Review

Fate/EXTELLA LINK

Veröffentlicht am 24.03.2019

Fate/EXTELLA LINK

Der unerbittliche digitale Kampf um die Zukunft der Welt geht weiter

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Fate/EXTELLA LINK ist der direkte Nachfolger zu Fate/EXTELLA: The Umbral Star. Doch bevor wir uns dem Spiel widmen, ein kleiner Ausflug in die Welt der Fate-Reihe. Angefangen als Visual Novel auf dem PC (nicht Jugendfrei) und später auch auf Konsolen (Jugendfrei). Es entwickelte sich daraus unerwarteterweise etwas Größeres. Die Welt von Fate erfreut sich mit großer Beliebtheit, weshalb es zu anderen Genre und alternative Geschichten ausgeschweift ist.

Fate/EXTELLA LINK ist der dritte Teil von einer dieser alternativen Geschichten. Der erste Teil war ein RPG auf der PSP namens Fate/EXTRA. Mit Fate/EXTELLA wurde auf das Action Genre umgestiegen, das vergleichbar ist mit Koei Tecmo’s „Warriors“-Reihe.

Fate/EXTELLA LINK geht den Weg seines Vorgängers weiter. Mit einer großen Vielzahl an Änderungen und neuen Charakteren.

Um Story spoilers müsst ihr euch in diesem Review keine Sorgen machen.

Fate/EXTELLA LINK

Pro

  • Freie Auswahl an freigeschalteten Charakter in der Story
  • Mehrere Endings
  • Rundum Verbesserungen zum Vorgänger

Contra

  • Alte Hauptcharaktere stehen im Hintergrund
  • Fühlt sich mehr an wie eine Nebengeschichte

Story: Charlemagne übernimmt das Rampenlicht

Fate/EXTELLA LINK führt die Story dort weiter, wo Sie beim Vorgänger aufgehört hat. Ruhe ist eingekehrt. Die digitale Welt ist am Aufblühen. Inmitten eines Spaziergangs trifft unser Protagonist auf eine prekäre Lage. Mithilfe von Magie wird der Held Charlemagne beschworen und lässt die Fetzen fliegen. Es wird schnell klar, dass eine neue Bedrohung im auf unsere Helden wartet.

Wie bereits bei den anderen Teilen wird die Story im VN-Stil präsentiert. Anstatt das mehrere Story Stränge pro Hauptcharakter gezogen werden, wird hier auf eine einzige Story mit Abzweigungen konzentriert.

Die Story kommt mir leider etwas zu flach vor und hat mich auch teilweise daran zweifeln lassen, ob es wirklich direkt nach The Umbral Star abspielt. Denn einige Charakter Interaktionen und das Aussehen von einem spezifischen Charakter lösen eine gefühlte Inkonsistenz aus. Wäre da nicht die direkte Erwähnung vom Umbral Star und deren Geschehnissen in EXTELLA.

Andererseits, fühlt sich die Geschichte selbständig an und verlangt nicht wirklich das Wissen vom Vorgänger. Bei Lücken hilft die Enzyklopädie aus.

Fans von den vorherigen Hauptcharakteren stehen hier leider etwas im Regen. Also falls du einen Waifu-Faktor wie im Vorgänger erwartest, mach dich auf eine Enttäuschung gefasst. Der junge Charlemagne steht in dieser Geschichte auf der Hauptbühne.

Fate/EXTELLA LINK

Gameplay

Bevor wir tiefer in die Materie gehen. Hier ist eine kleine Auflistung von Änderungen für The Umbral Star Veteranen:

- Die Story kann mit allen freigeschalteten Story spezifischen Servants gespielt werden. Nach dem ersten durchspielen zum einen der Endings wird es sogar noch besser.

- Freie Auswahl für alle freigeschalteten Servants ohne Story Begrenzung. Dies gilt sogar für ungespielte Storyzweige.

- „Money is Power“ System ist preislich bescheiden. Nach meiner Erfahrung ist es sogar möglich für jede neue Stage einen anderen Servant zu benutzen ohne dass das Geld ausläuft.

- Das Tauzieh System „Regime Matrix“ wird mit Missionsbasierten Design ausgetauscht. Eintönige Ziele werden somit eingedämmt.

- Verbündete Servants sind nicht mehr länger schwache Kanonenfutter. Teilweise helfen die sogar Sectors zu übernehmen.

- Sectors sind viel besser gegen feindliche Invasion geschützt. Viel besseres Tempo ohne das ständige hin und her.

- Aggressors und alle stärkere Einheiten seiner Art können jetzt anvisiert werden. Die Kamera Fixierung hilft immens bei übernahmen.

Für alle die den Vorgänger nicht kennen. Fate/EXTELLA LINK ist ein Spiel des Typs „Warriors“. Also ein Action Spiel in dem der Spieler riesige Gegnermengen vermöbelt. Eine angesammeltes Bodycount von 2000 sind keine Seltenheit pro Stage. Neben dem schwachen Kanonenfutter Gegnern stellen sich auch gefährlichere feindliche Helden im Weg. In Fate/EXTELLA LINK ist es das Ziel die verschiedenen Missionen zu erfüllen. Die RPG Elemente sind auch wieder dabei und die Charaktere leveln sich während des Kämpfens auch auf.

