Review

Styx: Blades of Greed · Test

Veröffentlicht am 03.03.2026 von Andreas Erber

Titelbild von Styx: Blades of Greed (PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S)

Action, Stealth und Humor in einem Game? Das ist Styx!

Mit Styx: Blades of Greed kehrt endlich einer der ungewöhnlichsten Helden der Stealth-Szene auf die aktuelle Konsolengeneration zurück. Nach einer langen Pause seit Shards of Darkness im Jahr 2017 bringt der französische Entwickler Cyanide Studio diesen dritten Teil für PS5, Xbox Series S/X und den PC heraus. Das Spiel setzt erneut auf schleichen, List und strategische Planung, verpackt in einer offenen, vertikal ausgerichteten Welt, in der eure Kreativität und Geduld belohnt wird.

Hinter Blades of Greed steht Cyanide Studio, ein französisches Entwicklerteam mit Erfahrung in Action-&Stealth-Titeln. Cyanide hat in der Vergangenheit bereits die früheren Styx-Spiele gemacht und hat sich mit dieser Reihe ein kleines, aber treues Publikum erarbeitet. Die Entwickler:innen setzen auf eine Mischung aus klassischen Stealth-Mechaniken, RPG-Elementen und satirischem Humor. Mit Blades of Greed wollen sie die Serie weiterentwickeln. Mehr Freiheit, mehr vertikale Erkundung, mehr Werkzeuge und mehr kreative Lösungswege sorgen für noch mehr Abwechslung.

Screenshot von Styx: Blades of Greed

Goblin Styx ist wieder on the way!

In diesem neuen Abenteuer sind Spieler:innen wieder in der Rolle des listigen Goblins Styx, welcher als gerissener Dieb die Spielwelt durchstreift. Diesmal verfolgt Styx sein eigenes Ziel! Die Jagd nach Quarz, einer mächtigen und begehrten Ressource, die in einer Welt am Rande des Krieges zwischen Elfen, Menschen und Orks für Chaos sorgt. Dabei führt er seine eigene Crew an und reist mit einem Zeppelin durch riesige Gebiete, trifft alte Bekannte und neue Charaktere und etabliert die mysteriöse Gruppierung „Schwarze Hand“. Die Geschichte verknüpft klassische Styx-Elemente mit freien Missionslösungen.

Screenshot von Styx: Blades of Greed

Gameplay & Steuerung

Das Game lebt vor allem vom Stealth-Gameplay, das in Blades of Greed auf einer offenen Weltstruktur basiert. Spieler:innen bewegen sich in drei riesigen Gebieten wie der Grenze zur Menschenwelt („The Wall“), dem Orkdorf Turquoise Dawn oder den Ruinen der Elfenhauptstadt Akenash. Diese Orte können frei erkundet und je nach gewählter Fähigkeit können neue Routen und Geheimnisse entdeckt werden.
Styx ist zwar kein starker Kämpfer, dafür ein Meister der List. Er nutzt Fähigkeiten wie Unsichtbarkeit, Klonen, Gedankenkontrolle oder Zeitmanipulation, um Gegner zu umgehen oder auszutricksen. Vor jedem Einsatz können Waffen und Tränke hergestellt werden. Die vertikale Welt wird durch Werkzeuge wie den Gleiter, den Enterhaken oder Kletterkrallen noch spannender, denn sie erlauben euch so alternative Pfade in den Höhen und Tiefen zu entdecken. Die Steuerung auf der PS5 ist grundsätzlich solide und reagiert gut, doch gelegentlich fühlen sich die Bewegungen etwas unpräzise an, was gerade in kniffligen Schleichpassagen etwas nerven kann. Alles in allem macht das Gameplay mit den Stealth-Elementen und die Steuerung Spaß.

Screenshot von Styx: Blades of Greed

Grafik & Sound

Technisch nutzt Blades of Greed die Unreal Engine 5, was der Welt einen gewissen Detailreichtum und beeindruckende vertikale Landschaften verleiht. Die Umgebungen sind oft clever gestaltet und bieten viele Möglichkeiten zur Erkundung. Einige Texturen und Missionen wirken allerdings gelegentlich wiederholend oder weniger abwechslungsreich, was vor allem bei längerer Spielzeit auffällt. Technische Probleme wie ruckelnde Animationen oder kleinere Bugs trüben das Erlebnis stellenweise. Die Performance schwenkt also ab und an etwas, bleibt aber im soliden oberen Bereich.

Beim Sound gibt es Licht und Schatten. Die Atmosphäre und Musik unterstützen das Schleichgefühl phänomenal und Soundeffekte sind stimmig. Anders bei den Stimmen bzw. Dialogen, denn diese wirken teils uninspiriert und wenig packend. Das dämpft natürlich auch die Immersion der Story-Momente.

Screenshot von Styx: Blades of Greed

Fazit

Styx: Blades of Greed bietet ein interessantes und lohnendes Stealth-Erlebnis auf der PS5, Xbox Series S/X und den PC. Wer gerne schleichen, planen und kreative Lösungen sucht, findet hier ein Spiel, das überraschend viel Freiheit und taktische Tiefe bereitstellt. Die vertikalen Level, das weitreichende Arsenal an Fähigkeiten und die offene Struktur setzen frische Akzente für die Reihe. Zugleich halten technische Schwächen, ungleichmäßige Missionen und teils nervige Steuerung die Erfahrung davon ab, ein wirkliches Highlight zu werden. Deshalb ist das Spiel vor allem etwas für Fans des Genres oder der Styx-Serie und weniger für Spieler:innen, die ein poliertes Triple-A-Abenteuer erwarten.

Pro

  • tiefgehendes und kreatives Stealth-Gameplay mit vielen Ansatzpunkten
  • großzügige vertikale Levelgestaltung (höhere und tiefere Lagen)
  • umfangreiche Fähigkeiten und Werkzeuge
  • Atmosphäre und Sounddesign unterstützen das Schleichen sehr gut

Contra

  • Story und Dialoge haben Schwächen
  • offene Kämpfe sind nicht so befriedigend
  • grafische Wiederholungen und Unebenheiten im Bereich der Performance
  • kleine technische Probleme und gelegentliche Bugs

Wertung

Testergebnis:80%

8.0Gut

Kaufempfehlung

85% Kaufempfehlung

85%Sehr empfehlenswert

Getestet wurde Styx: Blades of Greed auf PS5 von Andreas Erber. Das Spiel lag uns zum Zeitpunkt von unserem Test in Version1.002.000 vor. Das Test Exemplar / der Review Code für Styx: Blades of Greed wurde uns von MSM.digital kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!