Team wieder eingeführt.

Insgesamt erscheinen die Kämpfe als machbar, wobei Krang vielleicht Ausnahme ist, da er wiedermal knallharte Bewegungen drauf hat und anscheinend auch den Krang in Shredder’s Revenge inspiriert hat.

  • Grafik & Sound

Anscheinend haben die Entwickler versucht, alles aus dem NES herauszuholen. Die große Anzahl von Erscheinungsarten der Fußsoldaten ist verblüffend, es ist zwar nur ein grafischer Bonus, aber man merkt, dass viel reingesteckt wurde. Sie kommen aus Fenster gesprungen, klettern von Rohren runter, oder verstecken sich als Statuen.

Auch bei den kleinen Details mangelt es nicht. Bei der Verwandlung zum Super Shredder sieht man z.B. eine Animation wie er das Mutagen zerbricht und es auf ihn fließt. Den Aufwand hat man selbst bei den 16-Bit Konsolen betrieben.

Bei der Musik hat man größtenteils auf die TMNT Main Theme als Rückgrat verzichtet, stattdessen werden ziemlich peppige Songs abgespielt, die zu der Atmosphäre der Cartoons passen.

  • Zwischenfazit

Teenage Mutant Ninja Turtles III: The Manhattan Project ist eine klare Überraschung, wie viel erreicht wurde. Es ist ziemlich merkwürdig, warum die Einstellungen ausgerechnet über einen Cheat Code versperrt wurden, schließlich ist der auswählbare Schwierigkeitsgrad ein brandneues Feature.

Von der Spiellänge könnte es mit ca. 2 Stunden es etwas zu lang sein, aber mit der Levelauswahl und den Speicher Feature der Kollektion ist es letzten Endes kein Problem mehr.

Dieser dritte Teil ist ein würdiger Beat’em Up Abschied von Konami, den TMNT und hält sich locker mit den besten des Genres auf dem NES und ein Anzeichen wovon noch auf einem zukommt.

8/10

Teenage Mutant Ninja Turtles: Turtles in Time (Arcade)

Screenshot von Teenage Mutant Ninja Turtles: The Cowabunga Collection

Die Ursprungsfassung von Turtles in Time, das wie beim Vorgänger ebenfalls auf vier Spieler ausgelegt wurde. Auf keinen Fall zu verwechseln mit der Super Nintendo Fassung.

Zeitlich gesehen ist es kurz vor TMNTIII: The Manhattan Project erschienen und haben dementsprechend hier und da ähnliche Ideen.

In Turtles in Time geht es darum, dass Krang und Shredder die Freiheitsstatue stehlen und es liegt an den Turtles sie wieder zurückzuholen, aber mit einem Twist. Denn Shredder hat eine Zeitreise Tour für sie geplant…

  • Gameplay & Steuerung

Das Spiel übernimmt zum größten Teil die Steuerung vom Vorgänger und bekommt eine ganze Reihe neuer Aktionen.

  • Rennen

Die Charaktere rennen jetzt automatisch, wenn man für eine bestimmte Zeit in eine Richtung läuft. Von dort aus kann dann eine Ramm-Attacke oder Rolle in Ramm- oder Fußfeger gewechselt werden, um die Gegner auf die Matte zu schicken. Drückt man gleichzeitig Sprung und Angriff, dann wird ein fliegender Tritt ausgeführt, um gleich mehrere Gegner zu erwischen.

  • Spezialbewegungen

Diesmal haben alle vier Turtles ihre eigenen Spezialbewegungen. Leonardo macht einen Rundumschlag, Raphael führt einen Roundhouse Tritt aus, Donatello torpediert sich mit seinem Bo nach vorne und Michaelangelo schießt nach vorne, mit beiden Nunchucks ausgestreckt.

Man kann davon ausgehen, dass Raphaels wahrscheinlich am meisten Schaden zufügt, weil es wirklich nur eine kleine Fläche abdeckt. Im Gegensatz zu The Manhattan Project kostet der Einsatz keine Lebensenergie, d.h. es ist empfehlenswert sie so oft wie man möchte einzusetzen.

