Saros · Test
Veröffentlicht am 08.05.2026 von Tobias Creter
Saros im Test: Housemarque liefert den vielleicht besten Roguelike-Shooter der aktuellen Generation
Mit Saros bringt das finnische Entwicklerstudio Housemarque den geistigen Nachfolger zu Returnal auf die PS5. Publisher ist Sony Interactive Entertainment. In unserem Saros-Test auf der PS5 Pro haben wir uns durch fremdartige Biome, Projektil-Hagel und brachiale Bosskämpfe gekämpft. Das Ergebnis: ein fantastischer Shooter mit nahezu perfektem Spielfluss, brachialem Sound und Gameplay, das dich nicht mehr loslässt.
Saros ist schnell, laut, fordernd und manchmal so chaotisch, dass dein Gehirn kurz auf Flugmodus schaltet. Genau das macht den Reiz aus. Housemarque bleibt seiner Arcade-DNA treu, entwickelt die Formel aber konsequent weiter. Wer schon Returnal geliebt hat, dürfte sich hier sofort zuhause fühlen. Nur eben mit neuer Welt, neuer Story und noch mehr Feuerwerk auf dem Bildschirm.
Dieses Spiel fragt nicht, ob du bereit bist. Es drückt dir eine Waffe in die Hand und startet den Bosskampf.
Kosmischer Horror unter einer ewigen Sonnenfinsternis
Die Geschichte von Saros spielt auf dem düsteren Planeten Carcosa. Dort herrscht eine permanente Sonnenfinsternis. Klingt gemütlich? Ist es nicht. Du schlüpfst in die Rolle von Arjun Devraj, einem Soltari-Vollstrecker, der das Verschwinden einer Kolonie untersucht. Natürlich läuft dabei absolut nichts nach Plan.
Die Story bleibt angenehm mysteriös, ohne komplett kryptisch zu werden. Im Vergleich zu Returnal erzählt Saros seine Handlung verständlicher und direkter. Trotzdem lebt vieles von Atmosphäre, Symbolik und den bizarren Orten, die du erkundest.
Besonders stark: Die Welt fühlt sich bedrohlich und faszinierend zugleich an. Man will ständig wissen, was hinter der nächsten Ecke wartet. Selbst wenn dort meistens Laser, Monster oder der sichere Tod lauern.
Gameplay & Steuerung
Das Gameplay von Saros ist schlicht fantastisch. Housemarque liefert hier ein echtes Flow-Erlebnis ab. Sobald die Kämpfe Fahrt aufnehmen, verschmelzen Bewegung, Ausweichen und Gunplay zu einem brachial schnellen Actionrausch. Das Spiel fühlt sich jederzeit absolut flüssig an. Genau so muss ein moderner Shooter laufen.
In unserem Saros-Test auf der PS5 Pro lief das Spiel durchgehend butterweich. Keine Ruckler. Keine Abstürze. Keine Ladezeiten. Technisch ist das fast schon absurd sauber.
Die größte Stärke bleibt aber das Gunplay. Die Waffen fühlen sich wuchtig, direkt und extrem unterschiedlich an. Jede Waffengattung spielt sich anders und verändert den eigenen Kampfstil spürbar. Trotzdem hätten wir uns am Ende noch ein paar zusätzliche Waffen gewünscht. Gleiches gilt für die Gegnervielfalt. Die vorhandenen Gegner funktionieren gut, aber etwas mehr Abwechslung wäre langfristig perfekt gewesen.
Sehr stark sind die vielen Modifikatoren und Build-Möglichkeiten. Dadurch kann sich jeder seinen eigenen Run zusammenbauen. Defensive Spielweise? Aggressive Nahkampf-Maschine? Krit-Schaden bis der Bildschirm explodiert? Alles möglich. Genau das motiviert enorm und sorgt dafür, dass sich Runs angenehm individuell anfühlen.
Trotz aller Optionen bleibt Saros ein schweres Spiel. Auch mit aktivierten Modifikatoren verlangt das Spiel schnelle Reaktionen und Konzentration. Ein klassischer Easy-Mode hätte Casual-Spielern vermutlich geholfen, diese großartige Welt und Handlung ebenfalls entspannt erleben zu können. So bleibt der Titel eher etwas für Spieler, die auch mal bereit sind, mehrfach spektakulär zu scheitern.
Positiv überrascht hat uns die Progression. Das Spiel passt Gegnerdichte, Schwierigkeit und Komplexität clever an deinen Fortschritt an. Je besser du wirst, desto härter wird das Spiel. Dadurch fühlt man sich nie komplett overpowered. Selbst nach über 50 Stunden Spielzeit und einem fast voll ausgebauten Skilltree bleibt Saros fordernd.
Auch die Biome entwickeln sich spielerisch angenehm weiter. Immer neue Gameplay-Elemente kommen hinzu und sorgen für frische Ideen. Optisch unterscheiden sich die Gebiete ebenfalls deutlich voneinander. Die prozedurale Generierung funktioniert gut, allerdings kennt man irgendwann alle einzelnen Bausteine der Level. Hier hätten wir uns langfristig noch mehr echte Variationen beim Terrain gewünscht.
Ein etwas seltsames Design gibt es beim Endgame. Das letzte Gebiet lässt sich nur separat spielen. Ein kompletter Run durch alle Biome am Stück ist nicht möglich. Das wirkt unnötig eingeschränkt. Gut gelöst ist dagegen, dass man einzelne Biome direkt anwählen kann. Gerade für Sammelaufgaben spart das enorm Zeit.
