Getestet auf PS5.
Ebenfalls erhältlich für PC.
Veröffentlicht am 31.10.2026
von
Andreas Erber
Willkommen in St. Amelia - ein psychologischer Horror aus der Ego-Perspektive
Mit Silent Hill: Townfall bekommt die legendäre Horrorreihe einen neuen Ableger, der frische Ideen mit den bekannten Stärken des Silent Hill Reihe verbinden soll. Statt der klassischen Third-Person-Perspektive erlebt ihr den Horror diesmal direkt aus der Sicht des Protagonisten Simon Ordell. Die Handlung führt euch auf die abgelegene schottische Insel St. Amelia, wo dichter Nebel, verlassene Gebäude und verstörende Ereignisse für eine beklemmende Atmosphäre sorgen. Der Titel setzt auf psychologischen Horror, rätselhafte Geheimnisse und eine Spielwelt, die ihre Geschichte nicht einfach preisgibt. Statt auf permanente Action zu setzen, sollt ihr aufmerksam erkunden, Hinweise sammeln und Gefahren möglichst clever umgehen. Damit könnte Townfall sowohl langjährige Fans als auch Neueinsteiger:innen ansprechen, die Wert auf eine intensive Horroratmosphäre legen.
Entwickelt wurde Silent Hill: Townfall von Screen Burn, dem Studio hinter den atmosphärischen Spielen Stories Untold und Observation. Das Team bringt Erfahrung mit ungewöhnlichen Erzählformen, rätselhaften Situationen und psychologischer Spannung mit. Gemeinsam mit Konami und Annapurna Interactive soll ein eigenständiges Kapitel entstehen, das die bekannte Marke um neue spielerische Ideen erweitert.
Geheimnisse im Nebel
Im Mittelpunkt steht Simon Ordell, der sich auf der geheimnisvollen Insel St. Amelia wiederfindet. Der verlassene Küstenort verbirgt zahlreiche Geheimnisse, die eng mit Simons Vergangenheit und den Ereignissen auf der Insel verbunden sind. Gemeinsam mit den Figuren Zoe und Richard entfaltet sich eine Geschichte, die persönliche Konflikte, Schuld und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verknüpft.
Die Handlung wird über Dialoge, Aufzeichnungen und Hinweise in der Umgebung vermittelt. Ihr müsst Informationen selbst zusammensetzen und dürft nicht erwarten, dass sämtliche Zusammenhänge sofort verständlich werden. Wie bei Silent Hill üblich, verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Albtraum, wodurch die Geschichte Raum für Interpretationen lässt.
Mehrere Enden sollen zusätzliche Anreize für weitere Durchgänge bieten. Genauer gesagt besitzt Townfall insgesamt 5 verschiedene Enden, die über ein Punktesystem basierend auf Entdeckungen, Tötungen und Entscheidungen im Spielverlauf freigeschaltet werden können.
Gameplay & Steuerung von SILENT HILL: Townfall
Spielerisch verbindet Silent Hill: Townfall klassische Survival-Horror-Elemente mit einer Ego-Perspektive. Ihr erkundet verlassene Gebäude, löst Rätsel und müsst entscheiden, wann ihr euch Gegnern stellt oder lieber unbemerkt an ihnen vorbeischleicht. Munition und andere Ressourcen wollen gut eingeteilt werden, denn unüberlegte Kämpfe können schnell gefährlich werden. Zum Glück gibt es aber verschiedene Schwierigkeitsstufen, so können unerfahrene Spieler:innen ganz einfach die einfachste Stufe "Story-Modus" wählen. So lassen sich Gegner einfacher besiegen und Munition ist häufiger aufzufinden.
Eine besondere Rolle spielt das CRTV, ein tragbarer Miniaturfernseher, der als Weiterentwicklung des bekannten Silent-Hill-Radios dient. Mit seinen Signalen könnt ihr Hinweise auf Gegner entdecken, Informationen aufspüren und Rätsel lösen. Das Gerät verbindet damit Erkundung und Überleben auf interessante Weise und passt hervorragend zur unheimlichen Atmosphäre. Eine geniale Idee, wie wir finden!
