Review

A Plague Tale: Requiem · Test

Veröffentlicht am 17.10.2022 von Andreas Erber

Titelbild von A Plague Tale: Requiem (PC, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series)

Über das Meer erschallt der Ruf einer Insel ...

A Plague Tale: Requiem ist der lang ersehnte zweite Teil des erfolgreichen Spiels "A Plague Tale: Innocence", welches erstmals 2019 auf den Markt kam. Schon gleich nach Innocence hatte ich persönlich ganz stark gehofft, dass dieses Spiel einen Nachfolger erhält. MIt Requiem geht dieser Wunsch nun in Erfüllung!
Das Spiel galt damals schon als absoluter Geheimtipp in der Gaming-Welt. Die Entwickler:innen von Asobo Studio präsentieren jetzt eine brandneue Story rund um Amicia und Hugo. Die beiden Protagonisten begeben sich auf eine emotionale Reise in einer barbarischen Welt voller Abenteuer und Geheimnissen.
Die "A Plague Tale" Reihe ist für alle Spieler:innen äußerst empfehlenswert, was vor allem an der spannenden Story, dem gelungenen Gameplay und der genialen und dichten Atmosphäre liegt.

Screenshot von A Plague Tale: Requiem

Die Flucht in den Süden

Amicia und Hugo fliehen nach Süden, um ein neues Leben zu beginnen und Hugos Fluch zu bezwingen. Doch als Hugos Kräfte von Neuem erwachen, kehren Tod und Zerstörung und die alles verschlingenden Ratten zurück. Erneut auf der Flucht setzen die beiden all ihre Hoffnung auf eine Insel aus einer Prophezeiung, die vielleicht den Schlüssel zu Hugos Rettung birgt.

Zu Beginn wird das Tutorial spielerisch in die Story eingebaut. Amicia und Hugo spielen Fangen und stoßen dabei auf so manche Gefahren bei denen versteckt Schritt für Schritt die einfachsten Steuerungsmöglichkeiten erklärt werden. So machen sich die Spieler:innen mit der Steuerung vertraut und können das Gameplay vollends auskosten. Erst mit der Zeit werden die Levels immer komplexer und schwieriger. Grob eingeschätzt ist A Plague Tale: Requiem ein interaktives Rätsel-Spiel, das auch beim Ausschalten der verschiedenen Gegnertypen eine gewisse Taktik erfordert. Mehr als 2 Treffer kann die Protagonistin nicht aushalten. Zum Glück gibt es faire Speicherpunkte, die problemlos und schnell einen schnellen Wiedereinstieg ermöglichen. Immer wieder wird man auf Situationen stoßen, bei denen man mehrere Anläufe benötigt, da entweder der Weg gefunden werden muss oder Amicia zu wenig Ressourcen für ihre nächsten Schritte hat. Es sollte also gut überlegt sein, ob ihr das eine oder andere Feuer auslöscht, denn das könnte auch den eigenen Weg versperren.

Screenshot von A Plague Tale: Requiem

Gameplay & Steuerung

Wer von euch den ersten Teil der "A Plague Tale" gespielt hat, wird sich auch in Requiem sofort wohl fühlen. Das Gameplay ist im Grunde unverändert und wurde an manchen Stellen leicht verbessert. Auch wurden die Werkzeuge und Waffen überarbeitet, welche in noch mehr Situationen zweckentfremdet und kombiniert werden können. Die meisten Waffen sind aus dem ersten Teil bekannt. Im Inventar darf natürlich die wichtige Steinschleuder nicht fehlen, die zusätzlich mit Feuer- und Staubmunition bestückt werden kann.
Neben Werkzeugen und Waffen sind Licht und Dunkelheit eure besten Freunde. Die speziellen Staubwolken können Lichtquellen auslöschen, um so beispielsweise Gegner den gefräßigen Ratten zu überlassen. Dieser Tod ist ein wahrlich ein grausamer, der jedoch nicht seine Wirkung verfehlt.
Im hellen Licht hingegen suchen die Nagetiere schnell das Weite und machen den Weg für Amicia frei. Die taktischen Elemente Licht und Schatten, werden durch das ganze Spiel hindurch immer wieder gewieft eingesetzt.
Das Spiel ist euch trotz der vielen Hilfsmittel zu schwierig? Kein Problem! Neben den einstellbaren Schwierigkeitsgrad, gibt es auch die Möglichkeit Skills bei den Werkbänken freizuschalten oder diese in weiterer Folge zu verbessern. So kann die Steinschleuder durch eine spezielle Freischaltung gleich 2 Steine hintereinander abschießen. Um die Verbesserungen freischalten zu können, müssen dafür die gesammelten Ressourcen eingelöst werden, die in der Spielwelt mehr oder weniger versteckt sind.