Die Saros-Steuerung auf PS5 funktioniert insgesamt hervorragend. Fast alles lässt sich individuell anpassen. Empfindlichkeit, Layouts und zahlreiche Komfortoptionen sorgen dafür, dass sich jeder seine perfekte Konfiguration bauen kann. Nur die verzögerte Beschleunigung beim Drehen ließ sich nicht exakt so einstellen, wie man es aus ultraschnellen Shootern gewohnt ist. Das fällt gerade in hektischen Situationen auf. Trotzdem bleibt die Steuerung extrem präzise und zuverlässig. Und das muss sie auch sein. Bei dem Effektgewitter auf dem Bildschirm wäre alles andere eine Katastrophe gewesen.
Saros ist kein Spiel. Es ist ein Adrenalinschub mit Bosskampf.
Grafik & Sound
Audiovisuell spielt Saros in der absoluten Oberklasse. Housemarque liefert hier eine Mischung aus Sci-Fi, Cosmic Horror und Effektgewitter, die teilweise schlicht spektakulär aussieht. Die verschiedenen Biome haben einen eigenen Stil und wirken angenehm abwechslungsreich. Mal fremdartige Ruinen, mal düstere Industrieanlagen, mal surreale Albtraumlandschaften.
Besonders beeindruckend sind die Partikeleffekte während der Kämpfe. Überall Explosionen, Projektilmuster, Laser und Gegnerfähigkeiten. Trotzdem bleibt das Bild auf der PS5 Pro jederzeit sauber und flüssig. Genau hier zeigt sich die technische Klasse des Spiels.
Auch der Sound ist absolute Spitzenklasse. Die Waffen klingen brachial und haben richtig Wucht. Mit Dolby Atmos kommen Explosionen und Gegnerangriffe gefühlt aus allen Richtungen. Gerade mit gutem Headset entsteht eine enorm intensive Atmosphäre.
Die Musik unterstützt das Geschehen perfekt und steigert die Spannung in Bosskämpfen massiv. Zusammen mit den starken Effekten sorgt das regelmäßig für echte Gänsehaut-Momente.
Kurz gesagt: Saros sieht fantastisch aus, klingt fantastisch und läuft fantastisch. Technisch ist das ein perfektes Paket.
Fazit
Saros ist kein perfektes Spiel. Aber es ist aktuell der beste Roguelike-Shooter auf dem Markt.
Housemarque nimmt die Stärken von Returnal und entwickelt sie konsequent weiter. Das Gunplay ist fantastisch, die Kämpfe fühlen sich unglaublich intensiv an und die technische Qualität ist schlicht beeindruckend. Besonders auf der PS5 Pro liefert das Spiel eine nahezu perfekte Performance ab. Keine Ruckler. Keine Abstürze. Keine Ladezeiten. So etwas sieht man heute leider viel zu selten.
Dazu kommen starke Biome, hervorragendes Sounddesign und ein Gameplay-Loop, der einen stundenlang festhält. Selbst nach über 50 Stunden bleibt Saros herausfordernd. Genau das macht ein gutes Roguelike aus.
Natürlich gibt es auch Kritikpunkte. Die Gegnervielfalt dürfte höher sein. Mehr Waffen wären schön gewesen. Die prozedural generierten Gebiete wiederholen sich irgendwann sichtbar. Außerdem fehlt nach Abschluss der Story etwas die Langzeitmotivation. Gerade tägliche oder wöchentliche Challenges sowie ein Koop-Modus hätten dem Spiel extrem gutgetan. Hier hoffen wir wirklich auf zukünftige Updates.
Trotzdem bleibt am Ende ein herausragender Shooter, der sich wie die konsequente Weiterentwicklung von Returnal anfühlt. Quasi Returnal 2 mit neuem Setting und eigener Identität.
Saros ist schnell. Brutal. Stylisch. Und verdammt schwer aus der Hand zu legen.
Wer anspruchsvolle Actionspiele liebt, bekommt hier ein absolutes Highlight und einen der stärksten PS5-Shooter der letzten Jahre. Wer dagegen ein entspanntes Story-Spiel für zwischendurch sucht oder schnell frustriert aufgibt, sollte lieber Abstand nehmen.
Beim Preis-Leistungs-Verhältnis gibt es trotz kleiner Schwächen kaum etwas zu meckern. Allein für Gameplay, Technik und Atmosphäre lohnt sich der Kauf bereits.
Well done, Housemarque!
Pro
- Fantastisches Gunplay mit extrem flüssigem Gameplay
- Technisch nahezu perfekter Zustand auf PS5 Pro
- Wuchtiger Sound und starke Dolby-Atmos-Unterstützung
- Viele Build-Möglichkeiten und Modifikatoren
- Hervorragende Steuerung mit vielen Anpassungsoptionen
- Hoher Flow-Faktor und motivierende Progression
- Starke Atmosphäre und beeindruckende Bosskämpfe
Contra
- Kein echter Easy-Mode für Casual-Spieler
- Gegnervielfalt und Waffenarsenal hätten größer sein dürfen
- Prozedurale Level wiederholen sich langfristig sichtbar
- Kein Koop-Modus und keine täglichen/wöchentlichen Challenges
- Letztes Gebiet nur separat spielbar
Wertung
9.0Sehr gut
Kaufempfehlung
90%Absoluter Pflichtkauf
Getestet wurde Saros auf PS5 von Tobias Creter. Das Spiel lag uns zum Zeitpunkt von unserem Test in Version1.004.001 vor. Das Test Exemplar / der Review Code für Saros wurde uns von Sony Interactive Entertainment Europe kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!













































