Die Angriffsequenz

Das Kampfsystem besteht daraus mit leichten angriffen anzufangen und mit starken abzuschließen. Der Abschluss ändert sich mit der leichten Angriffs Sequenz. Also zwei leichte angriffe haben einen anderen Abschluss, als drei leichte angriffe. Zwar sind diese normale angriffe nicht gerade stark, aber dafür können die jederzeit eingesetzt werden. Für die oben erwähnten Kanonenfutter reichen die allemal.

Zum größten Teil sind diese normalen Angriffe nur füllmaterial bis deine Active Skills einsatzbereit sind.

Active Skills

Sind Charakterspezifische spezialangriffe die in Verbindung mit der R1 Taste und den vier Front-Tasten aktiviert werden. Diese Angriffe haben es in sich. Kenner des Vorgängers werden sehr schnell erkennen, dass es Abschluss Angriffe von EXTELLA sind. Hier können die auf Knopfdruck benutzt werden unter dem Vorbehalt das die Active Skills Cooldowns haben. Meistens rangieren die in der 10 Sekunden Marke für Angriffe und 40 Sekunden für Status Verstärkungen.

Jeder Charakter kann bis zu vier im Kampf einsetzen. Am Anfang stehen nur drei zur Verfügung und mit dem aufleveln werden weitere freigeschaltet. In späteren Levels werden die bereits freigeschalteten noch besser. Zum größten Teil bestehen die Active Skills aus Angriffen. Nahkampf-, Flächen-, Fern-, Klasse spezifische Angriffe sind häufig vertreten. Verstärkung, Konter und Angriffe die binden tauchen auch gerne auf.

Also je, nachdem wie dein Plan aussieht, liegt es an dir, die richtigen für die Mission einzusetzen.

Active Skills haben noch einen weiteren Nutzen. Die Klassenbedingten um genau zu sein.

LINK System

Wenn Verbündete im gleichen Sector sind, entsteht eine Synergie in dem auch andere Active Skills zu den Klassen spezifischen hinzugezählt werden. Demzufolge ist es auch viel leichter den Rush Attack auszuführen. Bei Erfolg prügeln deine Verbündeten sogar mit.

Rush Attack

Eine Neueinführung. Unter bestimmten (zufälligen?) Bedingungen kann beim Treffer mit den Klassen spezifischen Active Skill der Rush Attack ausgelöst werden. Vorausgesetzt der betroffene ist ebenfalls ein Servant.

Hier wird die Zeit eingefroren und dein Charakter bombardiert den Gegner mit angriffen. Es ist ein extra Bonus in dem du mit dem mashen der leichten Angriffstaste extra Schaden zufügst. Der Rush Attack ist aus zwei Gründen sehr gut.

1. Es ist kostenloser Bonusschaden.

2. Der Cooldown deiner Skills läuft dabei trotzdem weiter.

Zugegeben ich bin nicht wirklich ein großer Fan vom mashen Mechanik. Da wurde bei Sony’s exklusivtiteln schon darauf geachtet eine Alternative zu bieten.

Vor allem weil der Rush Attack nicht der einzige Fall dieser Mechanik ist.

Clash

Wenn dein Angriff und der des gegnerischen Servant gleichzeitig aufeinandertreffen entsteht ein Clash. Hier ist es das gleiche Spiel wie beim Rush Attack. Mit dem Unterschied dass ihr beide um den Sieg in diesem Mini-Spiel kämpft. Der Sieger beendet den Clash mit der End Attacke vom Rush Attack. Falls du mal einen Clash verlierst und in eine schlechte Lage fällst, dann ist es eine gute Idee den

Moon Drive (Kreis-Taste)

Parat zu haben. Ebenfalls eine wiederkehrende Funktion mit Änderungen. Sobald dein Moon Drive Balken durch das kämpfen oder Items vollständig aufgeladen ist, kannst du den Moon Drive aktivieren. Im Moon Drive ist dein Charakter in einem extrem starken Zustand, indem alle Fähigkeiten verbessert sind. Beim vollständigen entleeren, ist vorerst wieder Schluss mit Moon Drive. Als alternative bietet sich der Drive Skill an. Ein verheerender flächendeckender Angriff.

Im Grunde genommen lohnt es sich meistens nur bei stärkeren Gegner es einzusetzen. Aber es gibt ein Argument es öfter zu aktivieren. Denn in Fate/EXTELLA LINK wird im Moon Drive nämlich der Noble Phantasm geladen.

Noble Phantasm (L2-Taste)

Der ultimative Angriff das alle Gegner massiven Schaden zufügt. Jeder Charakter hat seine eigene extra animierte Sequenz.

Ursprünglich nur mit dem Aufsammeln von drei Schlüsseln nutzbar. Das alte System war ziemlich frustrierend, einschränkend und konnte nur höchstens einmal pro Mission eingesetzt werden. In LINK wurde es ausgebessert, indem es mit der Moon Drive Mechanik verbunden worden ist. Je mehr Gegner du im Moon Drive erledigst, desto mehr füllt sich der Noble Phantasm. Meistens, ist er mit zwei Moon Drive aufgefüllt. Häufig sind in der Mission auch Items verteilt die den Noble Phantasm ebenfalls aufladen.