  • Zufallsbedingte Angriffe

Auch hier gibt es wieder zufallsbedingte Aktionen und diesmal sind es zwei. Zum einen werden die Fußsoldaten Richtung Bildschirm geworfen und zum anderen werden sie als Peitsche benutzt, um nach links und rechts zu schlagen.

  • Gegner

Genauso wie in The Manhattan Project sind die Gegner neu aufgestockt. Neu sind beispielsweise die Xenomorph (Alien) inspirierten Pizza Monster in der Surf Runde. Außerdem sind die Steinsoldaten jetzt auch mit von der Partie. Am merkwürdigsten sind die Punch Roboter, die ziemlich willkürlich vorkommen.

Wie immer wird eine größere Menge an Gegnern gleichzeitig auf den Spieler angesetzt.

  • Bosse

Die ersten zwei Bosse sollten selbst Solo kein allzu großes Problem darstellen. Darauf folgen schon happigere Bosse, bei der die Multiplayer Balance bemerkbar wird. Es ist zwar nicht unmöglich, aber dafür dauert es halt etwas, da man immer zwischendurch ausweichen muss. Cement Man ist ein Arcade Version exklusiver Gegner und ist wohl den einen Blob Monster aus der Zeichentrickserie nachempfunden.

Im Gegensatz zur SNES Version ist der Endkampf lediglich gegen einen normalen Shredder, anstatt Super Shredder.

  • Grafik & Sound

Wie immer überzeugt das Spiel mit feinen und flüssigen Animationen. Durch die Zeitreise Thematik hat man es geschafft richtig viel Abwechslung ins Spiel zu bringen. Angefangen in New York, dann zu den Dinosauriern, das Piratenzeitalter und dann auch noch in die Zukunft.

Beim Bosskampf auf dem Piratenschiff kommt ein störender Donner Effekt zum Einsatz, das den ganzen Bildschirm weiß aufblitzen lässt. Eine interessante Idee, aber leider zu übertrieben. Glücklicherweise ist die Frequenz nicht sehr hoch, würde aber überhaupt nicht schaden, wenn man es weggelassen hätte.

Im Intro wurde extra als kleine Promo ein kurzes Stück Musik von Pizza Power verwendet, bei dem damals die Turtles auf Tour gingen. Die TMNT Melodie wird eher sporadisch verwendet, welches hauptsächlich die erste Runde ist und versetzt den Spieler dadurch sofort in die perfekte Atmosphäre.

  • Zwischenfazit

Im Vergleich zum Vorgänger hat es sich in jeder Hinsicht verbessert. Bedauerlicherweise hat es immer noch das Problem, dass das Gameplay an Tiefe fehlt und nur im Multiplayer voll zur Geltung kommt.

8.5/10

Teenage Mutant Ninja Turtles IV: Turtles in Time (SNES)

Screenshot von Teenage Mutant Ninja Turtles: The Cowabunga Collection

Es steht in dem Design geschrieben, Schwarz auf Weiß, dass das Ziel ein noch besseres Spiel ist und dies ist ohne Zweifel gelungen. Die SNES ist zwar ein Port vom Arcade Spiel, kommt aber mit vielen Gameplay, Änderungen und Zusätze, sodass die Schwächen stark reduziert sind.

  • Gameplay & Steuerung

Die Grundlagen und Steuerung sind identisch geblieben, aber im Gegensatz zu den vorherigen Spielen gibt es jetzt ein Optionsmenü, wo man auch den Schwierigkeitsgrad einstellen kann.

Am wichtigsten sind neben den zusätzlichen Inhalten die kleineren Änderungen.

  • Rennen

In den Optionen gibt es jetzt eine neue und bessere Einstellung für die Aktivierung vom Rennen. Entweder man übernimmt das vom Arcade Version oder man aktiviert das Rennen auf Befehl, indem man zweimal in die gleiche Richtung tippt. Diese Änderung ist extrem wichtig, weil dadurch die Funktion viel einfacher einzusetzen ist.

Eine weitere Änderung liegt in der Ramm Attacke. Im Gegensatz zur Arcade Version bleiben jetzt die Gegner nämlich stehen und werden wie bei einem normalen Treffer gelähmt. Dies ermöglicht dem Spieler, die Combo weiterzuführen.