Auch das Schleichen soll eine wichtige Rolle spielen. Nicht jede Begegnung muss in einem Kampf enden, weshalb taktisches Vorgehen häufig die bessere Wahl sein dürfte. Die Ego-Perspektive verstärkt dabei das Gefühl, Gefahren unmittelbar ausgesetzt zu sein. Auf der PS5 (Pro) kommen die Funktionen des DualSense-Controllers zum Einsatz. Haptisches Feedback, adaptive Trigger und räumliches 3D-Audio sollen die Immersion zusätzlich verstärken. Gerade bei einem Horrorspiel können Geräusche aus unterschiedlichen Richtungen entscheidend sein, um Gefahren rechtzeitig wahrzunehmen.
Grafik, Performance & Sound von SILENT HILL: Townfall
Die schottische Küstenstadt St. Amelia bietet mit ihren verlassenen Straßen, verfallenen Gebäuden und dichten Nebelschwaden eine passende Kulisse für psychologischen Horror. Besonders der Kontrast zwischen der düsteren Realität und der verstörenden Anderswelt sorgt für eindrucksvolle Momente. Intensive Farben, ungewöhnliche Lichteffekte und bedrückende Umgebungen unterstreichen dabei die typische Silent-Hill-Atmosphäre. Auf der PS5 Pro werden moderne Grafiktechnologien wie Raytracing und PSSR unterstützt. Dadurch profitiert die Darstellung von Licht, Schatten und Oberflächen. Für die Bildrate sind ein Qualitätsmodus mit 30 FPS und ein Leistungsmodus mit 60 FPS vorhanden. Welche Einstellung das beste Gesamtpaket bietet, hängt letztlich von den persönlichen Vorlieben ab. Wir persönlich empfehlen euch immer den Leistungsmodus mit der höheren Bildwiederholungsrate zu verwenden.
Auch der Sound spielt eine zentrale Rolle. Knarrende Türen, entfernte Schritte und rätselhafte Störgeräusche sollen euch ständig in Alarmbereitschaft versetzen. Das räumliche Audio der PS5 unterstützt die Orientierung und verstärkt das Gefühl, dass sich jederzeit etwas außerhalb eures Sichtfelds befinden könnte. Die Musik von Pilotpriest ergänzt die düstere Klangkulisse und soll die Spannung gezielt steigern. Pilotpriest, auch bekannt als Anthony Scott Burns, ist kanadischer Musiker und Komponist.
Test-Fazit zu SILENT HILL: Townfall
Silent Hill: Townfall wagt mit seiner Ego-Perspektive einen interessanten Schritt und verbindet klassische Survival-Horror-Elemente mit einer ungewöhnlichen Spielmechanik rund um das CRTV (tragbarer Mini-Taschenfernseher). Die schottische Kulisse, psychologische Themen und die Mischung aus Erkundung, Rätseln und Schleichen bieten eine vielversprechende Grundlage für ein eigenständiges Kapitel der Reihe. Für Fans atmosphärischer Horrorspiele ist Townfall definitiv ein Titel, den man im Auge behalten sollte.
Pro
spannende Ego-Perspektive
kreatives CRTV-Konzept
Mischung aus Erkundung, Rätseln und Schleichen
beklemmende Horroratmosphäre mit vielen grafischen Details
gelungene Soundkulisse
PS5-Pro-Optimierung und DualSense-Unterstützung
Contra
Komplexe Story verlangt viel Aufmerksamkeit
Ego-Perspektive schränkt die Übersicht in Kämpfen deutlich ein
Nahkampf erfordert ein sehr genaues Timing
Bewegungssteuerung dürfte nicht allen Spieler:innen zusagen
Unsere Wertung für SILENT HILL: Townfall:
SILENT HILL: Townfall erzielt in unserem Test eine sehr gute Wertung und überzeugt trotz kleinerer Schwächen auf ganzer Linie.
8.5 / 10: Sehr gut
Unsere Kaufempfehlung für SILENT HILL: Townfall:
SILENT HILL: Townfall ist sein Geld wert und für Fans des Genres eine klare Kaufempfehlung.
85% Kaufempfehlung
85%: Sehr empfehlenswert
Getestet wurde SILENT HILL: Townfall auf PS5 von Andreas Erber.
Das Spiel lag uns zum Zeitpunkt von unserem Test in Version 2.005.000 vor.
Das Test Exemplar / der Review Code für SILENT HILL: Townfall wurde uns von Swordfish kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Bereitstellung eines Testexemplars hat keinen Einfluss auf unsere redaktionelle Meinung oder die Wertung. Vielen Dank!