Die meisten werden es wohl als Finalen Schlag gegen den letzten Gegner in der Mission einsetzen. Womit wir zum nächsten Thema kommen.


Die Siegesbeute
Stärkere Gegner wie Servants und Zone Bosse hinterlassen gelegentlich Instant Skills und beim Erfüllen der Mission mit EX Rang bekommst du sogar extra starke Mystic Codes ausgezeichnet mit einem +. Diese und die Active Skills können dann im Camp erstellt und ausgerüstet werden.

Das Camp

Hier kannst du rumlaufen oder auch per Menü, alle Vorbereitungen treffen oder mit den verschiedenen Servants plaudern. Besondere Unterhaltungen können finden in den Quartieren statt. Je höher der Bond-Level mehr Unterhaltungen werden freigeschaltet.

Bond-Level

Der Bond-Level kann mit Side Missions oder Unterstützung mit Code Cast erhöht werden. Je höher der Bond-Level desto mehr Install Skills kannst du Ausrüsten. Zusätzlich erhöht es auch die Anzahl an möglichen Aktionen des Charakters als Support. Von extra Schaden zu Rettung von Angriffen.

Mystic Codes

Sind nichts anderes als unterstützende Fähigkeiten die mitten im Kampf eingesetzt werden können. Sei es Heilung, Verstärkung von Angriff oder Verteidigung, sogar ein Aktivieren des Moon Drive steht zur Wahl. Alle Fähigkeiten kommen in Sets. Etwas Planung wird bei Schwierigeren stellen schon empfohlen.

Install Skills

Mit Install Skills kannst du deinen Servant noch mal Bonus Attribute geben. Install Skills mit den gleichen Farben verstärken sich untereinander.

Extra Missions

Diese Extra Missionen können im Hauptmenü außerhalb der Story gefunden werden. Darin sind eine Vielzahl von separaten Missionen oder extra schwere Versionen von Missionen aus der Story. Der höchste Level liegt hier bei 150.

Kleines Fazit zum Gameplay

Fate/EXTELLA LINK ist im Gameplay in jeder Hinsicht zum Vorgänger verbessert worden. Zwar existiert Extella Maneuver nicht mehr. Aber dafür wurde einiges geändert.

Die Generalüberholung des Kampfsystems und alles drum herum ist überwiegend gut ausgefallen.

Eines der größten Kritik am Vorgänger, dass ständige Section übernahme Tauziehspiel wurde hier komplett entfernt. Stattdessen finden wir jetzt mehr Abwechslung vor, ohne in die Richtung frustrierend zu gehen.

Alle Änderungen bilden ein viel besseres ganzes.

Anmerkung Online: Leider ist es mir nicht möglich gewesen den Online Modi zu testen aufgrund von Mangel an Spielern.

Fate/EXTELLA LINK

Grafik & Sound

Auf der schnelle sehe nicht einen allzu großen Unterschied zu Fate/EXTELLA: The Umbral Star. Es ist halt „Warriors“-Typisch ausreichend. Anstatt Details können viele Gegner auf dem Bildschirm erscheinen und an Effekten wird hier nicht gespart.

Die Noble Phantasm und seltene animierte Zwischensequenzen bilden wohl das grafische Maximum.

Die Musik hat diesmal einen Hauch an Fantasy. Dies ist vor allem im Camp spürbar. Ansonsten gibt’s hier nicht viel schreiben. Natürlich sind auch hier alle Charaktere in Japanisch synchronisiert. Eine etwas kleine Überraschung ist die Tatsache, dass der Hauptcharakter jetzt auch eine Stimme gespendet wurde. Wer darauf verzichten möchte, der kann es bei den Optionen ausschalten.

Fate/EXTELLA LINK

Fazit

Fate/EXTELLA LINK ist zum größten Teil ohne Frage eine Verbesserung und hat sich um die Kritikpunkte des Vorgängers gekümmert. Die Missionen und das Kampfsystem sind Abwechslungsreicher, es gibt freie Servant Auswahl in der Story.

Wenn es vielleicht etwas zu bemängeln gibt, dann wären es zum einen das Design der Stages. Denn die fühlt sich optisch an wie ein Baukasten mit verschiedenen Verzierungen.

Zum anderen die Story, vor allem für Fans der vorherigen Hauptcharaktere. Denn es ist gefühlter Maßen eine reine Charlemagne Nebengeschichte. Der Vorteil davon ist, dass es eine eigene abgeschlossene Geschichte darstellt und ist somit auch für Neueinsteiger zugänglich.

Fate/EXTELLA LINK ist ein erfolgreicher zweiter Versuch in das „Warriors“-Genre und überzeugt mit rundum Erneuerungen.

Getestet wurde Fate/EXTELLA LINK auf PS4 von Soul-1.

Das Test-Exemplar / der Review-Code für Fate/EXTELLA LINK wurde uns von Marvelous Europe Ltd, kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!