Durch diese Änderung wurde ein spezieller Fußsoldat angepasst, dieser kann die normalen Angriffe abwehren und kann mit der Ramm Attacke aufgeknackt werden.

  • Spezialbewegungen

Zwar hat man sie alle übernommen, jedoch verbrauchen sie jetzt beim erfolgreichen Treffer Lebenspunkte. Im Austausch ist der Charakter über den gesamten Angriff unverwundbar.

Dieser Kompromiss liefert einen zusätzlichen Vorteil. Man kann jetzt nämlich mit den Spezialbewegungen gefährliche Hindernisse überwinden. Setzt man beispielsweise die Spezialbewegung bei Baxter Stockmans Energiehand ein, zählt es für als ein Treffer und es kommt dann ein hämisches Gelächter, das ihn für einen Gegenangriff frei macht.

Mike und Don können wiederum damit leicht die Planken Fallen auf dem Piratenschiff entschärfen.

  • Würfe

Die Zufallsangriffe wurden zu einem festen Bestandteil des Movesets umgewandelt. Diese werden jetzt aktiviert, wenn man in der Nähe eines gelähmten Fußsoldaten ist und angreift. Auf neutraler Position kommt die menschliche Peitsche zum Einsatz. Bewegt man das Steuerkreuz zusätzlich in Richtung Gegner, dann wird dieser in Richtung Bildschirm geworfen. Beide Würfe erledigen automatisch den Gegner, wobei letztere mit mehr Punkte belohnt wird.

  • Zusatzrunde Technodrome

Eine komplett neue Runde nur für die SNES Version. Tokka und Rhazar wurden ebenfalls als Zwischenbosse hierhin versetzt. Doch das wichtigste und eines der ikonischsten Momente liegt am Ende des Levels. Dort wartet Shredder in einer besonderen Maschine auf die Turtles und der gesamte Kampf findet aus der Ich-Perspektive von ihm ab.

Um ihn zu besiegen, muss man die Fußsoldaten in Richtung Bildschirm werfen.

Wie man sieht, haben die Entwickler für jede Änderung auch an einen besonderen Einsatz gedacht.

  • Bonus Runden

Sewer Surfin‘ wird als Bonus Runde eingestuft und die Runde endet nicht mehr mit den Pizza-Monstern sondern mit einem Bosskampf gegen den Rat King.

Neon Night Riders wurde komplett umgekrempelt, um den Mode 7 vom SNES einzusetzen.

  • Gegner

Alle Gegner außer dem Punch Roboter wurden übernommen, im Austausch kommt der altbekannte Roadkill Rodney wieder zum Einsatz. Die Mousers machen ebenfalls eine Rückkehr.

In der Arcade Fassung ist es beispielsweise nicht möglich, die Steinsoldaten zu werden. In dieser Fassung bekommen die einen besonderen Wurf ab, bei dem sie mit einem Schulterwurf durch die Luft geschleudert werden. Dies ist vor allem in den Momenten nützlich, wenn mehrere Steinsoldaten gleichzeitig auf dem Feld sind.

  • Bosse

Neben Rat King und den Shredder im Kampfpanzer wurden Rocksteady und Bebop wieder zurückgebracht. Beide ersetzen Tokka und Rahzar auf dem Piratenschiff mit passender Piratenausrüstung.

Cement Man wurde mit Slash ausgetauscht, dieser gilt für viele als schwierigster Boss weil er alle frontalen Angriffe abwehrt. Das ganze ändert sich offensichtlich, wenn ein zweiter Spieler dabei ist, denn dann kann einer ihn unter Druck setzen, während der andere von hinten angreift.

Als Letztes ist der neue Endboss zu erwähnen. Der normale Shredder wurde hier mit dem Super Shredder ausgetauscht.

Grafik & Sound

Viele der Animationen der Fußsoldaten wurden komplett überarbeitet. Anstatt ulkigen Bewegungen wurde denen jetzt normale Kampfstellungen gegeben. Zwar ist die Qualität der Animationen nicht so hochwertig wie die Arcade Fassung, trotzdem wurde es extrem gut umgesetzt.

