Review

Professor Rubik’s Gehirntrainer · Test

Veröffentlicht am 24.11.2020 von Tobias Creter

Titelbild von Professor Rubik’s Gehirntrainer (PC, PS4, Switch, Xbox One)

Der Zauberwürfel kommt nun auch für Konsolen & PC

Der Rubik's Cube – hierzulande auch Zauberwürfel genannt – sollte eigentlich Jedem ein Begriff sein. Er ist ein Drehpuzzle, das 1974 vom ungarischen Bauingenieur und Architekten Ernő Rubik erfunden wurde. Besonders in den 80er Jahren erfreute sich der Zauberwürfel großer Beliebtheit. In den 2000ern entstand eine Speedcubing-Community, die den Würfel in sekundenschnelle zur Ursprungsform zurückdreht. Es gibt sogar Weltmeisterschaften und mittlerweile auch einige Varianten, wie den 2x2, 4x4, 5x5 Würfel. Das Original besteht aus einem 6-seitigen Würfel, bei dem jede Seite eine eigene Farbe hat und aus 3x3 kleinen Würfeln zusammengesetzt ist. Was für den Laien unmöglich aussieht, ist eigentlich relativ einfach, wenn man die entsprechenden Algorithmen kennt, um den Würfel zu lösen. Aber es erfordert Übung, bis man wirklich schnell wird und auch mit allen Sonderfällen zurecht kommt.

Doch um den namensgebenden Würfel geht es hier ja eigentlich gar nicht, denn im Spiel geht es nicht darum den Zauberwürfel zu lösen, sondern in 22 Minigames, die thematisch alle an den Zauberwürfel angelehnt sind, das eigene Gehirn zu trainieren. Wie auch beim Würfel gilt hier "Übung macht den Meister". Überwacht wird das Gehirntraining natürlich von Professor Rubik höchst persönlich. Mit täglichen Tests und Prüfungen bringt ihr so eure grauen Zellen wieder auf Trab. Dabei werden verschiedene Gehirnregionen, wie das Gedächtnis, die Konzentration oder die 3D-Visualisierung trainiert. Auch ein lokaler Mehrspieler-Modus ist vorhanden und so könnt ihr euch dem direkten Vergleich mit euren Freunden oder der Familie stellen.

Screenshot von Professor Rubik’s Gehirntrainer

Personal Training für die grauen Zellen

Das Gehirn ist zwar kein Muskel aber wenn man es nicht regelmäßig trainiert, verkümmert es. Und genau da kommt nun Professor Rubik’s Gehirntrainer ins Spiel und hilft euch dabei, dass ihr geistig fit bleibt. Mit 22 Mini-Spielen und vier zusätzlichen Rätselspielen, die jeweils eine eigene Spielmechanik haben, werden die unterschiedlichen Bereiche des Gehirns trainiert. Der Trainingsfortschritt wird in einem Kalender festgehalten und mit optionalen Tests überprüft. Statistiken zu jedem einzelnen Mini-Spiel zeigen euch dabei sehr schön, ob und wie stark ihr euch im Laufe der Zeit verbessert habt. Professor Rubik begleitet euch dabei und gibt Tipps und Empfehlungen. Der Schwierigkeitsgrad passt sich dynamisch an das eigene Können und den Fortschritt an.

Die Mini-Spiele sind dabei immer in irgendeiner Form an den Rubik's Cube angelehnt. Man muss beispielsweise Rechenaufgaben lösen, die auf den Seiten des Würfels abgebildet sind oder bei einem rollenden Würfel die zuvor markierte Seite im Auge behalten. Die 22 Mini-Spiele sind dabei wirklich clever, abwechslungsreich und machen Spaß. Ein erster Trainingseffekt stellt sich auch sehr schnell ein und es ist schön zu sehen, wie man sich Stück für Stück verbessert. In jedem Spiel werden andere Kombinationen aus den Fähigkeiten Agilität, Rechnung, Konzentration, räumliche Vorstellung, Gedächtnis und Buchstaben trainiert. Es ist bemerkenswert, dass die Entwickler so viele wirklich gute Mini-Spiele gefunden haben, die das Thema Zauberwürfel beinhalten.

Neben dem täglichen Training steht auch ein Puzzle-Modus zur Verfügung. Dort gibt es vier zusätzliche Spiele in zwei Schwierigkeitsgraden: Würfel 2048, Bunte Tore, Farbwürfel und Würfelpaare. Auch diese Puzzles machen viel Spaß und können durchaus an den Bildschirm fesseln. 2048 kennt man ja vom Spielprinzip aber hier hat man drei Seiten des Würfels zur Verfügung, was das Ganze durchaus schwerer macht. Mit Würfelpaare ist auch ein Puzzle mit an Bord, das etwas an Tetris erinnert. Die Puzzle-Spiele kann man alleine oder zu zweit im Duell spielen.