Richtig spannend wird es, wenn Hugo mit seinen speziellen Kräften und Fähigkeiten umgehen kann. Ein Hauptbestandteil ist beispielsweise das Beschwören von Rattenschwärmen. Dieses Gameplay-Element macht den zweiten Teil besonders interessant. Und wer weiß, was Hugo sonst noch alles so draufhat?

Screenshot von A Plague Tale: Requiem

Grafik & Sound

Fantastische Grafik und packende Musik? In A Plague Tale: Requiem trifft beides voll und ganz zu!
Wie auch schon in "Innocence" ist die Grafikqualität abermals eine Augenweide und das Spiel strotzt nur so von feinen Details. Die Kulissen wirken sehr real und jeder Abschnitt im Spiel hat einen ganz eigenen Charakter, was der Abwechslung dienlich ist. Die Atmosphäre des Mittelalters und die Gefühle wie Angst werden enorm gut eingefangen.

In Sachen Sound ist in A Plague Tale: Requiem vor allem der Soundtrack nennenswert. Der mehrfach ausgezeichnete und BAFTA-nominierte Komponist Olivier Derivière gib dem Spiel den passenden Klangteppich. Die Violinistin Lindsey Stirling hat das Main-Theme in einem neuen Video präsentiert. Lindsey verwendet in ihren Videos stets die passenden Outfits zum Spiel und bindet auch Cutscenes in das finale Musikvideo ein.
Hier geht es zum Link des YouTube-Videos:

A Plague Tale: Requiem | Lindsey Stirling (Official Cover Music Video)

Neben dem Soundtrack bekommen Spieler:innen auch vernünftige Soundeffekte zu hören, die äußerst real und natürlich klingen.

Screenshot von A Plague Tale: Requiem

Fazit

A Plague Tale: Requiem ist ein Hit-Kandidat und schafft es erneut zum Geheimtipp des Jahres 2022, wenn man den Titel noch als Geheimtipp bezeichnen kann. Schon jetzt ist A Plague Tale: Requiem jedenfalls als ein vollwertiges Game anzusehen, welches den Triple-A Ablegern ganz locker das Wasser reichen kann. Die Grafik ist grandios und die dichte Atmosphäre wird zusammen mit der spannenden Story perfekt eingefangen. Steuerung und Gameplay sind wie im ersten Teil sehr gelungen. Hugo's Kräfte wird den Spieler:innen besonders viel Spaß bereiten. Der Soundtrack ist diesmal übrigens noch feinfühliger. A Plague Tale: Requiem verdient sich die volle Aufmerksamkeit und kann uneingeschränkt weiterempfohlen werden.

Pro

  • spannende Erzählweise und Story
  • grandiose Grafik, abwechslungsreiche Kulissen
  • Steuerung & Gameplay sind wie im ersten Teil sehr gelungen
  • Soundtrack ist noch besser und feinfühliger
  • Soundeffekte hören sich real

Contra

  • kleine Nachladezeiten der Texturen in der Ferne
  • leider keine weiteren Spielmodi, auch kein Multiplayer
  • nicht zu kurz, aber leider viel zu schnell vorbei

Wertung

Testergebnis: 9.5

9.5 Hervorragend

Kaufempfehlung

100% Kaufempfehlung

100%Absoluter Pflichtkauf

Getestet wurde A Plague Tale: Requiem auf PS5 von Andreas Erber. Das Spiel lag uns zum Zeitpunkt von unserem Test in Version 1.001.000 vor. Das Test Exemplar / der Review Code für A Plague Tale: Requiem wurde uns von Plaion (Koch Media) kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!