Bei Rocksteady und Bebop haben die Entwickler sogar etwas Besonderes eingebaut. Bei dem Bosskampf sind zwar beide gleichzeitig da, aber es ist bis zu einem bestimmten Zeitpunkt immer nur einer im Ring. Dort sieht man immer wieder, wie einer den anderen in den Ring stößt. Passend zur Dynamik dieser beiden Charaktere.

Über die Musik muss man ebenfalls nicht viel reden. Sie ist top und an die verschiedenen Thematiken angepasst.

  • Zwischenfazit

Teenage Mutant Ninja Turtles IV: Turtles in Time ist ein allzeit Klassiker, das für viele vielleicht sogar das beste SNES Beat’em Up ist. Bei der Umsetzung wurde quasi an alles gedacht und die Schwächen ausgebessert. Definitiv das beste Spiel in der Kollektion.

10/10

Teenage Mutant Ninja Turtles: The Hyperstone Heist

Screenshot von Teenage Mutant Ninja Turtles: The Cowabunga Collection

Im Gegensatz zu Turtles in Time hat diesmal Shredder die Macht der Hyperstones verwendet, um Manhattan zu verkleinern und zu stehlen. Die Turtles machen sich auf den Weg, ihn zu finden.

  • Gameplay & Steuerung

Das Gameplay ist fast identisch zu Turtles in Time für SNES, wobei es eine extra Renn Taste gibt und der Wurf Richtung Bildschirm entfällt.

Die beste Beschreibung für dieses Spiel ist wohl das Wort Remix. Es benutzt Teile von Level, Teile von The Arcade Game, sowie Turtles in Time und mischt beides in ein neues Spiel. Ein leicht bizarres Erlebnis.

Alle Bossgegner sind ebenfalls quasi von den anderen Spielen übernommen worden. Die einzige Ausnahme der Level von Shredders Geheimversteck, welches komplett neu ist und Tatsu aus den Live Action Filmen taucht dort als Boss auf.

  • Grafik & Sound

Im Grunde genommen ist Grafik & Sound quasi identisch, mit schlimmstenfalls leichten unterschieden. Die neuen Soundtracks für Shredder’s Geheimversteck sind sehr gut gelungen und passen zum japanischen Design.

  • Zwischenfazit

Teenage Mutant Ninja Turtles: The Hyperstone Heist ist ein wirklich interessantes Spiel und ist wie eine Chimära. An der Qualität hat es aber nicht gelitten. Es kann sein, dass für einige dieses vielleicht sogar mehr gefallen kann als Turtles in Time für SNES. Angeblich soll die KI aggressiver und das Spiel ein wenig schneller sein.

9.5/10

Teenage Mutant Ninja Turtles: Tournament Fighters (SNES)

Screenshot von Teenage Mutant Ninja Turtles: The Cowabunga Collection

Kanal 6 hat ein neues Programm, und zwar “The Tournament Fighters“! Der Sieger bekommt eine riesige Menge Geld. Aus unbekannten Gründen macht sogar Shredder dort mit, weshalb die Turtles natürlich auch nicht fehlen dürfen.

Zusätzlich gibt es auch noch einen Story-Mode mit einer separaten Geschichte bei dem April und Splinter von der Shredder Elite, angeführt von Karai, entführt worden sind.

  • Gameplay & Steuerung

Diese SNES Fassung ist eindeutig von Street Fighter 2 inspiriert worden, wobei es hier nur zwei Angriffstasten gibt. Insgesamt stehen 10 Charaktere im normalen Turnier zur Verfügung und die zwei Bosse können entweder über Cheat Code oder über die Verbesserungseinstellungen freigeschaltet werden. Leider gibt es keine Möglichkeit, mit den beiden Bossen gegen die CPU zu spielen.

Als eine Gameplay Besonderheit gibt es die Mutagen Anzeige, die sich mit jedem gelungenen Kontakt auflädt, d.h. offensives Spielen wird belohnt, denn die Super-Angriffe können richtig stark sein. Bei voller Anzeige muss man einfach nur die zwei starken Angriffe drücken und schon wird der Super-Angriff aktiviert.

