Review

Punch Line

Veröffentlicht am 16.09.2018

Punch Line

Eine verbotene Sicht

WARNUNG:Möglicherweise ungeeignet für prüde Spieler, wegen unvermeidliche Panty-Shots. Wovon eines schon der Boot Bildschirm und auch durch die Story ein wiederkehrendes Dilemma ist.

Punch Line ist ein Cross-Media Projekt das zum einen als ein Anime und zum anderen als ein Spiel entwickelt wurde.

Obwohl es aus gleicher Hand von der berühmten Zero Escape Reihe ist, liegt dieses Spiel/Novel im übernatürlichen/Komödie/Mystery Genre. Wer ausführliche Puzzles erwartet, muss leider nach einem anderen Spiel suchen, denn hier liegt die Story im Rampenlicht. Nach einiger Zeit und Arbeit von PQube, erschien das Spiel endlich auch hierzulande.

Punch Line

Pro

  • Leichte Geist Puzzles
  • Komplett vertont
  • Komödie
  • Kein Leerlauf in der Geschichte

Contra

  • Linear
  • Panty-Shots könnten etwas kontrovers sein

Ein geisterhaftes Abenteuer. Vorsicht vor katastrophalen Sichten!

Die Geschichte beginnt gleich mit einem Bus-Geiselnahme durch eine Terrororganisation namens Qmay. Unser Held Yuta wird zufälligerweise als Passagier mit darin verwickelt. Die Superheldin Strange Juice erscheint und rettet den Tag oder so sieht es am Anfang aus. Denn der feindliche Boss überfällt sie hinterrücks. Durch einen zufälligen Blick auf ein Höschen, erlangt Yuta Superkräfte und rammt sich selbst und den Terrorist aus dem Bus ins Wasser. Nachdem er aus dem Wasser von Strange Juice gerettet wurde, begrüßt ihn unglücklicherweise wieder mal ein Blick unter dem Rock. Dadurch wird er als Geist aus seinem eigenen Körper geschickt wird.

Nachdem Aufwachen merkt er, dass er von seinem Körper getrennt worden ist und jemand anderes die Kontrolle übernommen hat. Nun liegt es an ihn, ein Buch mit dem Namen Nandara Gandara zu finden und seinen eigenen Körper zurückzuerlangen um einen mysteriösen Weltuntergang zu verhindern.

Das Spiel findet nur im Korai Haus statt. Ein Haus mit mehreren weiblichen Mietern, inklusive den Hauptcharakter Yuta.

Doch er ist nicht auf sich alleine gestellt, denn ein Geist einer Katze namens Chirinosuke hilft ihn dabei mit seinen neuen Umständen zurechtzukommen und ihm eine klare Richtung vorzugeben.

Im Verlaufe der Geschichte wird es klar, dass in dem Haus und ihre Vermieter mehr steckt als das bloße Auge sehen kann.

Punch Line

Gameplay

Das Gameplay ist in drei Teile aufgeteilt: Adventure/Nove, Trick und Trick Chain.

In Trick und Trick Chain muss darauf geachtet werden, die Blicke auf Höschen zu vermeiden. Denn sobald Yuta zu aufgeregt wird endet es in einem weltvernichtenden Ereignis.

Adventure/Novel

Dieser Teil handelt rundum nur um die Story. Es wird dann die Möglichkeit gegeben in alle Räumlichkeiten reinzuschauen um an neue Informationen zu gelangen. In seltenen Fällen kann man zwar Entscheidungen fällen, aber das Resultate sind eher vernachlässigbar.

Trick

Das Ziel hier ist das Opfer zu erschrecken um im Rang aufzusteigen und sich selber zu stärken. Über verschiedene Kamerawinkeln wird einem die Übersicht geboten. Mit einer begrenzten Zahl an Aktionen, muss Yuta den Level Balken auffüllen und aufsteigen. Wenn diese auslaufen, wird in die Zeit zurück gereist und man hat die Chance zu wiederholen.

Die Zielpersonen sind festgelegt, welches es zu einer relativ einfachen Mission macht. Doch Vorsicht wenn zu lange ein Blick aufs Höschen geguckt wird füllt sich der Excitement Balken. Wird es voll, passiert das Gleiche wie wenn die Chancen auslaufen.

Trick Chain

Eine etwas komplexere Version von Trick. Im Grunde identisch, aber mit einem anderen Ziel. Für das Ziel wird hier stattdessen versucht eine Kettenreaktion auszulösen. Deswegen müssen die Räumlichkeiten durch verschiedene Aktionen präpariert werden.

Kleiner Tip: Erschreckende Aktionen sollten hier vermieden werden.

Punch Line

Steuerung

Die Steuerung könnte nicht einfacher sein. Im Adventure/Novel Teil wird mit X der Text weitergeführt und weitere Funktionen sind hier auch dabei.

Trick und Trick Chain bieten hier schon etwas mehr Action, aber auch nicht so viel. Mit den Sticks kann umgeschaut werden, die Schultertasten wechseln zwischen den verschiedenen Kameraansichten und mit X werden die Aktionen ausgeführt. Die Kreis-Taste sorgt für das reduzieren des Excitement Balkens, solange er wiederholt gedrückt wird.

Punch Line

Grafik & Sound

Da es ein Vita Spiel ist, kann man hier grafisch natürlich auch nicht viel erwarten. Mit einer Mischung aus Bildern und 3D bietet es eine akzeptable Lösung. Texturen können wie erwartet sehr verschwommen sein, aber das ist nur ein Teil der Gleichung. Das Spiel bietet auch ein paar animierte Szenen und Pseudo-Standbilder.

Diese Pseudo-Standbilder bekommen von mir noch eine besondere Erwähnung, weil sie eher erst im späteren Teil auftauchen und wie Zwischensequenzen behandelt werden, d.h. sie können nicht übersprungen werden und haben ein festes Tempo. Wieso Pseudo? Weil in diesen spezifischen Szenen sich beispielsweise nur der Mund bewegt.

Insgesamt wird es wie eine Anime Serie präsentiert und ist auch in einzelne Episoden unterteilt. Wobei jede Episode ein Intro und Outro hat, die nicht übersprungen werden können.

Soundmäßig ist es vollkommen auf Japanisch vertont, d.h. so gut wie jede einzelne Zeile an Text wird auch gesprochen. Die Musik zeigt sich als guter Begleiter für die verschiedenen Szenen. Das Intro und Outro sind mit Gesang vollständig intakt gehalten, aber leider ohne Untertitel.

Punch Line

Fazit

Punch Line bietet sich durch die Episodenstruktur gut für kürzere Spielsessions. Die Charaktere sind interessant und sympathisch. Die Geschichte bringt einige Überraschungen auf den Tisch. Das Gameplay ist genre-typisch sehr einfach und die Trick/Trick-Chain Teile sind einfach genug um das feststecken zu verhindern. Der Trick-Chain Teil hat mir besonders gefallen, diese funktionieren wie eine Vorrichtung und es ist immer interessant zu sehen wie es tatsächlich zum gewünschten Resultat kommt.

Zum einen ist die Wiederspielwert durch die lineare Geschichte sehr gering. Zum anderen ist das Spiel praktisch ohne Filler und läuft immer im flüssig über die Bühne.

Punch Line ist eine klare Empfehlung für Fans des Genre im Gameplay und Story.

Die Geschichte hat mich bis ans Ende gefesselt und die Präsentation erinnert vielleicht ein bisschen an ein Bühnenspiel denn die gesamt Geschichte findet an einem einzigen Standort statt.

Das Test-Exemplar / der Review-Code für Punch Line wurde uns von PQube Ltd kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!