Auch an einen lokalen Mehrspieler Modus für bis zu 4 Spieler haben die Entwickler gedacht. Dort wählt man immer abwechselnd aus vier zufällig vorgeschlagenen Mini-Spielen das Nächste aus, bis der Sieger nach Punkten feststeht. Gespielt wird gleichzeitig mit eigenem Controller, so muss niemand warten bis er dran ist.

Screenshot von Professor Rubik’s Gehirntrainer

Gameplay & Steuerung

Die Steuerung ist durchweg leicht verständlich und jedes Spiel wird mit einem kurzen Text und Bildern gut erklärt. Die eigentliche Herausforderung soll ja auch nicht die Steuerung sein, sondern die unterschiedlichen Aufgaben der Mini-Spiele. Meist wählt man einfach nur eine Richtung aus und bestätigt das Hervorgehobene mit Knopfdruck.

Der Schwierigkeitsgrad zeiht spürbar an, wenn man einige Runden erfolgreich absolviert hat. Wo man in Rechenaufgaben anfangs noch im einstelligen Bereich addiert und subtrahiert hat, muss man später mehrstellige Zahlen multiplizieren. In anderen Aufgaben erhöht sich die Geschwindigkeit oder es kommen komplexere Formen. Insgesamt bietet Professor Rubik’s Gehirntrainer hier sehr viel Abwechslung. Im Bereich der Buchstabenrätsel wiederholen sich die Aufgaben allerdings relativ schnell.

Für Sammler gibt es auch eine Galerie mit Objekten zum Freischalten. Leider sieht man hier nicht, welche Bedingungen man zum Freischalten erfüllen muss.

Screenshot von Professor Rubik’s Gehirntrainer

Grafik & Sound

Der Grafikstil ist sehr schlicht aber absolut zweckmäßig. So stehen die Rätsel im Vordergrund und man wird nicht unnötig abgelenkt. Der namensgebende Zauberwürfel zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Spiel, ohne dabei aufgesetzt zu wirken. Das ist den Entwicklern wirklich sehr gut gelungen. Die Soundeffekte sind in Ordnung und bieten gutes Feedback. Begleitet wird das Spielgeschehen von einer unaufdringlichen Hintergrundmusik, die wahlweise auch abschaltbar ist.

Screenshot von Professor Rubik’s Gehirntrainer

Fazit

Viel Konkurrenz gibt es in diesem Genre zwar nicht aber Professor Rubik’s Gehirntrainer gehört definitiv zu den Besten. Die Mini-Spiele sind sehr abwechslungsreich und gut gewählt. Die Präsentation ist solide und die Steuerung angenehm einfach. So kann man sich voll auf das Training des eigenen Gehirns konzentrieren. Tägliche Trainings, Empfehlungen, Statistiken und Prüfungen sorgen dafür, dass man auch auf lange Sicht Spaß am Gehirntraining haben kann. Für spannende Couch-Battles mit Freunden oder der Familie kann man sich im lokalen Mehrspieler Modus messen. Schade, dass es keinen zusätzlichen Online Multiplayer Modus gibt. Das Einzige was mir sonst noch im Spiel fehlt, ist der Zauberwürfel in digitaler Form. Optimalerweise mit einer Anleitung und Beispielen zum Erlernen der Algorithmen. Aber dafür muss man aktuell noch zum Original greifen.

Professor Rubik’s Gehirntrainer ist das perfekte Spiel für eine schnelle Runde zwischendurch und fördert dabei noch die Gehirnaktivität. Wer derartige Spiele liebt, kann hier absolut bedenkenlos zugreifen. Der reguläre Preis von 39,99€ geht für den vorhandenen Spielumfang grade noch in Ordnung.

Pro

  • 22 abwechslunsreiche Mini-Spiele
  • 4 zusätzliche Puzzle-Spiele
  • lokaler Mehrspieler (2-4 Spieler)
  • Statistiken und Prüfungen

Contra

  • leider kein Online Multiplayer
  • kein echter Zauberwürfel vorhanden

Wertung

Testergebnis: 8.5

8.5 Sehr gut

Kaufempfehlung

75% Kaufempfehlung

75%Empfehlenswert

Getestet wurde Professor Rubik’s Gehirntrainer auf PS4 von Tobias Creter. Das Spiel lag uns zum Zeitpunkt von unserem Test in Version 1.01 vor. Das Test Exemplar / der Review Code für Professor Rubik’s Gehirntrainer wurde uns von Astragon kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!