  • Grafik & Sound

Optisch ist es äußerst gut gelungen und das Design der Turtles wurde extra angepasst, sodass sie weniger als ihre Cartoon-Inkarnationen aussehen, sondern mehr wie eine Mischung aus dem Cartoon und dem Original Comics.

Die Charaktere sind gut detailliert und die Animationen sind ebenfalls sauber. Für die damalige Zeit war es schon ein gut aussehendes Spiel.

Bei der Musik sind zwar nicht alle Kracher wie bei Street Fighter 2, aber da sind schon einige gute Musikstücke dabei wie z.B. Shredders oder Askas.

Überraschenderweise wurden die Sprachstücke für die Moves in der japanischen Fassung nochmal verbessert. In der westlichen Fassung war es teilweise schwierig zu hören, was die überhaupt sagen. Während in der japanischen Fassung es sich sogar wie eine echte Tonaufnahme anhört.

  • Zwischenfazit

TMNT: Tournament Fighters war ein lobenswerter Versuch von Konami ein Kampfspiel in den Ring zu schicken. Insgesamt ist diese Fassung relativ kompetent und Casual Spieler konnten bereits damals ihren Spaß damit haben. Für Hardcore Kampfspiel Spieler ist es wahrscheinlich eher uninteressant, weil es hier und da Sachen zu finden sind, die ausgenutzt werden können. Den absoluten hardcore Test würde es also nicht überstehen.

8/10

Teenage Mutant Ninja Turtles: Tournament Fighters (Mega Drive)

Screenshot von Teenage Mutant Ninja Turtles: The Cowabunga Collection

Vier Doppelgänger der Turtles entführten auf Befehl von Krang Meister Splinter. Somit machen sich die Turtles auf eine galaktische Reise auf.

  • Gameplay & Steuerung

Die Steuerung ist für den Gamepad mit drei Tasten ausgelegt, weshalb das Spiel teilweise sich komisch steuert. Dies kommt davon, dass die starken Angriffe in Zusammenhang mit der vorwärts Taste aktiviert wird.

Auf den ersten Blick könnte es wie ein kompetentes Spiel erscheinen, aber es gibt einen Grund, warum nur die SNES Fassung erwähnt wird.

In diesem Spiel gibt es kein Combo-System, weshalb es hier um einzelne Treffer geht. Super Moves dürfen natürlich nicht fehlen und das System ist anscheinend von Art of Fighting inspiriert worden, indem man sie nur bei niedriger Lebensenergie einsetzen kann.

  • Grafik & Sound

Technisch sieht es einigermaßen in Ordnung aus, aber an diesem Spiel fühlt sich fast nichts nach TMNT an. Viele der Runden sehen eher aus als wären die aus Contra, mit komischen Alien-Wesen im Hintergrund.

Leonardos Super Move ist für TMNT Verhältnisse ziemlich brutal, da wird der Gegner in die Luft geschleudert und dann mit dem Katana aufgespießt, dabei läuft sogar die Soße aus.

Die Musik ist in Ordnung, wobei nichts richtig auffällt.

  • Zwischenfazit

Bei der Mega Drive Fassung merkt man richtig, dass ein relativ unerfahrenes Team gearbeitet hat. Im Vergleich zur SNES Version kann man diese hier als einen reinen Avantgarde-Bonus ansehen.

5/10

Teenage Mutant Ninja Turtles: Tournament Fighters (NES)

Screenshot von Teenage Mutant Ninja Turtles: The Cowabunga Collection

Shredder fordert die Turtles zum Kampf auf… und das wars auch schon. Diesmal ist er zugegebenermaßen braver als sonst.

Kleines Trivia: Dieses Spiel ist der letzte NES Titel von Konami.

  • Gameplay & Steuerung

Dieser Titel ist relativ weit entfernt vom typischen Kampfspiel. Die Turtles benutzen ihre Waffen gar nicht, man kann davon ausgehen das diese Entscheidung gefallen ist, um sich die Arbeit zu sparen separate Animationen zu erschaffen. Jeder Charakter hat nur einen Spezialangriff, abgesehen von Shredder.

Als besonderes Feature ist es möglich zu rennen und rennende Angriffe auszuführen. Würfe sind auch im Spiel.

Allerdings sind die normalen Angriffe relativ langsam, weshalb man wahrscheinlich sie nur selten einsetzen möchte. Stattdessen setzt man lieber auf die Spezialmoves und Angriffe aus dem Rennen.

  • Grafik & Sound

Bei nur 4 Runden und 7 Charakteren hätte man vielleicht ein wenig mehr erwarten können, aber insgesamt ist die Grafik und die Musik in Ordnung.

  • Zwischenfazit

Die NES Fassung sollte man genauso wie die Mega Drive Fassung als eine Art Avantgarde Bonus ansehen. Es gibt wohl einen guten Grund, warum für das NES so gut wie kein Kampfspiel erschienen ist, schließlich war es für die damalige Zeit ein technisch intensives Genre.

4/10

Teenage Mutant Ninja Turtles: Fall of the Foot Clan (Game Boy)

Screenshot von Teenage Mutant Ninja Turtles: The Cowabunga Collection

April wurde wieder Mal entführt…

  • Gameplay & Steuerung

Ein ziemlich einfaches Spiel, bei dem man einfach nach rechts läuft und die Gegner entweder ausweicht oder erledigt. Dabei tauchen natürlich auch gefährliche Hindernisse auf.

Alle Turtles haben ungefähr den gleichen Angriff und verschießen beim geduckten Angriff Wurfsterne.

Nebenbei gibt es 10 versteckte Minispiele.

  • Grafik & Sound

Die Sprites sind quasi in XL Format, dementsprechend passt auch nicht viel auf den Bildschirm. Alle Turtles sehen abgesehen von ihren Waffen gleich aus.

Es gibt hier nicht viel auszusagen. Für Game Boy Verhältnisse war es ok.

Zwischenfazit

Ein simples Spiel ohne irgendwelche großartigen Besonderheiten, aber auch relativ frustfrei.

6/10

Teenage Mutant Ninja Turtles II: Back from the Sewers (Game Boy)

Screenshot von Teenage Mutant Ninja Turtles: The Cowabunga Collection

Diesmal wurde April und Splinter entführt.

  • Gameplay & Steuerung

Ist teilweise vergleichbar mit den Vorgänger, aber diesmal gibt es Segmente, bei der man sich auf einer Ebene bewegen kann wie in den Beat’em Ups.

Die Wurfsterne wurden komplett entfernt und stattdessen hat man eine mäßige Rutschattacke bekommen, indem man die beiden Tasten gleichzeitig drückt.

Der größte Unterschied zum Vorgänger liegt im Schwierigkeitsgrad. Es ist ziemlich eindeutig, dass ein häufiges Game Over beim Design des Spiels geplant wurde, denn da gibt einige üble Fallen.

Das Leveldesign hat ein interessantes Doppel Takt, bei dem die Fallen immer doppelt auftauchen. Wer also am ersten Versuch gescheitert hat, sollte sich ein wenig darüber überlegen, wie man es beim nächsten Mal ausweicht.

Eines der frustrierenden Elemente dieses Spiels sind bei einigen Levels bei dem die Gegner immer Respawnen und einen von links oder rechts auf einen zulaufen.

  • Grafik & Sound

Die Sprites sind leicht größer geworden und insgesamt hat das Spiel ein wenig mehr Details. An der Musik gibt es auch nichts auszusetzen.

  • Zwischenfazit

TMNT II: Back from the Sewers ist eines der wenigen Spiele, die ich viel besser in Erinnerung hatte als es tatsächlich ist. Es ist zwar verständlich, dass man viel Spielzeit bieten möchte, aber in diesem Fall nimmt die Frustration teilweise überhand.

5/10

Teenage Mutant Ninja Turtles III: Radical Rescue (Game Boy)

Screenshot von Teenage Mutant Ninja Turtles: The Cowabunga Collection

Während Michaelangelo unterwegs war, hat Shredder es geschafft April, Splinter und alle seine Brüder in Gefangenschaft zu bringen!

  • Gameplay & Steuerung

Dieses Spiel ist ein ganz anderes Kaliber als seine Vorgänger. Denn diesmal handelt es sich um ein Metroidvania. Hier geht es hauptsächlich die Turtles zu befreien und ihre individuellen Fähigkeiten einzusetzen um in neue Bereiche zu kommen. Doch bevor man sie retten kann, muss man erstmal jeweils einen Boss besiegen.

Es benutzt ein gutes Konzept, aber leider sind die besonderen Fähigkeiten der Turtles nur unter ganz bestimmten Umständen wirklich effektiv einsetzbar.

Nach typischen Metroidvania Manier gibt es versteckte Lebensenergie Upgrades. Da es sich um ein längeres Spiel handeln kann, gibt es diesmal ein Passwortsystem.

  • Grafik & Sound

Im Gegensatz zu den Vorgängern wurde die Sprite Größe geschrumpft, damit mehr auf dem Bildschirm passt und verhilft dadurch zu einem besseren Überblick.

Musikalisch gesehen gibt es nur sehr wenig Musikstücke. Drei für den normalen Level und eines für Bosskämpfe. Interessanterweise ist eines der drei Musikstücke ein Remix vom Vorgänger, aber mit viel klarerem Sound.

Bei der geringen Anzahl ist es ziemlich offensichtlich, dass sie alle zu Ohrwürmer werden und bleiben so ziemlich unvergesslich.

  • Zwischenfazit

Teenage Mutant Ninja Turtles III: Radical Rescue ist ein relativer guter Abschluss für den Game Boy. Das Gameplay ist ziemlich dezent und anspruchsvoll ausgefallen und hebt sich deswegen von anderen Spielen auf dem Handheld ab.

7.5/10

Fazit

Teenage Mutant Ninja Turtles: The Cowabunga Collection ist ein ziemlicher Mischmasch aus Spielen aus zwei Generationen mit variierendem Spielspaß. Das offensichtliche Highlight sind die Multiplayer Beat’em Ups wie z.B Turtles in Time (SNES), das sich in die Annalen der Videospielgeschichte als eines der Top-Spiele seiner Zeit etablieren konnte. Der Entwickler Digital Eclipse hat bei den Features absolut tolle Arbeit geleistet, und zwar dass man vielleicht zweifelt, ob diese Qualität und Quantität überhaupt wieder erreicht werden kann.
Ein ganz besonderer Lob bekommt Konami für die Bereitstellung der Design Dokumente, die von unschätzbaren Wert sind und einen tollen Blick hinter die Kulissen liefert. Für absolute Fans könnten diese Dokumente als Buch bereits schon die Hälfte vom Preis Wert sein.

Insgesamt ist es eine gute Kollektion, vor allem für TMNT Fans der 1987 Version. Bei 13 Spielen ist der vergleichsweise höhere Preis von 39,99€ noch vertretbar, wobei Spieler die nichts mit Beat’em Ups anfangen können sollten sich doch lieber es zweimal überlegen.

Ansonsten sei es zu zweit oder zu viert, diese Kollektion bietet gleichermaßen klassischen Multiplayerspaß.

Pro

  • Vollständige TMNT Kollektion von 8-Bit bis 16-Bit
  • Multiplayer Spaß mit bis zu 4 Spielern (2 Arcade Titeln)
  • Übersetzte Design Dokumente für einen Teil der Spiele...
  • EU Erstveröffentlichung von TMNT III: The Manhattan Project
  • Tolle extra Features mit ca. 20 Spielzeit von aufgenommenen walkthroughs ohne Schaden
  • 4 Spiele mit Online Funktion

Contra

  • Spiele schwanken in der Qualität
  • Nur 4 Spiele mit Online Funktion (kein Tutles in Time SNES)
  • ...leider ist ein kleiner Teil nicht übersetzt worden

Wertung

Testergebnis: 9.0

9.0 Sehr gut

Kaufempfehlung

80% Kaufempfehlung

80%Sehr empfehlenswert

Getestet wurde Teenage Mutant Ninja Turtles: The Cowabunga Collection auf PS5 von Soul-1. Das Spiel lag uns zum Zeitpunkt von unserem Test in Version 1.001.000 vor. Das Test Exemplar / der Review Code für Teenage Mutant Ninja Turtles: The Cowabunga Collection wurde uns von Konami kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!